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Interview mit Danny von CORPORATE PAIN Corporate Pain sind eine Newcomer Band, die man selten trifft. Neben genialer Mucke und einer professionellen Einstellung, hat die Band das Zeug das nächste große Ding zu werden. Mich auf jeden Fall haben sie als treuen Fan gewonnen. Der Sänger und Gitarrist der Band Danny stellte sich meinen Fragen und gab freudig Auskunft über aktuelles und zukünftiges aus dem Hause Corporate Pain. Lest aber selbst. Hallo Danny, schön das Du Zeit gefunden hast für das Interview. Erzähl doch zunächst mal was über Deine Band Corporate Pain? Lief alles locker oder musstet Ihr einen hohen Berg erklimmen? Ne, es lief eigentlich ganz locker... nachdem wir uns das erste Mal getroffen hatten und Axel auch schon dabei war, haben wir quasi von der ersten Probe an angefangen unsere Lieder zu schreiben. Das ging sogar ziemlich Gut dann kann man sich noch auf viel von euch einstellen. Wie sieht es momentan im Hause von Corporate Pain aus und was steht für die nächste Zukunft an? Wir sind gerade dabei so viele Gigs wie möglich zu organisieren, wir haben uns für einige Festivals beworben und hoffen natürlich so oft wie mšglich unsere Mucke live prŠsentieren zu können. Wir stecken gerade wieder mitten im Songwriting und hoffen in ein bis anderthalb Jahren wieder ins Studio gehen zu können, um unser erstes richtiges Album einzuspielen. Mit Death In Mind habt Ihr Anfang des Jahres eine recht professionelle Demo in vollem Umfang veröffentlicht. Ich finde die Scheibe absolut geil und läuft bei mir zur Zeit auf Dauerrotation. Wie sind die übrigen Reaktionen auf die Scheibe? Hey, danke für die Blumen. Wir haben in der Tat bis jetzt nur gute bis sehr gute Kritkien für die Platte bekommen, bezogen auf Meinungen anderer Musiker, Fans und natürlich auch diverser Magazine, das Sleeplesszine vorneweg. Alle haben uns uns zu einem sehr gelungenen Karrierestart gratuliert. Reviews kann man sich auf unserer Homepage natürlich alle durchlesen. Ebenfalls danke. Für eine gute Scheibe wie eure kann es auch nur ne Super Bewertung geben. Wie war eigentlich der Aufenthalt im Studio? Wir haben Anfang 2006 eine komplette Woche im Studio verbracht und es war natürlich (vor allem für mich und Axel, weil wir zum ersten mal in einem Studio aufgenommen haben) eine neue und geile Erfahrung. Wir haben uns mit Bier und Fressalien eingedeckt und in Schlafsäcken im Aufnahmeraum gepennt. Es war eine grandiose Woche, in der wir viel Spaß hatten und uns hinterher alle wunderten, warum manch einer in dichtem Zustand noch so sauber einspielen konnte :) Allerdings muss ich dazu sagen, dass mich die ersten paar Tage ein ziemlich üble Erkältung geplagt hatte, was mir das Einspielen aber besonders das Singen zur Hölle gemacht hat. Camping der besonderen Art im Studio :-). Wie steht Ihr als Band zu der Scheibe? Würdet Ihr heute noch etwas gerne daran Šndern oder seit Ihr mit der Veršffentlichung so zufrieden? Erstaunlicherweise sind wir alle mit der Cd noch zu 100% zufrieden, bis heute hat noch niemand etwas Krasses entdeckt was er ändern will, oder was ihm nicht mehr gut gefällt. Das sollte auch gar nicht anders sein, schließlich muss man ja sein Leben lang damit zurechtkommen, was man da aufgenommen hat, also sollte auch alles passen. Ich jedenfalls will niemals eine Platte aufnehmen, die ich später schlecht finde! Gab es auch schon Labels, die Interesse an der Band gezeigt haben? Was wäre euer Traumlabel? Das