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ENTERA
Da ihr in unseren Gefilden noch weitgehend unbekannt seid, stellt euch doch erst einmal vor. Wer seid ihr? Wo kommt ihr her? Carsten: Wir sind Entera, eine Thrash Metal Band aus Nürnberg. Uns gibts seit 1990 und wir haben bisher eine single und drei CD..s gemacht. Jürgen: Wir sind eine Thrash Metal Band aus Nürnberg, bestehend aus Carsten (Bass), Marc (Drums) und meiner Wenigkeit (Gitarre). Carsten kommt ursprünglich aus dem Saarland und ihn hat es von dort nach Nürnberg verschlagen. Marc kommt aus Nürnberg und ich komme aus Erlangen. Der Bandname Entera, hat er eine Bedeutung? Wieso ausgerechnet "Entera"? Carsten: Der Begriff stammt aus dem lateinischen und ist ein medizinischer Begriff. Jürgen kennt die Bedeutung. Ich habe damals einen Namen gesucht, den noch keine andere Band benutzt. Irgendwann morgens um fünf sind wir aus der Kneipe rausgeflogen und waren dann noch bei einem Kumpel zu Hause. Aus langeweile habe ich dann das medizinbuch von seiner Mutter durchgeblättert und habe den Namen gefunden. Der Name hatten wir schon, da war die Band noch nicht mal komplett. Das muss irgendwann 1989 gewesen sein. Jürgen: Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „aus dem inneren“ oder „Innereien“. Euch gibt es mittlerweile fast 20 Jahre. Da gibt's doch sicherlich etliches zu berichten an Höhen und Tiefen in der Band oder? Carsten: Die Tiefen der Bandgeschichte waren für mich der Tod der beiden Gitarristen Jürgen und Holger. Es ist natürlich schade, wenn Musiker die lange dabei waren aussteigen, aber das ist natürlich nicht so schlimm wie der Tod eines Musikers. Wie hat sich die Band bzw. die Musik in den zwei Dekaten entwickelt? Carsten: Als wir angefangen haben, hatten wir noch starke Death Metal und Doom Einflüße, die wurden aber mit der Zeit immer weniger. Am meisten hört man das noch auf der "Crossing" Single. Das Grundgerüst war aber schon immer Thrash Metal, es ändert sich halt immer ein wenig, wenn sich die Besetzung ändert. Die neuen Musiker bringen eigene Ideen mit, was ich auch gut finde. Den Fans wird es dadurch auch nicht langweilig. Ich habe mit Jürgen schon den ersten neuen Song für die nächste CD geschrieben und ich denke, sie wird einen Tick härter ausfallen als die Letzte.
Carsten: Feiern werden wir bestimmt. Leider werden wir es wahrscheinlich nicht schaffen bis dahin eine CD zu machen, aber ein Konzert wäre ja auch nicht schlecht. Wir lassen uns noch was einfallen. Jürgen: Ich denke, dass wir das auf alle Fälle gebührend feiern werden. Es gibt sicherlich nicht viele Bands die solange Bestehen... Ob wir bis dahin schon eine neue CD veröffentlicht haben kann ich noch nicht sagen, da wir momentan noch einen Drummer suchen und wir die ganzen Songs erst noch richtig einstudieren müssen. Ursprünglich war die Band in Saarländischen Gefilden beheimatet. Heute seid ihr in Franken zu Hause. Wie kams dazu? Carsten: Ich bin 2003 vom Saarland nach Franken gezogen. In erster Linie waren es berufliche Gründe. Die Musik hat auch ein wenig dazu beigetragen. Ich habe mir zusammen mit meiner Freundin mehrere Städte angesehen und Nürnberg hat uns am besten gefallen. Wie würdet ihr die Metalszene in Nürnberg und Umgebung beschreiben? Viel los oder eher weniger? Carsten: In Nürnberg gibt es schon recht viele Möglichkeiten um Live Auftritte zu machen. Wir veranstalten u.a. auch das Thrash Attack Festival in Nürnberg. Im Oktober findet bereits der achte Teil statt. Es gibt auch jede Menge Kneipen die Rock und Metal spielen und wir haben eine Rockfabrik. Jürgen: Ich würde sagen, dass gerade hier im Nürnberger Raum ziemlich viel geboten wird und es auch einige gute Metalbands gibt, die man sich unbedingt anschauen sollte. Und wie schauts im Vergleich dazu im Saarland aus? Carsten: Im Saarland gibts da eher weniger. Als ich 2003 weggezogen bin, gabs im Umkreis von 50Km nur eine Kneipe in der Metal gespielt wurde. Wie das heute ist, kann ich nicht sagen. Ich hatte bei Entera auch nicht immer Musiker die Thrash Metal hörten. Es war sehr schwer Musiker zu finden. Wobei man aber auch sagen muss, dass ich in einer Stadt gewohnt habe, die ca 25000 Einwohner hatte. In Nürnberg sind es, wenn man Fürth und Erlangen mitrechnet ca 1 Million. Da ist die Auswahl an Musiker natürlich wesentlich größer, da einfach mehr Menschen in der näheren Umgebung wohnen. Wie läuft bei euch das Songwriting ab? Bringt sich jeder irgendwo ein oder macht einer alles? Carsten: Wir treffen uns im Proberaum und schreiben die Songs gemeinsam. Wenn ein Riff einem Musiker nicht gefällt, dann fliegt es raus. Da ist es auch egal wer es geschrieben hat. Bei der letzten CD habe ich einiges geschrieben, dass lag aber daran, dass wir zu der Zeit nur einen Aushilfsgitarristen hatten. Jürgen: Ja, hier bringt sich jeder ein. Wer eine Idee hat spielt sie vor und dann schauen wir, ob sich daraus etwas entwickeln lässt. Und wie schauts bei den Songtexten aus? Carsten: Die Songtexte schreibe ich alleine. Ich habe schon alle Texte für die nächste CD zusammen. Das Schreiben fällt mir leicht und ich habe auch noch jede Menge Ideen. Jürgen: Die schreibt hauptsächlich Carsten. Die meisten Texte sind sozialkritisch, wir haben aber auch „übliche“ Metaltexte wie „Sanguis Humanus“. Da geht’s um einen Drachen, der aus Rache eine Stadt niederbrennt. Es gibt aber auch lustige Texte über Haarausfall. Welche Bands würdet ihr denn als Haupteinflüße für eure Musik bezeichnen? Carsten: Für mich würde ich sagen Annihilator, Slayer, Testament, Death und vielleicht noch ein wenig Venom. Vor allem der Sound der letzten Venom Platte (Hell) gefällt mir sehr gut. Wir legen sehr viel Wert darauf, dass die Leute uns schon am Sound erkennen. So einen Allerweltssound wie er momentan üblich ist, wollen wir nicht. Jürgen: Da gibt's einige, z.B. Annihilator, Slayer, Death um ein paar zu nennen. Letztes Jahr kam euer erst viertes Werk "Daily Terror" heraus. Wie waren denn die Resonanzen für diese Scheibe? Carsten: Bis auf wenige Ausnahmen waren die Resonanzen sehr gut. Wir haben in dem Jahr schon mehr CD..s von der "Daily Terror" verkauft, als von der CD davor. Was mir am meisten gefällt ist, dass in einigen Reviews bestätigt wurde das wir einen eigenen Stil oder eine Nische im Thrash Metal gefunden haben. Ausserdem wurde der CD Rom Part sehr gelobt.
