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Horns Up Festival 14.07.07 - Rock und Popverein in Wiesloch Agoraphobia, Terror Squad, Scornage, The Prophecy 23
Noch etwas geplättet vom Metal Massacre 2007 machte man sich tags darauf am 14.07. wieder zum Rock- und Popverein auf. Diesmal zum Horns Up Festival und von der schreibenden Zunft aus dem Hause Sleepless waren gleich vier Schreiberlinge vor Ort um dem Metal zu frönen.
Wie tags zuvor, sollten auch an diesem Abend sich wieder vier Bands die Klinke in die Hand geben, diesmal allerdings mit einer ordentlichen Portion Thrash im Gepäck.
Den Anfang machten die Thrasher von The Prophecy 23. Als Coverband angefangen haben sie über den Melodic Thrash nun den Weg zum Brutal Thrash Metal gefunden. Mit einem neuen Basser in den Reihen, schmissen die Vier die Melodien weitgehend über Bord und verpassen der Hörerschaft nun noch mehr eine auf die Zwölf als je zu vor. Das Set begann noch mit ein paar älteren Stücken ihrer ersten Scheibe „No Future for the dead“ wie z.b. dem Song „Damned Souls“ Wer die Bad Rappenauer allerdings schon öfters live erleben durfte, hatte schon hier gemerkt, dass es etwas rauer zur Sache ging. Gegen Ende des Sets gab es mit neuen Stücken dann eins voll auf die Mütze. Und da der neue Basser auch noch Sänger bei den Deathern von Skepsis ist war es nicht verwunderlich, dass The Prophecy 23 bei den neueren Sachen nun auch zweistimmig im Gesang agieren, was dem Material auch wirklich sehr gut zu Gesicht steht. So gibt’s hier von ein paar cleanen Passagen (wie zu alten Zeiten) nun auch vermehrt Crowls und Gekeife wie es im Buche steht. So mauserte sich das neue Stück „Immortal Attitude“ zu einer echten Ohrenweide. Eine Vollbedienung an Thrash eben. Der bangenden Fraktion vor der Bühne hat es auf jeden Fall gefallen. Und mir ebenso!
Als nächstes enternten die Aachener von Scornage die Bühne. Auch hier gab es die Thrash Keule, diesmal allerdings eine, wie sie in der Bay Area nicht besser geschwungen wird. Aber auch ordentliche Markenzeichen von Sodom und Kreator waren zu vernehmen. So erinnerte mich Sänger Guido hin und wieder stimmlich an Mille von Kreator. Mit ihrem im letzten Jahr erschienenen Album „Pure Motorized Instinct“ heizten die Schwergewichte der Meute mehr als beachtlich ein. Und auch hier wurde natürlich gemoscht und gebangt was das Zeug hielt. Etwas nervig war die nach Blechtonne klingende Snare, aber im großen und ganzen war der Auftritt der Jungens echt hammer. Für die Thrash-Fraktion unter euch, die auf Kreator, Legion of the damned, Sodom und Slayer stehen. Ihr solltet bei Scornage unbedingt mal reinhören.
Nun kam die wohl die mit am meisten Spannung erwartete Band auf die Bühne. Terror Squad aus Tokio / Japan. Zusammen mit Scornage auf Deutschlandtournee, machten sie an dem Abend in Wiesloch ihren letzten Deutschlandgig der Tour. Ihre Musik b e ti t e l n die Japaner selbst als Chaos Metal. Und es trifft wohl keine Bezeichnung besser auf ihre Musik wie Chaos. Das d i e J a p a n e r oft mals eine an der Klatsche haben ist ja bekannt. Aber das diese Band um Frontmann Sonicriot so eine an der Klatsche hat, hätte dann wohl doch niemand gedacht. Grob macht die Band Thrash mit Einflüssen von Sadus und Death Angel. Hier und da hört man aber auch leichte Einflüsse aus dem Hause Metallica heraus. Allerdings von deren ersten Scheibe Kille’em all. Mit Songs wie „Chaosdragon Rising“ und „Tokyo Metal Anarchy“ von ihrer neuesten Scheibe „Chaosdragon Rising“ gab es die Vollbedienung in Sachen chatischem Thrash. Die Musik ist für manche vielleicht etwas zu verfrickelt, aber der Elan, den die Band an den Tag brachte und mehr vor als auf der Bühne agierte, lies darüber hinwegsehen. Zum Schluss gab es dann noch erstklassig gespielte Cover von Motörheads Ace of Spades und Hit the lights von Metallica. Der Gig war einfach Geil und derbst chaotisch zugleich. Wer diese Band verpasst hat ist wirklich selbst schuld.
 
 Zum Schluss kamen dann die Lokalmatadoren von Agoraphobia auf die Bühne. Nach dem Ausstieg von Metalheinz aus der Band, hat die Band zwar einen neuen Gitarristen gefunden, dieser konnte aber aus terminlichen Gründen den Gig nicht spielen und so holte man aus dem Hause Silent Overdrive einen Ersatzgitarristen. Und dieser war niemand geringeres als „The Dude“ höchst persönlich. Mit „In My Thoughts“ von ihrem Album „Sick“ legten die Death Thrasher auch gleich los. Und schon kreisten auch hier gleich wieder die ersten Matten. Gleich mit fünf neue Songs hatte die Band im Gepäck. Und wem das Album „Sick“ noch zu langsam und zu sacht war, der darf sich auf die neue Scheibe freuen. Diese soll noch in diesem Jahr erscheinen, sofern Michl (Gitarrist) dies will (O-Ton Maik (Vox)). Mit dem neuen Song „666“ dürften sich wohl Death Metal Fans freuen, die auf Schwedendeath stehen, denn das Stück ist doc h recht stark schwedisch angehaucht. Ein ebenso starkes Stück gabs mit „Sometimes“, das auch eigentlich das letzte Stück des Abends sein sollte. Aber die Meute wollte es so und so gab es noch das Titelstück des Albums „Sick“ und die Old School Nummer „Harassed Consciousness“ als Zugabe.
Danach ging leider viel zu schnell ein richtig geiler Abend mit richtig geilen Bands und einem verdammt guten Sound zu ende. Mit rund 90 zahlenden War die Besucherzahl zwar überschaubar, aber der Stimmung hat das nicht im geringsten geschadet. Und wie immer bleibt zu sagen ..... die die nicht da waren, haben was verpasst!!!
Oimel
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