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Celeste – morte(s) nee(s)
Musikalisch haben Celeste sich aus einer Schnittmenge aus Black Metal, Doom, Sludge und Post Hardcore ihre eigene Stilrichgung erschaffen und sich das Prädikat Eigentständigkeit mehr als verdient angeeignet. Auf Grund der Produktion mag man Celeste auf „Morte(s) Nee(s) einen Ruck mehr in Richtung Black Metal attestieren. Bei genauerem Betrachten bzw. Anhören kann man die anderen Stilrichtungen noch mehr als deutlich wahrnehmen. Durch den rauen Klang der Scheibe wird das ganze Werk in gewisser weise aber bedrohlicher. „Ces Belles De Rêve Aux Verres Embués“ das eröffnende Stück des Albums bricht gleich brachial über den Hörer herein. Zu Beginn mag die Gitarrenwand noch recht undurchdringlich daher kommen, aber mit der Zeit taucht man in die Tiefe des Stückes ein. „Les Mains Brisées Comme Leurs Souvenirs“ schlägt als zweites Stück in die gleiche Kerbe wie der Opener. „Il Y A Biens Des Porcs Que Ca Ferait Bander De T'étouffer“, drittes Stück des Albums hat eine gewisse Grundrythmik, die nicht gerade förderlich für die Nackenmuskulatur sein dürfte. Allerdings dauert das Stück keine drei Minuten. Fast ohne Übergang geht es mit „En Troupeau Des Louves En Trompe L’oeil Des Agneaux“ weiter, bei dem teils nur in Nuancen, teilweise auch etwas agiler das Tempo hier und da gedrosselt wird. An fünfter Stelle gibt es mit „(S)“ quasi eine Erholungsphase für die Lauscher. Das Instrumentalstück zeigt ein deutlich langsameres Tempo, das sich über die ganze über fünfminütige Spielzeit des Songs hält. Mit Samples von Schreien versetzt und dem schleppenden Tempo wird in dem Stück gekonnt eine gewisse Düsternis erzeugt. Nachdem die ersten Stücke doch heftiger aus den Boxen präschten wird ab „(S)“ doch die Handbremse angezogen, denn auch das Folgestück „Un Miroir Pur Qui Te Rend Misérable“ zeigt ein deutlich vermindertes Tempo. Häppchenweise bekommt man noch brachialere Passagen, aber die im Midtempobereich gehalten Songfragmente überwiegen doch. Das ganze sorgt bei diesem Song für schöne Abwechslungen. An Abwechslungsreichtum kann der finale und fast 13 Minuten andauernde Song „De Sorte Que Plus Jamais Un Instant Ne Soit Magique“ von keinem der vorhergehenden Songs auch nur annähernd herausgefordert werden. Hier kommen recht deutlich die Doom und Sludge Einflüße der Band durch. Noch deutlicher, als bei den Stücken davor. Angereichert wird der Track ab der zweiten Hälfte auch noch mit Streicharrangments und Piano. Trotz der Länge, weißt der Song keine Langeweile auf. Im Großen und Ganzen ist diese Scheibe für Fans sämtlicher Stilistiken, die die Band in ihrem Sound vermischen ein Hörgenuss. Andere potentielle Hörer dürften sich anfänglich etwas schwer tun, sich durch die – vor allem in den ersten vier Stücken – vorherrschenden Gitarrenwände durchzukämpfen. Wer Wolves In The Throne Room, Neurosis oder auch Black Shape Of Nexus mag, darf hier auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Trackliste: Oimel 9 von 10 |
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