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Desert Rain Festival 13.10.06 - Jugendhaus in Heddesheim
Ein besseres Datum konnten sich die Jungs von DESERT RAIN nicht aussuchen. An einem Freitag, den 13. lud die Power Metal Truppe zu ihrem zweiten Desert Rain Festival nach Heddesheim.
Den Anfang des Festivals machten SUBTRASH, eine Newcomer Death Metalkapelle aus Wiesloch. Mit ihrem ersten Demo „Alarm“ in der Tasche hatten sie den Weg nach Heddesheim gefunden, um dort für die nachfolgenden Bands ordentlich einzuheizen. Aber leider gabs um kurz nach 19 Uhr noch nicht soviel Publikum zum einheizen. So tummelten sich ungefähr 40 – 50 Leuts vor der Bühne. An der Musik, die das Trio bot, konnte es definitiv nicht liegen. Death Metal mit verdammt viel Groove, der mich stellenweise an VADER erinnerte, wurde auf die Meute losgelassen. Aber mehr als ein paar leicht wippende Köpfe war leider nicht drin, obwohl die Riffs zum Bangen einluden.
Das Publikum hielt sich auch bei der nachfolgenden Band noch stark zurück. Mit ABOUT FACE kam eine Punkrock Band, die ihr Handwerk gut verstand. Die Jungs taten sich zu Beginn etwas schwer das Publikum, das fast ausschließlich aus Metallern bestand, auf ihre Seite zu ziehen. Zwar folgte die Meute, der Aufforderung des Frontmanns, doch näher zur Bühne zu kommen, mehr war aber noch nicht drin. Der Funken sprang erst über, als ein Unbekannter mit einem Schild durch das Publikum stolzierte, auf dem stand „Pogen erlaubt!“. So folgte ein Großteil der Fans dem Hinweis und der Stimmungspegel stieg. So kam dann auch bei der Band immer mehr Spielfreude auf.
 Nun kam eine weitere Newcomer Band auf die Bühne. Wobei Newcomer eigentlich das komplett falsche Wort ist, wenn man bedenkt, welche Namen im aktuellen Line up von R:I:P (RAW INTENSE POWER) auftauchen. So tummeln sich unter anderem Musiker von MAJESTY und MIDNATTSOL in der Band. Entsprechend professionell bestritten die Fünf auch ihren Gig und so fiel keinem auf, dass R:I:P an diesem Abend ihren ersten richtigen Gig hatten. Von Anfang an konnten sie mit ihrem „German Premium Metal“, der neben Thrash, ner Brise Death auch etwas Metalcore beinhaltet, dem Publikum mehr als heftig einheizen. Kein Wunder bei der Heavieness. Zu Songs wie „Blink of an eye“ oder „From the remains“ konnte die Band den ersten richtigen Moshpit des Abends für sich verbuchen. Auch wurde vor der Bühne die Nackenmuskeln mächtig strapaziert. Da erledigt sich dann wohl auch die Frage, wieso sich die Fans bei den zwei Vorgängerbands zurückhielten. Bei R:I:P stach besonders  Fr o nt m a n n Fabz heraus. Da er, anders als in seiner Zweitband RESPAWN INC., keine Klampfe bedient, konnte er sich komplett auf den Gesang und auch die Performance konzentrieren, was man auch mehr als deutlich gemerkt hat. Als Finale holte man sich noch Verstärkung auf die Bühne. Mit Christina von der Rockband RUDE wurde der Song „The cold place“ im Duett zelebriert, der trotz zusätzlichem weiblichem Gesang in keinster Weise den Bangfaktor vermissen lies. Dieser Song wird, wie einige andere auch, die an diesem Abend gespielt wurden, übrigens auf der neuen Scheibe sein, die gerade in der Mache ist.
 Nach dem fulminanten Auftritt von R:I:P kamen nun die Veranstalter DESERT RAIN Persönlich auf die Bühne. Im Gepäck hatten sie ihren brandneuen Silberling „Affinity“, der an diesem Abend auch einige male den Besitzer wechseln durfte. DESERT RAIN konnte die Stimmung zunächst nicht ganz halten. Zwar tummelten sich unter den mittlerweile schätzungsweise 150 Fans sehr viele DESERT RAIN Begeisterte, es dauerte aber dennoch so fünf bis sechs Songs bis es ähnlich Heiß her ging wie beim Auftritt von R:I:P. Dank der vielen textsicheren Fans, reckte Frontmann Stephan des öfteren sein Mikro ins Publikum und lies einfach die Leuts vor der Bühne singen. Neben Songs der neuen EP wie „Sold down the river“ gabs auch etliche Songs früherer Tage. Nach unendlichen „Ausziehen“ Rufen aus dem Publikum gab sich Frontmann Stephan letztendlich geschlagen und legte für die Meute noch eine kleine Stripshow hin und reckte den Fans seinen Bierbauch entgegen. Seine Mitstreiter zierten sich aber zu sehr und folgten seinem Beispiel nicht. Gegen Ende ihres Gigs holten auch DESERT RAIN zu dem Song „Out of my head“ noch Verstärkung auf die Bühne. Allerdings nix weibliches sondern den Frontmann Fabz von R:I:P. Auch hier gab es wieder „Ausziehen“ Rufe, aber auf die Aufforderung von Fabz, dass sich doch die Fans ausziehen sollten, verstummten die Rufe ganz schnell. Nach dem eigentlichen Ende des Sets wurde die Band von ihren Fans noch zu zwei Zugaben mehr oder weniger gezwungen. Als Highlight und Schlusspunkt des Abends gab es den Song „Watching over me“ von ICED EARTH.
Negativen Schlusspunkt war eine kleine Klopperei, die von irgendwelchen Spasten von der nahegelegenen Kerwe angezettelt wurde. Hierbei wurden ein paar Metalfans angegriffen. Aber nichtsdestotrotz war das Festival eine richtige Augen- oder bessergesagt Ohrenweide für die Fans. Da sind wir schon mal auf das nächste Desert Rain Festival gespannt .
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