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LAMERA - Destruction Manual
Seit 2004 gibt es die Gruppe LAMERA. Das sind vier Jungs, welche eine multikulturelle Rabaukencombo bilden. Sänger und Gitarist Tom kommt aus den Staaten, Matej der Bassist kommt aus Kroatien und Gitarist Max und Drummer Silvion kommen aus Deutschland. Diese unterschiedlichen Einflüsse hört man auch in ihrer Musik. Mit 12 Gigs dürfte der Bekanntheitsgrad der Band doch ehr relativ niedrig sein. Völlig zu unrecht denn die Band musiziert in der Art von Pantera, Fear Factory, und in den ruhigen Parts wie Metallica. Allerdings ohne das man das Gefühl hat, das sie diese Bands imitieren wollen. Eine Einordnung der Band ist eh schwierig. Nun kam jüngst der erste Longplayer raus. „Destruction Manual“ kracht wie sau. Das als voraus geschicktes Fazit. Allerdings wäre dies zu platt ausgedrückt und würde dem Abwechslungsreichen Album nicht gerecht werden. Zu beginn gibt’s ein paar Worte, auf die man m.M. nach hätte verzichten können. Ist aber auch nicht weiter dramatisch und mit dem infernalischen Schrei zu Beginn von „Judgment“ wird schnell klar, das die Jungs nicht nur spielen wollen. Der Gesang ist übelst erdig und passt wie Faust auf Auge. Die E-Gitarren knallen kompromisslos das Schmalz aus den Ohren. Nur um ein paar Takte später melodisch in dem slowmode zu gehen. Lamera sind eine Abwechslungsreiche Band. Das wird bereits hier klar. Nicht nur Rhythmuswechsel zeichnen diese Combo aus sondern auch der unterschiedliche Gesang. So hat man das Gefühl im Intro zu „Watch You bleed“ hier die neuste Metallica zu hören. Wenig später wird aber klar, das hier doch noch richtig gemoscht wird. Dieser Song ist das Maximum an Aggression und textlich geht’s ans Eingemachte. „Anxiety“ ist zwar ein langsamer Titel aber selbst hier kommt die ungezähmte Energie aus den Boxen. Sehr gelungen auch die fast gelallten Vocals im Kontrast zu den Screams. Ein Wechselbad der Gefühle. Besonders zu Loben auch die Leistung des Bassisten! „Novocaine“ wird fraglos eine Hymne dieser Band!!! Hier zeigt jeder Musiker was er auf der Pfanne hat. Das Schlagzeug hämmert wie meine Dampfmaschine, kurz bevor sie mir damals explodierte. Absoluter Nackenbrecher! Nun wird’s fast jazzig. „Broken“ ist vermutlich die obligatorische Ballade, wobei das auch nicht zutreffend ist. Textlich geht’s wohl um Liebesknatsch(?) oder zumindest Leidenschaft, die Leiden schafft. Im letzten Drittel geht dann die Post noch mal richtig ab: „You never gave a fuck...!“ „War Machine“ schließt nahtlos an den Song an. Dieses Lied ist mein Fave und deshalb bin ich da nicht mehr unvoreingenommen... ach scheiß drauf: der Song killt! Gitarren und Drum hacken aufeinander ein als wollten sie die Grillsaison eröffnen. Ein Gemetzel aller erster Güte. Natürlich hat auch dieses Lied ein langsameres Mittelstück denn es geht um Krieg und atomare Vernichtung. Dann allerdings marschieren wieder die Legionen und bringen Verderben über das Land... einfach nur geil und eine Freude für die Nackenmuskulatur!!! „What we are“ heißt die Frage nun. Ob dieses Lied die Antwort bringt mag ich nicht entscheiden. Mir persönlich gefällt hier der Cleangesang nicht so wirklich. Das ist aber das einzigste Manko. Die gesprochene Worte: Hammer!!! Passt wirklich gut und: nette Doppel-Bass-Attacke an den Drums zum Ende! „I need you“ ist ein ehr schwächerer Song. Zwar immer noch voller Aggression und Power, aber irgendwie schleppt er sich doch irgendwie dahin. Allerdings ist das Ende wieder besser. Der letzte Song „Erased“ tritt noch mal Arsch. Hier ziehen alle noch mal sämtliche Register und hinterlassen zum Ausklang eine lautstarke Visitenkarte. Das Cover Artwork ist minimalistisch und grade deshalb ziemlich cool.. Es stammte von Alexander Wiercinski. Auf den acht Seiten sind noch mal alle Texte zum Nachlesen abgedruckt. Eine wirklich runde Sache, die sehr ehrlich und überzeugend mit viel Druck und Aggression aus den Boxen in die Gehörwindungen gelangt und sich dort einniestet. Diese Band hat das Potential, bei richtiger Support nicht nur die Region zu rocken... Angel§layer 9,5/10 Punkten |
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