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Hörsturz Festival III 05.01.08 - Jugendhaus Rheinstetten Jack Slater, Deadborn, Grotesque Impalement, Cataphraktus und Incineration
Nun schon zum dritten Male zogen Metalheads in das badische Rheinstetten-Mörsch um das sogenannte Hörsturz-Festival, welches diesmal unter dem Motto „Bigger and Louder“ stattfand. Im Unterschied zu den vergangenen Hörstürzen war das Billing mit Jack Slater, Deadborn, Grotesque Impalement, Cataphraktus und Incineration an ein wesentlich umfangreicheres Publikum zugeschnitten.
Schon beim Betreten fiel auf, dass sich die Veranstalter die Mühe machten ihre Besucher zu unterhalten und ihnen nicht nur in belangloser Reihenfolge Band für Band spielen zu lassen bis der Abend zu Ende ist. So hatte das des Bangens müde Publikum die Möglichkeit an der Außenwand des Jugenzentrums diverse Konzertmitschnitte zu betrachten.
Mit 8,50 Euro im Vorverkauf beziehungsweise 10,00 Euro an der Abendkasse schien mir der Eintrittspreis für fünf Bands etwas hochgegriffen, aber angesichts des Billings im Endeffekt gerechtfertigt. Unglücklicherweise blieb es in Sachen Alkohol leider nur beim Bier, der Preis für Getränke war Standard, allerdings hätten es 0,5 l Flaschen anstatt den 0,33 l auch getan. An Verzehr gab es Brötchen mit Wurst, die für akzeptable 1,50 Euro angeboten wurden.
Als wir das Jugendhaus betraten, welches klein gehalten war, jedoch aber für das Publikum von etwa 80 Leuten reichte, fing gerade die Band Incineration an zu spielen. Incineration bezeichnen ihren Stil als Splatter Metal und auffallend war der Sänger Lord Zombie auch ausgestattet: mit OP-Kittel und Mundschutz. Die Karlsruher Metalband brachte zudem ihr Publikum mit, welches ausreichend für Stimmung sorgte.
Weiter ging es mit Cataphraktus, die es allerdings schwierig hatten Fuß im Publikum zu fassen, zumindest war eine gewisse Zurückhaltung im Publikum zu spüren. Möglicherweise auch deshalb, weil Cataphraktus mit ihrem Black Metal in dem Death und Grind dominierten Festival eher eine Randgruppe darstellte. Trotz allem zogen die Jungs einen soliden Gig ab, einzig das Schlagzeug war mir etwas zu dominant. Sänger Lenz keifte sich die Seele aus dem Leib, was mir wegen der Ähnlichkeit zu Nagelfar gut gefiel, allerdings wäre eine facettenreichere Stimme nicht von Nachteil. Positiv fiel mir auch das Intro zu „Ein verlassener Kerker“ auf, jedoch unterschied sich das Lied an sich nicht sonderlich von den übrigen, weshalb ich mich nach einiger Zeit nach draußen begab, um frische Luft zu schnappen. Cataphraktus ist, auch wenn sich das so liest, mit Sicherheit keine schlechte Band, aber etwas Abwechslung würde zumindest mich persönlich mehr ansprechen.
Als nächstes folgte Grotesque Impalement, die mit ihrer Musik ein wesentliches zur Stimmung beitrugen. Der Anteil an Köpfen, die rotierten war um einiges höher als noch bei Cataphraktus und es kam zu ersten Körperberührungen. Zwar traf die Stimme von Sänger Sebastian Knab, die an ein Schwein mit Raucherlunge vor der Schlachtung erinnerte nicht unbedingt meinen Geschmack, aber die Mischung aus Technik und Brutalität machten dieses Manko wieder wett.
Auf Grotesque Impalement folgten Jack Slater, die im deutschen Raum auf jeden Fall nicht mehr zu den Unbekannteren zählen, wohl ein Grund dafür warum auch maximale verheerende Abfahrer aus Ulm das Hörsturz Festival total abgefistet haben, um damit dem Gefallen zwei Betrunkener zu folgen. Jack Slater verstehen ihr Handwerk und haben das Publikum mühelos angeheizt. Die Frage, ob die erhöhte Alkoholkonzentration oder das Verlangen nach Liebe und Geborgenheit schuld daran war, dass sich einige Metalheads die Shirts von den Leibern rissen sei hier mal zurück gestellt.
Es folgten Deadborn, auf die ich persönlich besonders gespannt war. Schon als ich das ersten Lied hörte war ich begeistert und ich muss sagen, die Band hält, was von Fachzeitschriften versprochen wird. Insbesondere das Auftreten von Sänger Mario Petrovic, das ein wenig an Mark Greenway erinnert ging gut ins Blut über. Auch hier war das Publikum total dabei und die Band kostete jede der letzten Minuten aus, um Songs zu spielen und das Publikum damit zu unterhalten. Bis 24 Uhr wurde gespielt und Deadborn durfte den Abend ausklingen lassen, wonach der Sänger meinte, sie hätten nun vollends das neue Album „Stigma Eternal“ gespielt.
In Sachen Technik kann ich mich nicht beschweren, in der Zeit in der ich anwesend war, habe ich zumindest keine Probleme mit der Technik mitbekommen. Ein paar Quadratmeter mehr Platz im Konzertraum wären auch nicht schlecht gewesen, aber ansonsten starker Auftritt des 3. Hörsturzes mit ausgelassener Stimmung. So muss es sein!
Joschi & Laura
INCINERATION

CATAPHRAKTUS

GROTESQUE IMPALEMENT


DEADBORN


JACK SLATER


DAS FESTIVAL


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