Akrea - Lügenkabinett

Akrea Lügenkabinett 400Es wäre illusorisch zu glauben, dass Akrea mit ihrer neuen CD „Lügenkabinett“ einen ähnlichen qualitativen Weitsprung hinlegen würden, wie damals als sie nach „Beginning of an Inner War“ (damals noch als Inner Aggression) und Namensänderung „Lebenslinie“ veröffentlichten. Dennoch hat sich die Band nach letztgenannter Veröffentlichung sehr schön weiter entwickelt.

Stilistisch sind Akrea ihrem Stil treu geblieben. Melodischer Todesblei der sich meiner subjektiven Auffassung nach teilweise an Amon Amarth und Omnium Gatherum anlehnt. Die Texte sind ausschließlich in deutscher Sprache gehalten was ausgesprochen tadellos funktioniert. Sie triefen nicht vor Pathos, sondern vermitteln persönliche Ansichten und Geschichten, die zumindest mir als Denkanstoß dienen.

Akrea gestaltete ihre Lügenkabinett einen Tick abwechslungsreicher als Lebenslinie. Nicht nur instrumentell wird oft variiert, sondern auch auf der gesanglichen Ebene mehr gewagt. Sehr stimmig finde ich hierbei den Clean-Gesang bei „Auf los, geht’s los“ . Auch die Gitarre wird offensiver als zuvor eingesetzt. Das mag beim ersten Hören möglicherweise etwas sperrig und unnötig (sozusagen des Solo-Willens) erscheinen, spätestens beim zweiten Mal wird aber die Luftgitarre gezückt und eifrig die Melodie nach gepfiffen.

Wertung: 9 von 10 Punkte

Joschi