Dawn of the damned Festival
29.03.08 – Altes E-Werk Neckargemünd
mit Agoraphobia, The Prophecy 23, Pulse of decay, Skepsis, Subtrash

Bei dem Festivalnamen musst ich immer an den alten Zombischinken “Dawn of the dead” denken. Aber keine Angst. Im alten E-Werk in Neckargemünd wurde keine wurde keine blutrünstige Splattershow abgeliefert. Aber zur Sache ging es dennoch ordentlich. Nach dem wir nach herumirren in Neckargemünd dann doch endlich am E-Werk angekommen sind, mussten wir feststellen, das wir mal wieder viel zu früh da waren. Also hieß es erst mal Zeit totschlagen, ehe sich die Location füllte und es auch endlich losging.

SUBTRASH aus Wiesloch hatten die Ehre das Festival zu eröffnen. Als Ersatz für TRASHMENT, die wenige Tage zuvor absagten, legte die Truppe um Basser und Frontgrunzer Sethos gleich mit „Prepare for impact“ los – und das ganz schön ordentlich. Vor allem mit Songs des aktuellen Albums „Apocalyptic Weekend“ föhnte die Truppe den Anwesenden eine gehörige Portion Kettensägenterrormetal entgegen. Die Meute vor der Bühne war zwar noch etwas verhalten, aber dennoch wirbelten schon die ersten Haare durch die Luft und passend zu den groovenden Stampfer der Band, die an Six Feet Under und Cannibal Corpse erinnern. Mal ordentlich Knüppel aus dem Sack, mal schön groovig und zum Bangen einladend und dann immer wieder mit metaluntypischen Einlagen angereichert, die einem zum Schmunzeln bringen. Das ist die Mucke von SUBTRASH. Wer sie aber live noch immer nicht gesehen haben sollte, sollte sich bei nächster Gelegenheit die Band antun, den Songs wie „4 – Mosh“, „Chainsaw Freestyle“ oder „Apocalyptic Weekend“, der an diesem Abend den Schlusspunkt setzte, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Setliste SUBTRASH

Prepare for impact
Remote controlled by the devil
I can’t take it anymore
Breaking the Queue
I hate your live
Drop the bomb
4 – mosh
Eleven
The ultimate bombshell
Chainsaw Freestyle
Rise of the fools
Apocalyptic Weekend

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, nämlich am 24.03.07 spielte die nun folgende Band ihren ersten Gig. SKEPSIS durfte nun das nächste Death Metal Brett abliefern. Diesmal bekamen wir allerdings die schwedische Schule um die Ohren gehauen. Dass es die Truppe noch nicht sonderlich lange gibt, merkte man dem Quintett in keinster Weise an. Eingängige Riffs gepaart mit ordentlicher Härte und typisch schwedischer Melodien brachten hier einige Metalheads zum Bangen und abfeiern. „Poison Theatre“ oder der Monster Moshhit „At last the killer“, bei dem einige mitgrölten, waren nur ein paar der Kracher, die die Truppe spielte.

Setliste SKEPSIS

Intro
Breaking the Barrier
Sign of chaos
Poison theatre
Annihilation
At last the killer
Serpent of death
Breeding pestilence

Die goldene Mitte übernahm nun PULSE OF DECAY. War die Truppe aus Sinsheim selbst Veranstalter des Dawn of the damned Festivals durfte sie nun dem Publikum ihren Doom Thrash Metal näher bringen. Doom ist für gewöhnlich etwas langsam und schleppend und das mag wohl auch der Grund gewesen sein, weshalb zu Beginn des Auftritts die Reihen vor der Bühne eher spärlich gefüllt waren. Aber je länger der Gig dauerte und je mehr die Meute die abwechslungsreichen Songs vernahm desto mehr füllte es sich wieder. Zwischen langsamen doomigen und flotten thrashigen Passagen hin und her wechselnd konnte die Truppe um Frontmann Lars mehr als überzeugen. Da wird es langsam Zeit, dass die Truppe ihr Demo fertig aufnimmt und man deren Musik auch daheim sich um die Ohren pfeifen kann.

Setliste PULSE OF DECAY

Gimme future or gimme death
Revenge
Beneath the …
Rush your god
Promised Land
Burn it down
Black’n’dead
Eternal War

Im Thrash Metal Bereich hat sich THE PROPHECY 23 aus einer Coverband mittlerweile zu einer Band entwickelt, die man in der regionalen Musikszene fast nicht mehr wegzudenken ist. Nach einem Besetzungswechsel vor anderthalb Jahren hat die Truppe auch ihren Stil etwas geändert und mittlerweile auch eine neue EP aufgenommen. Das Dawn of the damned Festival nutzte die Truppe kurzerhand als Releaseparty für ihre neue Scheibe „Immortal Attitude“ und spielte sämtliche Songs der EP. Neben Songs des Debütalbums „No Future For The Dead“ wurde auch ein neuer Song „Thrash B.C.“ dem Publikum vorgeführt. Im direkten Vergleich zwischen den alten und den neuen Stücken merkte man doch deutlich den Stilwechsel und vor allem, dass die neueren Stücke viel mehr Livepower besitzen, was man letztendlich auch am Publikum merkte, das zu Songs wie „Immortal Attitude“ oder „Surf Nazis must die“ kräftig am moshen und bangen war.

Setliste THE PROPHECY 23

Mind your own
Burning Yourself
Struggle to survive
Human Decay
Modification
Thrash B.C.
Surf Nazis Must Die
Immortal Attitude

Schon bei den Bands zuvor machten sich technische Probleme bei der Backline bemerkbar. Headliner des Abends, AGORAPHOBIA, erwischte es diesbezüglich wohl am meisten. Die Monitorboxen streikten des öfteren, was für die zwei Sänger Maik und Splatter nicht gerade hilfreich war. Mit „In Flames“ eröffnete die Truppe ihren Gig mit einem neuen Song. Da das Stück den meisten Metalheads noch gänzlich unbekannt war und der Sound zu Beginn ihres Auftrittes mehr als besch....eiden war, dauerte es ungewöhnlich lange, bis die Meute vor der Bühne auftaute. Erst nach dem zweiten Song „With a smile“ wurde alles besser. Aus den Boxen kam kein Soundbrei mehr und die Fans gingen nun auch ordentlich ab. Zu „Unbreakable“, „666“ oder dem Machine Head Cover „Davidian“ wurde ordentlich abgegangen und einige ließen sich es sich auch nicht nehmen, von der Bühne in den Pit zu springen. Zum Abschluss des Gigs bekam man von AGORAPHOBIA ein besonderes Schmankerl um die Ohren gehauen. „Amont the living“ von ANTHRAX war das Sahnehäubchen eines zum Schluss immer stärker werdenden Auftritts, der Wieslocher Truppe.

Setliste AGORAPHOBIA

In Flames
With a smile
Fed up
The end of silence
Raise a fist
Davidian
Unbreakable
The Bait
666
Misanthropist
Sometimes
Sick
Among the living

Trotz der technischen Probleme, meisterten die Bands ihre Auftritte allesamt sehr gut und lassen das Dawn of the damned Festival nicht so schnell vergessen, zumal man ein so starkes Billing ausschließlich bestehend aus regionalen Bands nicht alle Tage geliefert bekommt.

Oimel

SUBTRASH

 

 

SKEPSIS

 

 

PULSE OF DECAY

 

 

THE PROPHECY 23

 

 

AGORAPHOBIA