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Last Winternight Festival IV 28.03.09 – Rock- und Popverein Wiesloch Kromlek, Apophis, Evertale, Cypecore, Corporate Pain
Kinder, wie die Zeit vergeht. Bereits zur vierten Ausgabe des Last Winternight Festivals lud der Metalclub Hate Crew am 28.03.09 in die heiligen Hallen des Rock- und Popvereins in Wiesloch.
Überraschend früh, hatten sich bereits zum Opener – CORPORATE PAIN aus Ludwigsburg – schon weit über hundert Metalheads im Konzertsaal eingefunden. Gemeinsam mit der Death Thrash Kapelle wurden eifrig die Matten oder soll man besser sagen die Abrissbirne geschwungen. Die überwiegend mit Songs vom 2007er Album „Death in mind“ bestückte Setlist hatte es ordentlich in sich. Ein groovender Stampfer folgte dem anderen und so blieb vielen keine andere Wahl als sein Haupthaar zu schütteln. Aber nach ca ner dreiviertel Stunde war der Auftritt auch schon viel zu schnell vorbei.

Und so machte sich die nächste Band auf um dem Verein weiter einzuheizen. Die Lokalmatadoren von CYPECORE haben schon eine beachtliche Fanschar um sich gehortet. Und das merkte man dann auch arg früh, als der Zuschauerstrom vor die Bühne gar nicht mehr abreisen wollte. Mit melodischem Death Metal der Marke Dark Tranquillity oder In Flames trifft man auch den Geist der Zeit und spricht so recht viele – vor allem jüngere – Metalfans an. Ihre brandaktuelle CD, die auch zugleich das Debüt der Sinsheimer Band darstellt, hatten sie natürlich auch im Gepäck. Der Titelsong „Innocent“ oder „The Origin Of Hate“ sind nur zwei der Songs, die an dem Abend in die Meute gedroschen wurden. Zwar hatte die Truppe Anfangs vor allem mit Gesang bzw. dem Mikro technische Probleme, aber das legte sich relativ schnell und brachte die Truppe auch nicht weiter aus dem Konzept. Der Sound war leider aber auch nicht optimal.

Bei recht abwechslungsreichen Billings, wie sie beim Last Winternight Festival üblich, haben Power Metal Bands in der Regel immer ein etwas schlechteren Stand, was die Zuschauerresonanz angeht. Nicht so aber bei EVERTALE. Überraschend viele Fans ließen sich von der Truppe um Frontmann Matze in die Welt der Drachen und Elfen entführen und bekamen flotten und melodiereichen Power Metal um die Ohren gehauen. Zum Teil an ältere Blind Guardian erinnernd machten Songs wie „In The Sign Of The Valiant Warrior“ oder „Into The Dragon’s Lair“ schnell Lust auf mehr. Während andere Bands oftmals ihre Songideen aus Herr der Ringe einholen, handeln die Songs von Evertale über die „Chroniken der Drachenlanze“. Mit einer abwechslungsreichen Setliste konnten die Kehler EVERTALE an dem Abend sicher einige neue Fans hinzugewinnen.

So langsam neigt sich der Abend auch schon wieder seinem Ende entgegen. APOPHIS aus dem Schwabenländle hatte die Position des Co-Headliners eingenommen, hätte aber genauso gut auch als Headliner fungieren können. Da sie – mit ein paar Jahren Pause - schon seid 1991 in der Szene unterwegs sind und auch ein paar Alben schon unter die Leute gebracht haben, sind die Death Metaller keine unbekannten mehr. „I Am Your Blindness“ – ihr letztes Studioalbum liegt allerdings nun auch schon vier Jahre zurück. Allerdings genug Zeit um neue Songs zu schreiben und so wurden auch das eine oder andere neue Stück gespielt, z.B. „Temptation“, welches entfernt an Amon Amarth erinnern lässt. Den Leuten hats auf jeden Fall gefallen und so kreisten etliche Matten vor der Bühne.

Zwar um etliche Jahre Jünger, aber unter Kennern sicher nicht minder bekannt sind KROMLEK, die das Last Winternight Festival IV abschließend beackern durften. Vermutlich durch zu vieles Moshen bei APOPHIS und den anderen Bands haben sich die Reihen vor der Bühne überraschenderweise doch stark gelichtet. Kann man nur sagen. Selbst schuld, wer früher gegangen ist. Nach dem die Unterfränkische Truppe aus Schweinfurt seid über einem halben Jahr einen Nachfolger für den alten Sänger suchte, aber keinen finden konnte, gab es an dem Abend eine kleine Reunion zu vermelden. Der alte und neue Frontmann Herr Alphavarg schwang wieder das Mikro und führte KROMLEK in die letzte Schlacht des Abends. „Grim Omens“ oder „Ode an den Feuergott“ hießen nur zwei Songs, die die Meute vor der Bühne schier zum ausflippen brachten. Bei „Kromlek“ wurde schließlich die Trollburg – also die Bühne – von den Fans eingenommen und so feierten etliche Metalheads gemeinsam mit KROMLEK die letzte Winternacht und ließen dies auch gebührend ausklingen.

www.last-winternight.de
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