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Karkadan – Utmost Schizophrenia
Obwohl das Album schon seit ungefähr 3 Jahren im Handel ist haben wir uns – auch durch die großzügige Zusendung eines Exemplars des Albums (danke Leute !) – dazu entschlossen, ein Review dazu zu bringen. Zunächst einmal : Wer sind Karkadan ? Die Band kommt aus Stuttgart und spielt Black Metal, der jedoch stark vom Heavy Metal beeinflusst ist. Gegründet wurde die Band 1997 u.A. von Robby Beyer, der nach wie vor die Vocals übernimmt und zugleich auch das Label der Band, Supreme Chaos Records, leitet. Hier finden sich auch andere Bands wie z.B. Cockroach, Agrypnie oder Nocte Obducta. Genug Vorgeplänkel, nun zur Musik an sich. Wie bereits beschrieben spielen die Jungs stark angeschwärzten Heavy Metal (oder angeschwerten Schwarzmetall ?). Die Stücke sind alle eher lang geraten, geht doch das kürzeste Stück (Faint) knapp 4 1/2 Minuten. Langweilig wird das Liedgut dadurch jedoch nicht; es gewinnt gar an Atmosphäre. Und atmosphärisch geht es los, sobald das Album im Abspielgerät liegt; die verzerrte Gitarre trägt mit einem leichten Hall zu einem gewissen Grundgefühl bei, welches im Song „Passing Away“ des öfteren – später jedoch nur hintergründig – zu hören ist. Es dauert nicht lange und der geneigte Hörer bemerkt, daß Karkadan gerne Melodien und kleine Soli in ihre Stücke mit einbringen. Etwas ruhiger als im Opener geht es im zweiten Lied – On Your Knees – zu, welcher überwiegend eher im Mid-Tempo-Bereich anzusiedeln ist. Überzeugende, unverzerrte Gitarrenparts treffen immer wieder auf eine eher begleitende E-Gitarre, jedoch ist auch ein Solo zu hören. Das Stück „Faint“ orientiert sich nun jedoch mehr am Black Metal, etwas knüppeliger und die Stimmarbeit von R.B. ist deutlich hörbar etwas rauher und (beabsichtigt ?) kraftvoller als auf den meisten anderen Songs. Lyrisch war es für mich bei dem Song „Sea Of Bitterness“ sehr interessant, das Vokalwerk (wie auf der gesamten Platte in einem feinen, rauen „Erzählgurgelgrunzen“ vorgetragen) begeistert mit sehr tiefgründiger, lyrischer Melancholie. Hier ein kleiner Auszug: „His breath is slowing down - his pulse is flattening Die Produktion ist klar, die Lautstärken der Instrumente sind gut aufeinander angepasst. Mir sind keine störenden Mißtöne oder Verspieler aufgefallen. Anspieltips meinerseits: Faint, Passing Away, Sea Of Bitterness Fazit: Die eigene Mischung aus Black- und Heavy-Metal weiß durchaus zu begeistern, dennoch ist es wohl fraglich, ob viele Freunde des „klassischen Metals“ etwas mit dieser Veröffentlichung anfangen können. Wer erwartet hier aber gnadenlosen „Full-Speed-Black-Heavy-Metal“ zu bekommen, liegt nicht ganz richtig, denn nicht gerade selten warten die Stücke mit Zwischenspielen und unverzerrter Gitarre auf. Keyboard gibt es nicht viel zu hören, es erscheint in erster Linie, um ein Intro darzubieten. Also nichts für Keyboardfanatiker (nun denn, Keyboards werden von einem Teil der Anhänger des Black Metal sowieso abgelehnt). Die Band präsentiert hier gutes Metall, das auch mit nicht gerade wenigen der „größeren Bands“ mithalten kann. Hörproben gibt’s auf der MySpace-Seite, Link ist wie immer angegeben. Zum Kauf im Supreme Chaos Records Webshop gibt es das 1999er Album „Eternal Black Reflections“ (8 Euro) und über die hier berichtete CD „Utmost Schizophrenia“ (10 Euro). Tracklist: 01 – Passing Away (07:00) Gesamtwertung: 8 von 10 Punkten (gut) Marius Links zum Thema: http://www.karkadan.de/
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