Agoraphobia – the Fire Inside

Nach zwölfjähriger Abstinenz auf dem Musikmarkt haben AGORAPHOBIA 2005 mit „Sick“ ihr Comeback versucht, was auch mehr als geglückt ist. Vom Death Metal alter Tage ist man der Zeit gemäß etwas moderner geworden und verbindet Death Metal und Thrashanleihen mit Hardcore.

Nun, drei Jahre später, legt das Sextett mit „The Fire Inside“ den zweiten Silberling nach der Wiedervereinigung der Band nach und bleiben weitgehend ihrer bereits bekannten Marschroute treu. Sorgte „Sick“ noch weitgehend für offene Münder und hat somit auch die Erwartungshaltung an „The Fire Inside“ nach oben geschraubt, so bleibt der „Aha“-Effekt beim zweiten Album doch weitgehend aus. Mit dem schwedisch angehauchten „666“ oder dem recht flotten „Sometimes“ sind mit unter zwei verdammt starke Songs auf dem Album vertreten. Allerdings ist auf der Scheibe mit „In Flames“ oder „Burning Alive“ eben auch das Pendant zu „gut“ vertreten. So stolpert nach dem Intro der Song „In Flames“ mehr oder weniger ins Geschehen hinein, ehe er sich fängt und besser wird. „Fed Up“ oder „The End Of Silence“, zwei noch moderner angehauchte Songs zünden dann auch nicht sofort. Hier bedarf es ein paar Umdrehungen ehe sich die Songs den Weg ins Gehör gebahnt haben. Anders sieht es dann wieder bei „The Bait“ oder den bereits erwähnten „Sometimes“ und „666“ aus, die mit durchweg sehr gutem Songwriting überzeugen und im Gedächtnis bleiben. Weitere gut gelungene Stücke sind „Destroy What Destroys You“ oder „Coming For You“.

Trotz, dass das Album in Eigenregie aufgenommen wurde und man beim Sound gewisse Abstriche machen muss, kann man der Band hier ein gutes Album attestieren. Sich duellierende Gitarristen, geniales Schlagzeugspiel oder die Verbalattacken der beiden Frontmänner verleihen dem Album seinen eigenen Charme. Man vermisst lediglich einen gewissen roten Faden. „The Fire Inside“ bietet gutes Songwriting und überzeugende Arrangements, dass allerdings von nicht ganz homogenen Passagen überschattet wird und dem Ganzen einen faden Beigeschmack verleiht.

Bewertung: 7,5 von 10

Trackliste:

1. The Fire
2. In Flames
3. Fed Up
4. The End Of Silence
5. The Bait
6. 666
7. Burning Alive
8. Raise A Fist
9. Coming For You
10. Destroy What Destroys You
11. Sometimes…

www.agoraphobia.de

Oimel