Hatchery
Birth of a bomb

1. Crushing Bones
2. The Brotherhood
3. Above the law
4. Birth of a bomb
5. War
6. Wake the dead
7. Trail of blood
8. Blood & Guts
9. Weekend Warrior

Slayer? Destruction? Wer glaubt guter Thrash gabs nur in den 80ern, der irrt gewaltig. Denn aus dem beschaulichen pfälzischen Städtchen Ludwigshafen kommen die Jungs von Hatchery. Und die haben sich großes auf die Fahnen geschrieben. Nämlich genau den Thrash Spirit in der heutigen Zeit zu versprühen, wie es unzählige Bands in den 80ern schon vorgemacht haben.

Aber nicht, dass ihr nun denkt, dass Hatchery hier eine billige Kopie von Slayer, Destruction, Kreator und Konsorten abliefern. Im Gegenteil. Mit ihrer neuen Scheibe „Birth of a bomb“ lässt die Truppe ein erstklassig produziertes Werk auf die Menschheit los, wie man sie von unbeschriebenen Undergroundbands nur selten zu hören bekommt. Aber nicht nur das. Auf dem Album reiht sich eine Thrashgranate – nein Thrashbombe – an die andere. Bereits seid 2003 gibt es Hatchery schon, aber die Truppe konnte bisher keine sonderlich zählbare Erfolge vorweisen. Mittlerweile hat sich aber im Line-Up ein wenig was getan und so kann die Band Ex-Unscared Sänger Zottel als Frontmann vorweisen, der mit seinem – für manche wohl gewöhnungsbedürftigen – aber unverwechselbaren Gesang dem ganzen seinen eigenen Stempel aufdrückt. Seid Frühjahr 2007 gibt es auch in der Klampfenabteilung ein neues Gesicht. Und mit diesem neuen Line-Up hat die Truppe wohl die bisher beste Bandkonstellation erreicht, die es in der Geschichte von Hatchery gab. Und das merkt man auch an den Songs. Wirft man die CD „Birth of a bomb“ in den CD-Player, da werden einem gleich mit „Crushing Bones“ die Knitterfalten aus dem Gesicht gebügelt. Zwar etwas beschaulicher aber genauso brachial geht es mit „The Brotherhood“ weiter, dass mit einer ohrwurmartigen Melodie aufwarten kann, die ansatzweise an Iron Maiden erinnert. Der Titeltrack „Birth of a bomb“ tritt von der ersten Note an Ärsche ohne Ende. Da nickt der Kopf schon automatisch mit. Das Stück weißt zwar für die Scheibe relativ viele Breaks auf, aber diese ruinieren nicht das Songkonstrukt, wie es bei unzähligen anderen breaklastigen Bands der Fall ist. Mit einem Hammerriff geht es dann gleich weiter mit „War“. Und ja diese Scheibe ist Krieg. Daran lassen auch die weiteren Songs wie „Wake the dead“ oder „Trail of blood“ keine Zweifel aufkommen. Zum Schluss gibt’s mit „Weekend Warrior“ fast schon eine Mitgrölnummer, die einen leichten Anthraxflair versprüht.

Mit nicht einmal 35 Minuten Spielzeit, bei 9 Songs ist die Scheibe zwar etwas kurz geraten, aber dafür wird bei wirklich jedem Song die Thrashkeule geschwungen. Und zwar so wie es sein muss. Immer ordentlich in die Fresse! Hier kommt keine Langeweile auf. Das Songwriting kann sich wirklich sehen oder besser gesagt hören lassen. Kein stumpfes Geprügel, sondern abwechslungsreiches Arschtreten ist hier angesagt.

9 von 10

Oimel