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DESASTER
In guter alter Manier wird das Album mit einem Richtig geilen Intro eröffnet. Wer die Augen schließt und sich vorstellt 700 Jahre zurück auf einer Burg zu stehen, vom Wind umweht, in der Ferne die Heerscharen der Feinde mit ihren Schwertern und Pferden... na ja ich schweife ab! Schnell wird man mit dem Titelsong aus dem Träumen gerissen. Sataniac röhrt bereits hier bestialisch ins Mikro und gibt damit die Marschrichtung für die nächste dreiviertel Stunde an. Allgemein haut die Aufnahme ziemlich fett rein. Gesang und auch Tormentors sodomized drum-chaos & double cannonfire kommen besser rüber als beim Vorgängerscheibchen. Der Refrain hat Mitgröhlpotential. Mit „Angel Extermination“ ist ein technisch raffiniertes Liedchen gelungen, das durch Ryhtmuswechsel, und Solos nur so strotzt. Wer jetzt noch behauptet, das Desaster nicht aller beste Feinmotoriker sind wird hier Lügen gestraft. „Razor Ritual“ erinnert mich an die ersten Desasterscheiben. Der Gesang ist ziemlich unterlegt (was bei dem Tier am Mikro eigentlich nicht nötig ist). „Hellbangers“ ist dem Fanclub der Desasterhorde gewidmet. Ein Nackenbrecher aller erster Güte, auch wenn er vermutlich nicht den Stand wie „Metalized Blood“ erhalten wird. „Fate Forever Flesh“ ist ein ehr schwächerer Song der bis zum Mittelteil eher dahin plätschert. Gegen Ende darf man die Nackenmuskulatur dann doch noch mal ein wenig anstrengen. Sataniac`s Kotzgesang ist bei diesem Lied etwas zu dominant. Das tut dem gesamten Album jedoch keinen Abbruch, denn bei „Vile we Dwell“ werden die Freunde der schnelleren Takte voll befriedigt. Eines der Highlights unter den ohnehin durchgehend geilen Silberling. Der typischste Desastersound gibt’s dann bei „“Tyrannizer“. Ich sag mal back to the roots. Ein wenig Kreator, ne Prise Destruction und ne gute Portion Blackmetal der frühen Neunziger. Dazu ne mittelalterliche Atmosphäre. Bei diesem Übersong trällern übrigens auch A.A. Nemtheanga (PRIMORDIAL) und Sir Proscriptor McGovern (ABSU) als Guestvocalists. Ein weiterer flotter Nackenbrecher ist „Venomous Stench“ mit zweieinhalb Minuten kommt man bei dem Takt recht schnell zum Ende. Länger sollten solche Speedmetalgeschichten aber eh nicht gehen da Schleudertrauma und Gleichgewichtsverlust nur die kleineren Nebenwirkungen sind. Der letzte Song rundet sowohl musikalisch als auch textlich den Kreis der durchgängig heftigen Scheibe ab. Wer danach noch nicht genug hat kann sich über PC das Livevideo vom Rock X-mas Festival in Naila 2006 reinziehen. Es lohnt sich und Sataniac röhrt noch unmenschlicher als er es auf der Scheibe tut (aber Desaster ist m. E. sowieso ne Liveband). Übrigens ist das düstere Coverbild das beste bislang. Natürlich kommt es als Vinyl-LP noch besser zu Geltung. Fazit: Die sechste Scheibe ist wieder ein geiles Album mit vielen Steigerungen, aber gleichzeitig Treue zu den eigenen Traditionen. Das Erfolgsrezept von Desaster eben: NO TRENDS – PURE METAL!!! 9 von 10 Angel§layer |
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