wäre jetzt die richtige Frage für unseren Drummer Marco, der sich im Moment mit diesen und auch anderen organisatorischen Sachen auseinandersetzt. Da wir offen gesagt noch nicht die Erfahrung mitbringen, über Vorzüge gewisser Labels zu diskutieren, lege ich mich vom Bauch her, um die Frage dennoch beantworten zu können, auf Metal Blade fest, hehe. Ne, aber im Ernst, uns ist im Moment alles Recht, und wir zählen und stehen absolut zum Underground! Wenn sich da ein kleines engagiertes, kultiges Label finden sollte, wäre das schon echt geil! Wer ist bei euch für die Lyrics zuständig? Was für Themen greift Ihr dabei auf? Für die Lyrics auf der Platte war größtenteils ich zuständig, wobei zu Revenge einige Parts von Moritz und bei Death in Mind der komplette Text in Co-Produktion mit Axel entstanden ist. Wir greifen sozial-kritische Themen auf, so handelt zum Beispiel Death in Mind davon, dass man in Amerika als zum Tode Verurteilter meist noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in der Zelle hockt, bevor man endlich "erlöst" wird. Wie sieht es mit neuem Material aus, seid Ihr schon wieder voll im Songwriting? Ja, seit ein paar Monaten sind wir dabei neue Songs zu schreiben, von denen wir 2 auch schon auf dem Zabbaduschder gespielt haben. Ich kann nur sagen, dass die nächste Scheibe NOCH schneller aber auch NOCH grooviger ausfallen wird! Da bin ich jetzt schon gespannt. Wie läuft das Songwriting bei Corporate Pain ab? Bringt jeder etwas ein oder gibt es einen Hauptsongwriter? Also im Grunde bringen sich alle mit ein, wobei es eigentlich immer mit irgendeinem Riff von mir oder Axel anfängt... Meistens spielen wir während der Probe ein paar Riffs und wenn was gut ist, wird der Rest des Songs drum herum aufgebaut. Oder wir spielen zu Hause einfach drauf los und nehmen alles auf. Was dann passt wird zusammengefügt und ausgearbeitet. "Death in Mind" zum Beispiel hab ich fast komplett zu Hause geschrieben und wir haben es in der letzten Probe vor unserem Studioaufenthalt das erste mal gespielt :D Kurz bevor wir Schluss machen wollten hab ich gesagt: "Moment, ich hab da noch was!" und eine Woche später haben wir das Lied im Studio eingezimmert! Ich finde auf dem Zabbaduschder habt Ihr einen tollen Gig abgeliefert, allerdings war das, aus meiner Sicht, zu früh am Tage und ich hätte euch gerne im späteren Verlauf des Tages gesehen. Wie gelingt es euch als Band solch eine immense Energie von der Bühne zu übertragen, dennoch aber recht locker ohne große Anstrengung aufzutrumpfen? Ich bin von jeher der Meinung gewesen, dass das Publikum abgeht, wenn die Musiker abgehen. Wir sind bei unserem Auftritt permanent irgendwie in Bewegung gewesen, ob jetzt Axel und Moritz Headbangen ohne Ende, oder ich in den Parts, bei denen ich nicht singe, von links nach rechts renne, macht eigentlich kaum einen großen Unterschied. Aber je mehr sich die Musiker bewegen, desto eher gehen die Leute vor der Bühne mit - und das versuchen wir so gut wie möglich umzusetzen. Wenn man den Resonanzen glauben darf, haben wir das wohl auch gut hinbekommen (Anm. d. Redaktion: Den Resonanzen kann man auf jeden Fall glauben :D). Was auch immer gut ankommt, ist wenn die Gitarristen bzw. der Bassist die Texte mitsingen (wie es Axel eigentlich den kompletten Auftritt über gemacht hat), denn das zeigt den Leuten, dass nicht nur der SŠnger von den Texten und der Musik überzeugt ist und macht die Band auch viel authentischer. Wie man sehen kann, sind mit Dir