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Irrlycht – Irrlycht Lange war ich gespannt auf dieses Release, da ich die Band ja bei ihrem ersten Auftritt in der „Nacht der drohenden Schatten“ (Speyer, Halle 101) anwesend war und bereits dort von ihrem Klang vollends überzeugt wurde. Könnte die Musik auf der Silberscheibe die gleiche Klangfaszination auslösen, als auf der Bühne? Zugegeben, live haben zusätzlich die Fackeln für Stimmung gesorgt und die feuerspeienden Einlagen von Isegrimm komplettierten diesen Eindruck. Kann also das Album wie der Auftritt überzeugen?
An zweiter Stelle befindet sich „Black Wolfish Hate“, ein sehr dunkles und „rumpelndes“ Machwerk. Der Wiedererkennungseffekt setzt bei diesem Stück leider weniger ein, es klingt zwar nicht schlecht, dennoch ist es auch nichts, dass sich außergewöhnlich in den Gedankengängen verewigt. Das Schlagzeug klingt richtig hämmernd, womit die Aggression klar gemacht wird, auf die sich wohl auch der Titel bezieht. Sowohl live als auch auf dem Album konnte mich am besten das folgende Stück – Die Urangst – begeistern. Die Einleitung erinnert etwas an einige der atmosphärischen Stücke von Finntroll und Bilder eines Sumpfes zeichnen sich vor dem geistigen Auge ab. Jedoch dauert es nicht lange bis der Angriff sämtlicher Instrumente dieses Bild zerreißen und ein wirklich beachtliches Musikwerk zum Vorschein kommt. Hier passt einfach alles; die eigentliche „Hauptmelodie“ (welche eher aus schnellen Gitarren besteht) überzeugt von Anfang an und die nun bereits bekannten Stimmarbeiten fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Mit knapp sieben Minuten ist auch eine gute Länge gewählt worden, die sicherstellt, dass keine Langeweile aufkommt. „Der Stumme Schrei“, nennt sich die vierte Veröffentlichung auf diesem Album. Es erinnert musikalisch an die vorherigen Lieder, dennoch sticht es durch die geschickt platzierten Tempowechsel und die treibenden Gitarren etwas heraus. Den Abschluß bildet ein Behemoth-Cover, und zwar deren an sich überall bekanntes Lied „From The Pagan Wastelands/Vastlands“. Als ich die Scheibe in Händen hielt war ich sehr neugierig darauf, zu hören, was Irrlycht daraus gemacht haben. Nun, es hämmert mehr als diverse Versionen, die Behemoth selbst veröffentlicht haben. Leider fehlt etwas die klangliche (wenn auch schlechter produzierte) Atmosphäre, wie sie auf „Sventevith“ zu hören war. Dafür wartete die Irrlycht-Variante selbst mit einem kräftigeren Klang auf, als ich ihn bisher bei den polnischen Urhebern hören konnte. Die Produktion ist sehr überzeugend, man kann deutlich hören dass der eigentliche Klang der Band dem Black Metal entsprechend sehr rau ist, jedoch kann jedes Instrument deutlich vernommen werden. Fazit Sowohl musikalisch als auch textlich stimmt eigentlich alles, um richtig gutes Schwarzmetall zu erzeugen. Diese Band ist meiner persönlichen Meinung nach eine große Hoffnung gerade für den deutschen Underground; ich wünschte es gäbe mehrere Bands die auch mal einen deutschen Text schreiben, so wie es Irrlycht hier präsentieren. Jeder der sich für Black Metal interessiert sollte es sich nicht entgehen lassen, einmal in dieses Machwerk reinzuhören. Fast hätte es zehn Punkte gegeben. Tracklist: 01 – Siechtum (05:24) Gesamtwertung: 9 von 10 Punkten (Spitze) Marius Links zum Thema: |
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