Bierfahrt mit Agoraphobia zur Bretthart Clubshow
nach Adelsheim am 11.11.2006

Bands: Napalm Death, Born From Pain, Agoraphobia und Provocation

Verrückt in die Narrenzeit, heißt es ja am 11.11. um 11:11 Uhr. Was kommt den an so einem Tag besser als eine Bierfahrt (veranstaltet von Agoraphobia) mit Gleichgesinnten in einem Bus mit Freibier? Natürlich nichts! Außer natürlich das Konzert selbst (was sich natürlich von selbst versteht)! Und das Billing konnte sich auch sehen lassen. Mit dabei waren: Provocation, Agoraphobia, Born From Pain und Napalm Death (zu den Bands später mehr)

Treffpunkt war um 13:30 Uhr am Rock & Pop Verein in Wiesloch (natürlich nicht um 11:11 Uhr). Von da aus ging die Fahrt nach Adelsheim los. Im Bus herrschte von Anfang an eine sehr gute Stimmung. Die zweistündige Fahrt verging wie nix. Um ca. 15:30 Uhr kamen wir in Adelsheim an. Konzertbeginn war erst um 20 Uhr. Aber man musste nicht im kalten stehen. Der Club bietet nämlich neben dem Konzertsaal einen großflächigen Raum mit drei Sitzecken und einer Bar. Dort verschanzten wir uns und tranken und sprachen und aßen.

Um 20 Uhr ging es dann los: Den Anfang machten Provocation aus Miltenberg. Die Band überrollte mich mit Ihrem technischversierten Deathgrind und lieferten trotz technischer Probleme am Bass eine grundsolide Show ab. Der Sänger grunzte was das Zeug hielt und gab mit seinen ganzen Kollegen eine Granate nach der anderen ab. Eine Band von der man hoffentlich noch viel hört. Wer sich einen Eindruck von der Band machen will soll mal bei den folgenden Pages vorbeischauen: www.provocationmetal.com und www.myspace.com/provocationmetal. Auf der Myspace-Seite gibt es auch einen Song „To Live A Lie“ zu hören.

Weiter ging es dann nach einer kurzen Umbaupause mit Agoraphobia aus Wiesloch. Agoraphobia brachten Ihre loyale Fanbase mit, welche die Band auch kräftig anfeuerte und abfeierte. Die Band lieferte eine Super Show ab. Die Band agierte gut gelaunt auf der Bühne. Zwei richtige Kracher in Ihrem Set sind: „The Misanthropist“ und „Sick“. Die Musik ist zugleich zugänglich und dennoch sehr komplex. Die Band bezeichnet Ihren Stil selbst als Deathcore. Ich selbst würde die Musik als eine Art Mischung aus schleppenden Death/Thrash Metal bezeichnen mit einer Hardcore- und einer Death Metal Stimme und einigen melodiösen Einsprengseln. Schaut mal die Homepage der Band an: www.agoraphobia.de

Dann war es soweit. Born From Pain waren dran. Born From Pain sind kein unbeschriebenes Blatt mehr und haben in der Metalcore-Szene zu Recht den Ruf eine der besten Bands zu sein. Für alle die Ihre Musik noch nicht kennen. Stellt euch unter Born From Pain keine typische Metalcore Band vor die schwedischen Death Metal mit Hardcore Riffs mischt. Born From Pain spielen Hardcore mit Metal Riffs (simpel beschrieben). Das Set von Born From Pain war gut gemischt. Es umfasste Songs aus allen Schaffensphasen der Band. Die Band spielte auch ein paar neue Songs vom neuem Album War. Bei Born From Pain kamen die Fans aus der Reserve und ein kleiner, aber feiner Mosh bildete sich (bei dem ich natürlich auch nicht fehlte). Beim Übersong „This Is The New Hate“ war es dann endgültig vorbei. Die Band haute dann noch drei Songs in die Menge und ließ eine hungrige Meute zurück.

Aber niemand musste lang hungern. Da gab es ja immer noch Napalm Death. Napalm Death taten das was sie immer tun. Alles kurz und klein hauen was nur geht. Die Band setzte dort an, wo Born From Pain aufgehört haben und heizte den Fans ordentlich ein. Es war alles vertreten was man sich als Napalm Death Fan wünscht. Von alten Klassikern wie Life? bis hin zu Songs wie „Silence Is Deafening“ und „In Deference“ von den neueren Scheiben. Grundsätzlich aber lag der Schwerpunkt auf dem neuen Album „Smear Campaign“. Was soll man zu Napalm Death noch groß sagen. Die sympatischen Engländer lieferten wie immer ein gelungenes Set ab und gingen leider viel zu früh. DieAnsagen von Barney „We’re Napalm Death from Birmingham, England“ lockerten das Gesamtbild auf (diese Ansage ist aus meiner Sicht schon legendär – gab es doch diese schon an allen Napalm Death Gigs bei denen ich war… und das waren nicht wenige).

Müde und geschafft ging es danach mit dem Bus wieder Richtung Heimat. Im Gesamten hat alles gestimmt und es war ein sehr guter Gig. Das einzige Manko: Leider waren zu wenig Leute vor Ort (min. vier weitere Veranstaltungen parallel). Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Styx