Burial Rites – Last Rites

Aus Amerika – um genauer zu sein aus Milwaukee, Wisconsin – erreichte uns per Luftpost die aktuelle Demo-EP der Death/Thrash-Metal Band „Burial Rites“. Gespannt war ich, was dort so eine lange Reise in meinen heimischen Briefkasten unternommen hatte, also wurde die Promo-CDR sofort in das geifernde Laufwerk gepfeffert.

Auf dem mir übersandten Exemplar macht laut Beizettel „Satanincarnate“ den Anfang, während in den Metal-Archives (ihr kennt diese Website, oder ?) eine andere Songreihenfolge aufgelistet ist. Wie dem auch sei, das Stück macht sich nicht schlecht, eher treibende Parts mischen sich häufig mit sehr groovigem Zeug, wodurch ein Klang entsteht, als hätte man Cannibal Corpse zu einer Death’n’Roll-Band gemacht.

In den folgenden Stücken wird dieser Kurs beibehalten. Zu gefallen weiß vor allem das Schlagzeug, welches nicht selten auch die rockigen Stellen kräftig mit technischem Bassdrumspiel unterstützt (so zum Beispiel im zweiten Song „The Neverending Hell“). Noch rockbetonter ist „Obliviousdeath“, drittes Stück auf der EP, in welchem zudem auch Blastbeats zu hören sind, die sich im Zuge des Stückes immer wieder mit den zum „Pogo“ ermutigenden Riffs abwechseln. Mit dem abschließenden Lied „Postmortem Crucifix“ wird noch einmal auf die hier bewährte Mixtur des Bandsounds gesetzt; rockig-thrashige Riffs, das technische Bassdrumspiel, eine wirklich gute Death-Metal-Stimme (ich musste teilweise an „Corpsegrinder“ denken; ja, noch ein Hinweis auf Cannibal Corpse, wobei das Instrumentenspiel sich stark von dieser Band unterscheidet; auch die Band gibt auf ihrer MySpace-Seite als Einflüsse Cannibal Corpse an – weitere genannte Namen sind unter Anderem Venom, Obituary, Rob Zombie, Tool oder gar die alten Slipknot).

Über die Produktion kann man nicht meckern, es ist alles sauber zu hören (sogar der Bass !), lediglich etwas mehr „Wummern“ hätte sein dürfen. Trotzdem einwandfrei.

Mein Fazit über diese Demo: ein sehr feines Stück das auch stellenweise innovativ klingt und sich aus dem Einheitsbrei herauslöst. Vor allem die rockigen & thrashigen Abschnitte regen immer wieder zum Weiterhören oder dem geneigten Kopfkreiser zum Headbangen an, womit auch mein Geschmack sehr gut getroffen wurde.

Wo ihr die Scheibe bekommen könnt, kann ich euch leider nicht genau sagen. Weder im deutschen oder amerikanischen Ebay noch auf der Myspace-Seite der Band habe ich hierzu Informationen bekommen. Da es aber ein „Self-Release“ ist, könnt ihr bestimmt direkt über die Jungs ein Exemplar erstehen.

Als Anspieltip empfehle ich eigentlich jedes Stück, alle können euch eine gute Idee von dem geben, was euch von der Band und der CD erwartet.

Tracklist (unseres Exemplars):

01 – Satanincarnate, 03:37
02 – The Neverending Hell, 04:02
03 – Obliviousdeath, 02:45
04 – Postmortem Crucifix, 02:32

Gesamtwertung: 8.5 von 10 Punkten (gut bis spitze)

Marius

Links zum Thema:

http://www.myspace.com/burialritualband
http://www.youtube.com/watch?v=pnYpfsuY4Uo (ein Live-Mitschnitt)