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Aaskereia 1. Erkenntnis (3:37) Zugegeben, ZWISCHEN DEN WELTEN ist, wie so ziemlich jede Veröffentlichung von AASKEREIA weder textlich noch musikalisch für die breite Masse zugeschnitten, aber das ist auch nicht weiter schlimm, schließlich handelt es sich hierbei um rauen Black Metal aus dem Schwarzwald, der sich einen feuchten Kehricht um die Zustimmung der öffentlichen Meinung kümmert.
Mit Erkenntnis als erstes Lied wird dem Hörer auch schon jene Blasphemie entgegen geschmettert, die man von dieser Band erwarten sollte. Allerdings merkt man schon recht früh, dass sich der epische Gesang, der für sehr viel Abwechslung auf der MIT RABEN UND WÖLFEN-CD gesorgt hat stark zurückhaltend in diesem Lied platziert wurde. Schade eigentlich, denn so bekommt man eine gewisse Monotonie zu spüren und fühlt sich dazu gezwungen zum nächsten Lied weiter zu drücken. Von diesem Vorhaben kann ich allerdings abraten, denn wer sich intensiver mit dem Lied beschäftigt empfängt durchaus anspruchsvolle, fast schon philosophische Lyriks, welches mit dem dazu gehörendem Gitarrenspiel eben diese besondere AASKEREIA-Note bekommt. Weiter geht es mit DER FLÖTE DES PAN. Und da ist er, der epische Gesang, den ich beim vorherigen Lied größtenteils vermisste. Die Band bezieht sich bei diesem Lied nach eigenen Angaben auf einen gewissen Crowley. Der Name ist mir zwar ein Begriff, aber auf Grund fehlendes Wissen über seine Schriften bleibt mir erstmal nichts anderes übrig, als dies so hinzunehmen. Das Lied an sich variiert zwischen einer sich nur anscheinend aufbauenden Aggressivität, statt einem Inferno aus verhasstem Geschrei folgt jedoch ein recht ruhiger Part, der mehr oder weniger auf Grund der melancholischen Tonlage zum Nachdenken anregt. Das folgende Lied hat den schlichten Namen INSTRUMENTAL und eben so hört sich das Lied auch an. Das reine Gitarrenspiel, über dessen technische Komplexität gestritten werden kann, besticht hauptsächlich durch die Ruhe die es ausstrahlt. Ein Lied, das für den nächsten Lagerfeuerabend geeignet ist, mehr aber auch nicht, dafür ist es zu schlicht gehalten und doch in seiner Einfachheit angenehm anzuhören. Wie der Name von DER STILLE SCHREI schon andeuten mag, bekommt man bei diesem Lied das typische Gewimmer zu hören, dass auch schon andere Lieder der Band interessant machten. Immer wieder überraschend dabei ist, dass man sich dabei nicht wie eine emotional verweichlichte Gestalt fühlen muss, sondern immer eine gewisse Abneigung gegen diverse Dinge der Band zu spüren bekommt und sich ein gewisser Hass in einem selbst zu kanalisieren droht, der bei dem kleinsten Tropfen abgefeuert wird. ZWISCHEN DEN WELTEN endet mit dem meiner Meinung nach besten Lied dieser Scheibe. IM SCHATTENLICHT, ZWISCHEN DEN WELTEN mag einem anfangs zwar bekannt vorkommen, da die Ähnlichkeit zu Lied Nr. 3 unverkennbar ist, aber schon nach wenigen Sekunden sollte man feststellen, dass sich um zwei völlig verschiedene Lieder handelt. Besonders sticht bei diesem Lied das dominante Schlagzeug hervor, das mich persönlich dazu angeregt hat, zwei Stabilostifte in die Hand zu nehmen und den Versuch startete den Takt nachzuahmen. Zwar mag dem typischen Aaskereia-Fan der überwiegend epische Gesang missfallen, dennoch rundet IM SCHATTENLICHT, ZWISCHEN DEN WELTEN ausgezeichnet ab. Insgesamt ist ZWISCHEN DEN WELTEN ein nette Wartezeitverkürzung für das kommende Album, verliert allerdings auf Grund der mangelnden Vielfalt den Kampf mit den Raben und Wölfen. Das kann man der CD aber auch nicht übel nehmen, schließlich ist es eine Mini-CD und für den Preis sollte sie für jedermann, der Interesse an der Musik von AASKEREIA erschwinglich sein. Ein Überraschungseffekt der Marke BAMM möchte ich zwar nicht garantieren, aber einen Fehlkauf stellt diese Scheibe für mich persönlich ganz und gar nicht dar. 8 von 10 Aljoscha |
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