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Bierfahrt mit Agoraphobia
Zwar scharrten sich diesmal „nur“ 25 Metalheads um das Sextett, doch tat das der Stimmung, die im Bus und auch auf dem Konzert herr-schen sollte, keinen Abbruch. Gegen 12:30 Uhr ging es in Wiesloch endlich los und man nahm Kurs in Richtung Ruhrpott. Nach Hunder-ten von Kilometern, viereinhalbe Stunden, mehreren „Tankstopps“ und zig Flaschen Bier später kam man schließlich in Ratingen an. An der Bushaltestelle „Friedhofstraße“ musste man die letzten hundert Meter zum „Lux“ noch zu Fuß zurücklegen. In Ratingen selbst scheint es nicht viel zu geben, außer unzähligen Apotheken, das Lux und dem Bestattungsinstitut „Heimkehr“. Am Ziel angekommen, es war erst ca. 17:30 Uhr, machten die meisten da weiter, wo sie im Bus aufgehört hatten. Sie stürmten gleich die Theke und – bestellten einen Kaffee. Ok, viele tankten auch weiterhin ihr Bier oder hielten einfach mal ein Nickerchen. Da man sich die Zeit bis Konzertbeginn – welcher auf 20 Uhr angesetzt war – zu überbrücken und auch um seinen Kohldampf zu stillen machten sich etliche auf um einen Schnellimbiss oder eine Pizzeria zu finden. Manche machten es sich leichter und ließen sich die Pizen liefern. Wobei es hier vorkommen konnte, dass diese vor dem Essen in einem Ritual zu erst mal vergewaltigt wurden. Als das Konzert dann anfing wunderte man sich doch über die Badische Überzahl. Das Lux war doch recht schwach besucht, was aber sicher nicht an den Qualitäten der Bands lag. Den Anfang machten DIVINE ZERO aus Erkelenz. Mit ihrem stark schwedisch angehauchten Death Metal brachten sie doch etliche Metaller zum Bangen und zum Moshen. Auch kein Wunder, bei dem Brett, dass die Jungs und das Mädel da los ließen. Einziges Manko war, dass man das Keyboard so gut wie gar nicht hörte. Das allerdings fiel gar nicht größer auf. Die Band konnte auch so ohne weiteres sehr gut überzeugen und setzte mit dem gut gelungenen HYPOCRISY - Cover – Roswell 47 – noch einen oben drauf. Hierzu holte sich die Band auch kurzer Hand einen Gastsänger aus dem Publikum.
Bühne. Zu Beginn waren fast nur Badener vor der Bühne anzutreffen doch mit zunehmender Spieldauer erkannten auch die Rheinländer die Qualitäten von AGORAPHOBIA und lauschten den metallischen Klängen aus Wiesloch. Aber leider schien es die Technik an dem Abend nicht so gut mit AGORAPHOBIA zu meinen. Gleich zu Beginn des Auftritts riss eine Saite beim Gittarist Michael und die Truppe musste dann „einstimmig“ weiterzocken. Aber so schnell wie der „Michel“ von der Bühne war, war er auch wieder drauf. So einen schnellen Saitenwechsel sieht man auch nicht alle Tage. Die Wieslocher ließen sich aber davon nicht weiter ablenken und ratterten ihr Set ordentlich runter. Als Schmankerl gabs gegen Ende „Davidian“ von MACHINE HEAD und als Zugabe noch eine Cover von SLIPKNOT. Da aber die Meute damit noch immer nicht zu bändigen war gaben die Jungs mit „The Clown“ noch mal eine Zugabe. Gegen Ende ihres Gigs schafften sie es auch noch, was vorher keine Band im Lux geschafft hat. Ihr Death Thrash Metal ließ die Beschallung kurze Zeit ausfallen, aber bei dem Hammerbrett ist es der Anlage nicht übel zu nehmen, dass sie sich auch mal eine zweiminütige Auszeit nimmt. Nach dem AGORAPHOBIA – Gig hoben viele für die Heimfahrt ihren Alkoholpegel wieder etwas an. Manche waren aber selbst dazu nicht mehr in der Lage. Um ein Uhr Nachts ging es wieder in Richtung Heimat. In den frühen Morgenstunden kam man in Wiesloch beim Rock- und Pop-verein an.
Was für zukünftige Bierfahrten zu beachten ist. Es sollte ein großes Arsenal an Kassetten dabei sein. Denn wenn mehrere Stunden lang immer nur drei, vier Kassetten aus den Boxen dröhnen, da kriegt man so ziemlich jeden, noch so harten Metalhead, zum durch-drehen! |
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