|
Interview mit Dawn Of The Damned Festivalveranstaltern Das Dawn Of The Damned Festival geht am 01. Mai diesen Jahres in seine bereits dritte Runde. In der regionalen Festivallandschaft mausert sich das Festival allmählich zu einer festen Größe. Wir sprachen mit den Veranstaltern über das Festival und das ganze drum herum.
Was hat euch dazu bewegt ein solches Festival zu veranstalten? Wir haben schon vor dem ersten Dawn of the Damned Parties und Konzerte organisiert bzw. andere bei der Organisation und Durchführung von Parties und Konzerten unterstützt. Das war aber leider immer nur sehr unregelmäßig und deshalb reifte langsam die Idee, die Erfahrungen, die wir durch das Wohnzimmeropenair, die Metal Madness und die Distruction-Reihe gesammelt hatten, in einer eigenen Veranstaltung umzusetzen. Das Ergebnis war das DOTD.
Wir hatten die Idee unsere Veranstaltung unter einem bestimmten Thema laufenzulassen, so ähnlich wie wir es schon beim WohnzimmerOpenair gemacht hatten. Also haben wir unsere Köpfe zusammengesteckt und sind sehr schnell bei einer Horror/Grusel/B-Movie-Thematik gelandet. Der Name selbst sollte ursprünglich ein Songtitel von Pulse [Gemeint ist die Band Pulse Of Decay Anmerkung der Redaktion] werden, aber er passte wie die Faust aufs Auge, also haben wir ihn für's Festival verwendet. Das Festival findet auch dieses Jahr wieder im alten E-Werk in Neckargemünd statt. Was hat euch dazu bewegt, das Festival dort zu veranstalten? Die Gegend ist doch metalmäßiges Niemandsland oder irre ich mich hierbei? Mit Pulse sind wir dorthin auf einen Gig eingeladen worden. Die Veranstaltung hieß Metal Night. Schon an diesem Abend ist uns der besondere Flair der Location und der Umgebung aufgefallen und wir haben uns überlegt dort mal was zu machen. Mit dem Betreiber gab's auch keine Probleme, also haben wir, als wir die Qual der Wahl des Veranstaltungsort hatten, uns mit ihm getroffen, ihm erklärt was wir vorhaben und sind freundlich aufgenommen worden. Seitdem sind wir in NGM [Neckargemünd] und haben es keine Minute bereut.
Wie waren die ersten beiden Ausgaben des Festival für euch? Erfolg oder Miserfolg? Die Festivals waren immer ein sehr spaßige Sache. Wir sind jedes Jahr wieder vollmotiviert eine Neuauflage des DOTD auf die Beine zu stellen. Also alles in allem ein voller Erfolg ;) Wie sind die Festivals über die Bühne gegangen? Hattet ihr viele Probleme, sei es mit Technik oder vllt auch mit Besuchern, die sich recht arg daneben benommen haben? Bis jetzt waren es nur kleine Steine die uns im Weg lagen, diese waren aber schnell zur Seite geschafft.
Die Planungsdauer ist sehr unterschiedlich, je nachdem wieviel Zeit wir neben Arbeit, Studium, Schule, etc. haben, aber meistens sind es so zwischen zwei und vier Monaten im Voraus. Für die Durchführung selbst meistens zwei Tage. Den Tag vor- und während der Veranstaltung, alles danach ist Aftershowparty :) Wie läuft das bei euch mit der Bandauswahl ab? Auf was achtet ihr hierbei? Wir setzen uns zusammen, jeder macht sich Gedanken, wir werfen ein paar Bands „in den Topf“ und danach wird abgestimmt. Ansonsten achten wir darauf, daß die musikalische Mischung passt und das Billing abwechslungsreich bleibt. Wer steckt denn alles hinter dem Festival? Hinter dem DAWN steht eine Gruppe von Leuten, die ständig über die Jahre gewachsen ist. Dieses Jahr sind mit dabei: Till von Six of Six, Mister Daniel Strobel und die Jungs von Pulse of Decay. Und nicht zu vergessen ein Menge von helfenden Freunde,die uns bei der Durchführung unterstützen! DANKE LEUTE ohne euch wäre das DAWN nicht das was es ist!!!
Jeder von uns hat sein Aufgabenbereich bzw. „Spezial“gebiet, in dem er selbstständig arbeitet. Wir treffen uns regelmäßig, um uns auf den neusten Stand zu bringen und alles zu koordinieren. Was war euer persönliches Dawn Of The Damned Highlight? Till: Beim ersten Dawn mit einem 3 meter hohen, weissen, rot beschmierten und stacheldrahtumwickelten Holzkreuz durch Neckargemünd zu fahren. Strobel: Als absolute Lichttechnik-Jungfrau den ganzen Abend Farben gebastelt zu haben und später von völlig fremden Leuten gelobt worden zu sein. Lars: Als ich mich, 2009, mit einer Flasche Ficken auf der Bühne fast ertränkt hätte :) Mojo: Da schließ ich mich ganz dem Till an. Hamdi: Alles Inges: Alles Herni: Die GangBang-Backstageparties jedes Jahr
Klar wir sind zwar beschäftigt, aber wir nehmen uns zwischendurch auch Zeit, die ein oder andere Band anzuschauen und das Festival zu geniessen. Dieses Jahr sollte das Festival ursprünglich am 27.03. stattfinden. Aber als ihr davon Wind bekamt, dass da bereits das Last Winternight Festival stattfindet, seid ihr auf den 1. Mai ausgewichen. Zu erst mal einen fetten Respekt hierfür. Aber wie denkt ihr darüber, wenn Festivals an gleichen Tagen stattfinden und sich so die potentiellen Besucher wegnehmen und die Veranstalter sich eben nicht die Mühe machen, um Terminüberschneidungen zu verhinden? Prinzipiell finden wir das alles andere als cool, manchmal lässt sich das aber leider, durch schlechte Terminabsprachen oder mangelnde freie Tage der Location, nicht vermeiden. Wenn natürlich die Möglichkeit besteht sich nicht gegenseitig das Wasser abzugraben, dann sollte man die Möglichkeit nutzen und einen anderen Termin wählen. Wo ein Wille ist, ist meistens auch ein Weg! Gibt es denn eine oder mehrere Wunschbands, die ihr gerne mal auf dem Dawn Of The Damned Festival spielen lassen würdet? Rob Zombie, Black 'Fuckin' Sabbath, Down, Kreator, Crowbar, Cephalic Carnage, Bastard Sun
Vorerst soll das Dawn so bleiben wie es ist, aber mal sehen was die Zukunft bringt. Wir bedanken uns für das Interview. Die letzten Worte gehören traditionsgemäß nun euch. Come to us, sell your soul and join the ever growing army of the undead! Oimel www.myspace.com/dawnofthedamned (© Pics by Dawn Of The Damned) |
|||