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Dark Soul – Dethroned Mankind
Wind. Das Intro wird doch kein „Filler“ sein? Der Gedanke verwirft sich sogleich wieder, die Instrumente werden alle mit eingebracht, ein melodisches, langsames Einleitungsstück erreicht den Gehörgang, welches einen guten Ersteindruck hinterlässt, ist doch die Aufnahmequalität einwandfrei – der häufig bei „schwärzeren“ Produktionen vernachlässigte Bass ist ebenfalls klar zu hören. Aber richtig „extrem“ klang das nun noch nicht. Aber schwärzer wird es schon ab den ersten Sekunden des Titelstücks, „Dethroned Mankind“. Melodischer, aber rauh anmutender Black Metal angereichert mit Blast-Beats und rhythmischen Passagen wird geboten - und dass ohne das auf einen Low-Budget-Sound zurückgegriffen wurde. Irgendwie erinnert mich die hier dargebotene Melodie stark an „Winter“ von Menhir. Klanglich wird ein ähnlicher Kurs beibehalten, wie man auch beim darauf folgenden „Darkest Rapture“ bemerken wird – hier weiß am Ende das leider viel zu kurze Pianospiel auf- und zu gefallen. „Deathmarch“ wartet dann mit etwas mehr Geknüppel als die ersten drei Stücke auf, erinnert vom Gemeinklang trotzdem an die Vorgänger. Ebenfalls rauh/schreiend ist die Stimmarbeit in diesem Stück, genau wie bei den vorigen Titeln. Allgemein auffällig für dieses Album ist, dass hier wirklich regelmäßig (kleine) Soli in die Kompositionen eingebaut wurden, was häufig im schwarzmetallischen Bereich keine Verwendung findet. Da hinzukommend jedes Stück eigene Melodien im Schlepptau hat ist trotz der klanglichen Ähnlichkeiten für Abwechslung gesorgt – allerdings sollte ich anmerken das die Melodie von „Onwards To Hell“ leider sehr stark an die von „Dethroned Mankind“ angelehnt scheint. Die Band schreibt auf ihrer Myspace-Seite: „DarkSoul vereinen eingängige Melodien , prägnante Soli und groovende Doublebassparts aber auch die Stil typischen Blastbeats und brutalstes Gitarrengeschrumme kommen nicht zu kurz.“ Nachdem ich nun das ganze Album mehrmalig durchgehört habe kann ich nur zustimmen. Diese Beschreibung trifft den Stil der Mannen genau. Fazit: Das Album kann was, der Titeltrack hat sogar etwas Ohrwurmcharakter. Alles in allem hat man ein paar wirklich gute Stücke auf dieser „Kompaktscheibe“. Wer nicht unbedingt den rauhesten Klang bevorzugt und sein Düstermetall gerne mit melodischen Nuancen durchwirkt mag, sollte auf der Myspace-Seite reinhören, worüber man sich auch das Album direkt von der Band bestellen kann. Mit einer Spieldauer von ungefähr 47 Minuten hat man dann auch eine gute Länge für ein Erstlingswerk auf der Hand. Mir persönlich gefällt, dass wie bei einigen unserer bisherigen Rezensionen, auch dieses Album in Eigenregie aufgenommen wurde und wieder einmal gezeigt wird, das Eigenproduktionen wahrlich mit größeren, kommerziellen Veröffentlichungen mithalten können. Tracklist: 01 The End Of Human Era – 01:55 Gesamtwertung: 7.5 von 10 Punkten (gut) Marius Links zum Thema: |
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