Carsten: Ich bin mit der CD immer noch vollkommen zu frieden. Es war auch von Anfang an geplant, dass wir nur 5 Songs auf die CD machen und dafür daber zwei Videos und einen sehr umfangreichen CD Rom Part. Es sind z.B. über 2000 Live Fotos drauf. Da wird sich der eine oder andere Fan auf einem Foto wiederfinden. Für den Horrorfilm "Suffer and Die" bekamt ihr das Angebot einen Song beizusteuern. Auf der DVD ist als Bonus gar ein Video von euch mit drauf. Was habt ihr gedacht, als ihr dieses Angebot bekamt? Eine solche Gelegenheit bekommt man ja nicht alle Tage. Carsten: Ich habe im Internet gelesen, dass noch eine Band gesucht wird, die einen kurzen Ausschnitt von einem Song zu dem Film besteuern will. Ich habe eine Bewerbung hingeschickt und wir hatten Glück. Es danach habe im mit dem Phillip (Produzent) geredet und ihm angeboten unser Video zu dem Song "Sanguis Humanus" mit drauf zu machen. Wir haben beide Videos von der "Daily Terror" CD in DVD Qualität gefilmt, das hat dann super gepasst. Wir hatten vor zwei drei Jahren schon mal ein Angebot, zu der Zeit hatten wir aber gerade keine aktuelle CD am Start. Zur Zeit sucht ihr einen Drummer. Was muss er oder sie mitbringen, um bei euch einsteigen zu dürfen? Carsten: So Sachen wie Alter, Geschlecht usw sind mir völlig egal. Das menschliche muss passen, die Musikrichtung und das Spielerische. Der Drummer sollte auch aus der Nähe von Nürnberg kommen, da wir eher "altmodisch" sind und zusammen im Proberaum proben möchten. Jürgen: Auf alle Fälle sollte er Double Bass spielen können. Ansonsten sollte er natürlich auch die Musik mögen, die wir so spielen. Der Rest, wie Alter, Aussehen, Herkunft usw. spielt dagegen keine Rolle. Wie seht ihr die Zukunft von Entera? Werdet ihr weitere zwanzig Jahre die Republik rocken? Was wollt ihr mit der Band noch erreichen? Carsten: Ob das ganze noch 20 Jahre weiter geht kann ich nicht sagen. Wenn die Gesundheit mitspielt und uns die Leute noch hören wollen, dann werden es schon noch ein paar Jahre. Unser nächstes Ziel ist erst mal einen festen Drummer finden, dann Songs für die nächste CD schreiben, diese rausbringen und dann ist für mich ein großes Ziel eine DVD zu machen. Jürgen: Nun ja, in zwanzig Jahren bin ich dann 54 Jahre alt. Ob ich da dann immer noch Thrash-Metal spielen werde, weiss ich nicht. Sicherlich werden wir uns weiterentwickeln. Wie und in welche Richtung lässt sich allerdings schwer voraussagen. Auf jeden Fall möchte ich mich auch gesanglich einbringen, damit Carsten nicht mehr alles alleine singen muss :-) Ausserdem wollen wir mehr Gigs Wie sieht es abseits der Band bei euch aus? Gibt's auch noch Hobbys und andere wichtige Dinge außer der Band in eurem Leben? Carsten: Ich habe nebenbei noch eine Death Metal Band (Andabata), einen Vollzeitjob und dann natürlich auch noch eine Freundin. Ein weiteres richtiges Hobby? Ich sammle CD..s. Zählt das? Jürgen: Abseits der Band treibe ich noch viel Sport und spiele gerne mal eine Runde Computerspiele. Ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben ist meine Freundin, mit der ich jetzt schon 8 Jahre zusammen bin und meine Familie. Beide geben mir immer wieder Kraft um weiter zu machen und mich weiter zu entwickeln. Dann bedanken wir uns für das Interview. Die letzten Worte gehören nun euch. Carsten / Jürgen: Schaut mal auf unsere Page www.entera.org und hört mal in die Songs der neuen CD rein. Oimel (© Pics by Entera) |
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