Last Winternight Festival II
31.03.07 - Rock- und Popverein in Wiesloch

Am Samstag, dem 31.03., machte sich das Slpeeless-Team (of death) auf, den weiten und beschwerlichen Weg zum 2ten Last Winternight Festival, welches zudem noch – unter anderem – von uns und dem Metalclub Hate Crew supportet wurde. Diesmal standen Silent Overdrive, Tomthroat, Crystal Crow, R:I:P (Raw:Intense:Power), Pegasus & Art of Violence auf dem Billing, welches man für schlappe 5 € geboten bekam.

Nachdem wir unsere (ultratollen) Backstage-Pässe erhalten und das unerforschte ultra-böse Backstage-Schlaraffenland erkundet hatten, sahen wir uns die heiligen Hallen des Rock- & Pop-Vereins an; hier fand auch das vorhergende Last Winternight Festival statt. Schon vor offiziellem Einlaß tummelte sich einiges an Besuchern, Orga-Mitarbeitern, Händlern, Bandmitgliedern auf dem Gelände. Einige rauchten noch eine Zigarette, erzählten oder vertrieben sich andersweitig die Zeit, doch schon bald sollte es losgehen.

Art of Violence

Art of Violence aus Pforzheim übernahmen den Anheizerposten. Ihr druckvoller und melodischer Klang erinnerte stellenweise an die Schweden von In Flames, jedoch war der Gesang um einige Spuren tiefer und härter. Gespielt wurden Stücke ihrer aktuellen CD mit dem Titel „Shadows of the Past“, so z.B. das flotte Stück „Risk To Fall“ oder das darauffolgende „Alone“ (bei dessen Ende eine ordentliche Double-Bass-Attacke dem geneigten Hörer um die Ohren dröhnt). Außerdem spielte die Band zum ersten mal den neueren Song „Deathmatch“. Trotz der überzeugenden Vorstellung war das Publikum noch sehr zurückhaltend. Wenig später räumten Art of Violence die Bretter für...

Pegasus

Nun sollte melodischer, bruchsaler Fantasy-Metal die Zuschauerflut begeistern. Dominanter Bass traf auf zarten Frauengesang, symphonisch anmutendes Keyboard, ausgefeilte Gitarren-Soli und eine rauhe Männerstimme, welche vom Bassisten übernommen wurde, harmonierten perfekt und konstruierten ein wunderbares Gesamtbild. Die heiligen Hallen füllten sich zunehmend mit langhaarigem Gefolge, somit stieg auch der Alkoholpegel.

Raw:Intense:Power (RIP)

Manch einer wusste nicht, was er von der Stilrichtung „German Premium Metal“ zu erwarten hatte, doch den Unwissenden wurde von der Truppe um Björn Daigger (u.A. Majesty) schnell geholfen. Wer Sänger Fabz schon von Respawn Inc. kannte, wusste, was er im Punkte der clean vocals zu erwarten hatte – jedoch bot er bei R:I:P auch einen härteren und tieferen Gesang. Die Musik an sich wirkt klanglich sehr modern (damit ist aber keinesfalls Metalcore gemeint ;), zum Bangen anregend (was vor allem durch thrashigen Gitarrenakkorde begünstig wird) und kräftig im Gesamtbild. Einen guten Einblick in die Stücke und das kommende Album „...Out To R:I:P All Nations!!!“ bekommt man auf der Myspace-Page der Band.

Nach dem vierten Lied musste der Auftritt jedoch leider unterbrochen werden, da der Sänger sich beim Stageacting die Außenbänder angerissen hatte – da half auch ein schnell bereitgestellter Hocker und ein kühles Bier nichts mehr. Die Band kündigte jedoch direkt nach dem Festvial an, daß sobald wie möglich ein Auftritt folgen sollte, der für die kurze Spielzeit entschädigen soll. Wir sind gespannt.

Crystal Crow

Nach kurzer Umbauphase enterten Crystal Crow die Bühne. Die Karlsruher Jungs spielen modernen Gothic-Metal mit hin und wieder doomigen Anleihen; auch eine Portion Dark-Metal war herauszuhören. Eröffnet wurde die Setlist mit dem Song „Alive“, auf welchen das Stück „Fading Memories“ folgte. Vorallem der Sänger wusste zu überzeugen (der Gesang erinnerte passagenweise an Ville Laihiala von Sentenced). Leider rückte der Bass aber etwas in den Hintergrund. Von einem Headbangerstück (-> Corruption) bis zu einem langsamen, schleppenden Lied (-> Pain) wurden viele Klangfacetten geboten. Die Zuschauer tauten ebenfalls langsam auf und feierten die Combo gebührend ab.

Tombthroat

Die Ludwigshafener/Frankenthaler Tombthroat standen als nächstes auf dem Programm. Die brutal Death-Metaller überraschten das Publikum mit einer ganz besonderen Show, denn das erst kürzlich erschienene Album „Bloodred History“ wurde einfach komplett durchgespielt. Die Combo um den charismatischen Sänger Evil Ass kam beim Publikum äußerst gut an und die heiligen Hallen füllten sich zunehmend bis auf den letzten Platz. Das neue Material wusste komplett zu überzeugen; schnelles Gitarrenspiel, in der Tonlage wechselndes Gegrowle, Geshoute und Gekeife vom Sänger waren nur einige der markanten Details des Klangs. Mit Beifall und unter lauten Zugaberufen verabschiedeten sie sich dann trotzallem von der Bühne um für die Sinsheimer Silent Overdrive Platz zu machen.

Silent Overdrive

Die Sinsheimer Silent Overdrive übernahmen die Headlinerposition auf dem diesjährigen Last Winternight Festival. Routiniert wie ein Sinsheimer eben ist, lieferten sie eine äußerst passable Show ab, in der selbst Songs wie „Babylon Nation“ (gewünscht vom HMC Demon Seed Sinsheim) nicht zu kurz kamen. Die neue Platte „Disease“ wurde auch weitestgehend vorgetragen und das fröhlich bangende Publikum zeigte sich im großen Finale äußerst angetan. Nach dem zweiten Auftakt von „Babylon Nation“ wurde dann allerdings das Feld geräumt und ein feierndes Publikum zurückgelassen.

Fazit: Wir sind auf das LWN III gespannt.

Pro:

  • - Backstagebereich
  • - Gute Bands
  • - Gute und reibungslose Organisation
  • - Gute Musik
  • - Gutes Publikum

Contra:

  • - zu viele Bands
  • - zu kurze Pausen zwischen den Auftritten
  • - zu viel Programm in kurzer Zeit
  • - zu wenig Bier im Backstagebereich

HIER gehts zur Bildergallerie!

Links zum Thema:

http://www.last-winternight.de
http://www.metalclub-hatecrew.de
http://www.silentoverdrive.de/
http://www.tombthroat.de/
http://www.rawintensepower.com/
http://www.crystal-crow.de/
http://www.pegasus-online.org/
http://www.artofviolence.de/

Verfasser:

Marius, Maren

Bilder mit freundlicher Unterstützung von www.metal-concerts.de