CHAOS IN HELL PART IV
21.03.09 Jugendzentrum Specht in Ettlingen

Am 21.03 öffnete das Juze in Ettlingen die Tore für das 4te Chaos in Hell Festival. Die erhofften Massen blieben leider aus, doch machen bekanntlich nicht die Massen ein Festival aus.

Den Auftakt machten die 5 Ettlinger von Demorian. Auch ohne die Massen vor der Bühne ließen sich die Jungs nicht Lumpen und überraschte mit einem gelungenen Mix aus Thrash, Death und melodischen ClearParts. Es lassen sich durchaus Parallelen zu Bands wie Soilwork, InFlames oder Scar Symmetry ziehen, doch drücken Demorian ihrer Musik einen ganz eigenen Stempel auf. Alles in allem eine solider und guter Auftritt, der durch schnelle wie auch ruhigere Parts überzeugen konnte.

Wenig voller wurde es mit der nächsten Band. Der Name war Programm und so knüppelten die 3 Kerls und 1 Mädel von Rampage ein ordentliches Brett an Death Metal mit Thrash Einlagen von der Bühne. Sie selbst sagen mit einem Augenzwinkern über ihre Musik, „KRACH, Hauptsache schnell und hart“ und das lässt man gut und gerne so stehen!!! ;) Spaß beiseite, die Mucke machte Laune und so ließ auch der ein oder andere nach anfänglicher Zurückhaltung das Haupthaar kreisen. Six Feet Under, Canibal Corps, Vader und Exodus sind nur ein paar der Bands, die sich in Rampage wiederspiegeln.

Mit den Death/Thrashern von Thorn lockte es auch mehr vor die Bühne. Wie alte Hasen zogen die fünf Rastatter ihre Setliste durch und hatten spätestens beim 3ten Song auch die letzten in der Halle erreicht und zum mitmachen animiert. Mit Zugabe- und Ausziehn-Sprachchören wurde der Band für den geilen Gig gedankt. Ehe man sich versah, standen dann Band wie auch Teile des Publikums oberkörperfrei da und ließen für den letzten Song nochmals ordentlich die Haare und Shirts kreisen. Für mich persönlich einer der besten Gigs an diesem Abend.

Nach etwas längerer Umbauphase, in der Schilde und Totenkopfständer den Weg auf die Bühne fanden, starteten auch Warcry durch. Warcry, die manch einem vielleicht noch unter Heilgs Blechle bekannt sind, sprangen spontan für Perishsanity ein, die leider aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen konnten. Und so drang traditioneller True Fucking Heavy Metal, frei nach dem Motto „wir spielen worauf wir Bock haben, Hauptsache es klingt geil!“, aus den Boxen. Eine Mischung aus sämtlichen mir bekannten Metalrichtungen, variierende Solis und Gesang, der mich ein bisschen an Venom oder auch Desaster erinnerte, verleiteten die verbleibende Menschenreihe zu erbarmungslosem bangen. Alles in allem ein grundsolider und guter Auftritt der mit einem Cover von Sodom als Zugabe abgefeiert wurde.

Last but not Least wurde es mit DIssouled nochmal laut auf der Bühne. ‚Grrovy Grindcore‘ beim Lesen des Flyers dachte ich mir, „Jud, dann kann ich ja nach der 4ten Band gehen“, aber ich sollte meine Meinung ändern. Und da standen sie dann, drei doch noch recht junge Musiker die mit der Aussage „Jetzt gibt’s was auf die Fresse“ in die vollen Gingen. Und es gab dann auch die volle Breitseite. Sie selbst erklären ihren Musikstil als „Old school death metal with grindcore flair and a bit of goregrind and a carcass cover” und das kann man so unterschreiben. Grindcore Gesang und Geschredder , lieferten sich ein Wechselspiel mit teils doch sehr melodischen und geilen Gitarrenriffs die auch mal die typische Dauer eines 30sec Grindcore Tracks überschritten. Geiler Auftritt, geile Mucke, ich werde mir auf jeden Fall mal wieder einen Auftritt geben.

Mein Fazit, Lob an die Veranstalter. In meinen Augen ein klasse Festival & Billing gewesen, dass bei weitem mehr Publikum verdient hätte.

Sarah

DEMORIAN

 

RAMPAGE

 

THORN

 

WARCRY

 

DISSOULED