|
Fucking Christmas Tour 22.12.08 - Dresden, Skullcrusher mit Vardlokkur, Menhir, Finsterforst
Für den 22.12.2008 waren im Club Skullcrusher in Dresden Vardlokkur, Menhir und als Headliner Arkona aus Russland geplant. Doch ziemlich kurzfristig mussten Arkona ihren ersten Gig der Fucking Christmas Tour absagen, da sie kein Visum nach Deutschland bekommen hatten. So sprang die Pagan-Black Metal Band Finsterforst aus dem Schwarzwald ein und ergänzte den musikalischen Abend als Support von Mehir und Vardlokkur.
Der Club des Besitzers Enni war vollgefüllt mit Menschen, zudem waren Verkaufsstände aufgebaut, es gab reichlich zu Trinken und Musik für die Ohren.
Doch die Meute wartete auf die Musikgruppen, die ihre Lieder präsentieren sollten. Um acht Uhr fünfundvierzig hielt der Clubbesitzer auf der Bühne eine Ansprache und preiste die erste Band an, welche Finsterforst sein sollten, und betonte, dass diese die Pagan Hoffnung Deutschlands und kein schlechter Ersatz für Arkona seien.
Total motiviert und vom Publikum angetrieben bestieg die Horde der Schwarzwälder die Bühne und spielte ihren ersten Song Weltenpilger vom Album „Weltenkraft“. Zum ersten Mal in Dresden, waren natürlich viele Fans erfreut, diese Band dort anzutreffen und diese Begeisterung zeigte sich deutlich in der Zuhörerschaft. Es stand eine Stunde Spielzeit zur Verfügung und so brachten Finsterforst sechs Songs von der EP und deren ersten Studioalbum zu Gehör. Das neue Album „…Zum Tode hin“ wurde von dem Vocalist Marco angepriesen und letztlich ließen die sieben Bandmitglieder noch zwei Zugaben erklingen, wobei auch der Akkordeonspieler seine Stimme bei Verlorene Seelen zum Besten gab.
Im Kontrast zu dem eher melodiösen Paganmetal standen darauf folgend die aus Dänemark angereisten Jungs von Vardlokkur auf dem Spielplan. Diese zelebrierten den Schwarzmetal in voller Montur auf der Bühne. Der Sänger -ausgestattet mit Kunstblut auf dem Corpse-Paint bemalten Gesicht und den Totenköpfen am Körper- ließ seine Lieder, welche er in Landessprache „singt“ oder eher Blackmetal-mäßig schreit, erklingen und das Publikum war begeistert. Kreisende Köpfe und Hände, die in die Luft gestreckt wurden, waren in der Menge zu sehen.
Als letzte Band stand nun noch Menhir auf dem Programm. Viele aus Dresden und Umgebung sind wegen dieser deutschen Band angereist gekommen, um diese zu betrachten und deren Klänge von Hildebrand und anderem zu hören. Auch für mich war dies ein Highlight, die fünf aus Thüringen live zu sehn. Der Raum im Skullcrusher war gefüllt mit erfreuten Fans, welche dicht gedrängt an der Bühne standen. Mit Liedern wie Das alte Lied des Windes und Hildebrandslied bereicherten Menhir das Ende des Tages und des Konzerts. Die Stimmgewalt des Sängers war sehr bezaubernd (wie ich sie liebe!). Diese und auch der instrumentelle Teil der Musik Menhirs ist es, was sie zu etwas ganz Besonderem und auch Einzigartigem macht. Somit war dies als Abschluss gelungen, die Zuhörer und Betrachter begeistert und Enni hoch erfreut, dass es trotz Änderung der Bands keine Ticketstornierungen, sondern eher noch Anfragen auf Tickets gab.
Laura
www.finsterforst.de www.vardlokkur.com www.ziuwari.de


|