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Gospel of the Horns - Realm of the Damned Anfänglich geht diese Scheibe gar nicht in die Gehörwindungen. Das liegt zum einem an den doch eher schlappen Garagensound und an der doch sehr eintönigen Akkord Hauerei.
Nein ernsthaft: tatsächlich erinnert der Song ein wenig an Celtic Frost der frühen 80ziger. Das erfreut den Altmetaler zwar, aber wozu der antiquarische Sound wenn Warrior Tom und Co. das bereits vor 25 Jahren besser machten?!? Im nächsten Lied begeistern wenigstens die kleinen Solis, die fast inflationär eingebauten wurden. Ja „Death Sentence“ rockt richtig und es lohnt sich bis hierher durchzuhalten (oder gewöhnt man sich langsam an den „Einheitsbrei“ im Hintergrund?). „Retribution“ gelingt dann tatsächlich noch mal eine Steigerung. Klampfen und Schlagzeug wirken fast wie ausgewechselt. Der positive Eindruck relativiert sich zwar bei „Blood and Iron“. Aber vom punkigen Sound ist nix mehr zu hören. Man fragt sich spätestens hier, wohin die musikalische Reise überhaupt hingehen soll. Es fehlt der eigentliche rote Faden. Ab dem Titelsong wird das Album zwar wesentlich härter aber es dauert schon eine weile bis man sich an den doch seltsamen Takt gewöhnt hat. „Realm of the Damned“ ist jedenfalls der Höhepunkt der Platte. Im Refrain bringt er sogar Mitgrölpotential. Worum es in „1915“ geht kann man sich gleich bei den Kriegsgeräuschen im Intro denken. Das Lied strotzt vor Rhythmusbreaks was ich persönlich zwar liebe, aber diesem Sound tut dies nicht gut. Die Chance einen 1:50 Minuten Highspeed Neckbreacker auf die Scheibe zu tapen ist an dieser Stelle leider verpasst worden. „Resilience“ ist da handwerklich und gesanglich noch mal eine der ordentlicheren Liedchen und, man höre und staune, der Rhythmuswechsel im Mittelstück ist ein echter Hörgenuss. Es geht also doch meine Herren... Wenn man nun das letzte Lied „Strength trough Fear“ anhört und direkt mit den beiden ersten vergleicht so muss man sich versichern, das man nicht zwischenzeitlich die CD gewechselt hat. Man glaubt es mit zwei völlig versch. Bands zutun zu haben. Alles im allen wird man zu Beginn etwas enttäuscht und der schlaffe Sound entspricht nicht dem genialen Coverbild. Simon Berserker wählte für seine Zeichnung einen rötlichen Endzeitfarbton. Über einer ausgebombten Stadt baumeln einige Erhängte und darüber thront der Ziegenbock Selten ist das Cover besser als die eigentliche CD aber hier ist es nun mal so. Schade. Nun gut, ich bin nicht der größte Punkfan und auch Motorhead zählen nicht zu meinen Lieblingen. Deshalb wird auch diese Band nicht zu meinen Faves zählen. Trotzdem schafft es die Scheibe, sich gegen Mitte stetig zu verbessern. Deshalb würde ich auch sagen, das es okay ist, wenn man bei einer Band eine musikalische Entwicklung auch auf einem Album verfolgen kann. Andererseits sollte eine Band, die bereits seid ´93 musiziert und auch schon einige Veröffentlichungen am Start hat ihren Grundstil besitzen. Ich werde aber das Gefühl nicht los, das die Combo live besser rüber kommt. Mal sehen wie die Band die nächste Zeit tourt. Mein persönliches Fazit: Eine handvoll regionaler Bands moscht extremer und besser... ist numal so! Drei wirklich gute Songs zwischen doch ehr mittelmäßiger Kost reichen einfach nicht für eine bessere Gesamtwertung. Somit gibt’s noch einen Extrapunkt fürs Artwork und unterm Strich 5,5/10 Punkten. Angel§layer |
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