in der Band verschiedene Alterklassen vertreten. Wie habt Ihr zueinander gefunden und inwiefern wirkt sich der Altersunterschied auf die musikalischen Einflüsse aus und die Musik selbst aus (wenn überhaupt)? Vor 2 Jahren hat Marco mit Moritz zusammen in einer Band namens "Maniac Exit" gespielt, bis deren Gitarrist sich abgesetzt hat. Auf der Suche nach einem neuen Gitarristen hat sich Moritz dann an mich gewandt, weil er mich vom Wohnzimmer (eine ehemalige Metal-Kneipe in Schorndorf) her kannte und auch wusste, dass ich Gitarre spielen kann. Ich hab natürlich sofort zugesagt, mir innerhalb einer Woche die drei Lieder von Maniac Exit draufgepackt und bin dann mit zur Probe gegangen. Nach ein paar Minuten hatten wir die Lieder durch und uns war langweilig, also haben wir sofort angefangen neue Sachen zu probieren, wobei dann in dieser ersten Probe bereits das Grundgerüst von Life? entstanden ist. Eine Woche später hab ich dann Axel mit in die Probe geschleppt und Corporate Pain war geboren. Wir waren noch auf der Suche nach einem Sänger, aber nach 3 Monaten etwa hab ich einfach mal rumgebrüllt. Marco und der Rest war mehr als begeistert und die Suche war beendet :D Wirkliche Unterschiede in den Einfüssen kann man bei uns kaum ausmachen. Man kann sagen, dass von Moritz Old-School-Thrash-Einflüsse kommen und von Marco eher der Death Metal. Axel und Ich sind in unseren Geschmäckern recht ähnlich, wir ziehen uns eigentlich alles von Thrash über Death bis zu Metalcore rein. Die Ideen zu den langsamen Grooveparts am Ende von Life? und Failed kommen zum Beispiel von Axel und mir, während der Doublebase-Teil von genanntem Lied Failed, um nur ein Beispiel zu nennen, auf Marcos Kappe geht. Spielen die Leute von Corporate Pain auch noch in anderen Bands? Wenn ja, in welche Musikrichtung gehen diese? Im Moment sind wir alle nur auf Corporate Pain fixiert, und spielen auch in keiner weiteren Band. Axel und ich haben in der Vergangenheit in einer Band namens "Forgotten Militia" gespielt, die anfangs alte Metallica und Judas Priest Songs gecovert hat, und später bei den eigen geschriebenen Songs leichte Ähnlichkeiten zum jetzigen Corporate Pain Stil hatten. Marco und Moritz spielten wie bereits erwähnt bei Maniac Exit, einer recht rotzigen Metal Band. Was wollt Ihr mit der Band noch alles erreichen? Habt ihr euch den ein oder anderen Traum schon erfüllen können? Ein Traum war natürlich, dass wir auf dem Zabbaduschder Open Air spielen durften. Das war unser zweiter offizieller Auftritt und Dismember waren Headliner :D. Wie jeder andere fanatische Metalhead fand ich es total geil auch auf größeren Festivals zu spielen (Wacken, Wff, Summer Breeze). Ansonsten schauen wir mal, was geht, und was da noch so kommt. Und zu guter letzt: Die berühmten letzten Worte! Was möchtest Du unseren Lesern noch mitteilen? Ok, was mir vielleicht spontan am Herzen liegt. In vielen Reviews wurde speziell unser old-schooliger Einfluss hervorgehoben, was uns natürlich sehr ehrt. Das heißt allerdings nicht, dass sich neben ehem. Größen wie Morgoth, Protector, Sacred Reich etc... nicht auch aktuelle Metalcore-Helden wie Heaven Shall Burn, Cataract etc... in unseren CD-Playern finden lassen. Genau das macht den Metal doch aus - und das eine schließt das andere nicht aus! Vielen Dank für das Interview von mir und dem Rest vom Sleeplesszine. Wir werden uns wieder sehen und lesen :-)
Interview wurde geführt von Styx |
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