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Lyfthrasyr 1. The addiction to peace (Intro) Nach ihrem überraschenden Debüt “The Final Ressurection” melden sich Lyfthrasyr aus Karlsruhe nun mit ihrer zweite Scheibe “The Recent Foresight” zurück. Wem das Erstlingswerk schon gefallen hat, kann sich getrost auch das neue Album zulegen.
Nach einem Intro, bekommt man mit „Rage towards apathy“ gleich einen kleinen Vorgeschmack, auf das was noch kommen soll. Wobei schon hier eine leichte progressive Attitüde sich bemerkbar macht, die sich durch einige Songs des Albums zieht. Mit deutlich mehr wumms geht es bei „Venture and value“ zur Sache. Mit einem abwechslungs- aber temporeichen Schlagzeugspiel wird dieser Song mächtig nach vorne geprügelt. Auch die Gitarren fräsen sich hier eine Schneise durch die Landschaft. Was jetzt schon auffallend ist, ist die Tatsache, dass die Keyboardanteile, die auf dem Debüt noch stärker vertreten waren, hier etwas in den Hintergrund getreten sind und nur bei kurzweiligen Breaks sich im Vordergrund befinden. Dadurch gehen leider auch die Melodien und die atmosphärische Untermalung ein klein wenig, aber bei weitem nicht ganz verloren. Fast schon mit Stakkato-Riffing kommt „Servants in silent devotion“ daher. Mit dem sich in Blastbeatregionen befindlichen halsbrecherischen Drumming, geht es auch hier ordentlich zur Sache. Sänger Aggreash zeigt auch hier sein charismatischer Gesang, den er im Vergleich zum Debüt doch deutlicher vervielfältigt hat. So gibt’s neben den überwiegenden Crowls auch das gewohnte Kreischen. Hin und wieder kann er mit einem Flüstergesang, den Songs eine extra dämonische Note verpassen. Bei „Visions of hope and despair“ kann die Truppe im Refrainteil sehr gute atmosphärische Stimmung erzeugen, bei der die Gitarren mit einer eingängigen Melodie und das Drumming in gewohnter Manier nach vorne preschen, die Keys aber das alles sehr dezent untermalen. Als markante Zwischenspiele gibt es hier kurze nur vom Keyboard vorgetragene Sequenzen. Mit „Exhaling the spirit of time“ dürfte man wohl den schnellsten Song um die Ohren geschmettert bekommen. Wobei „schnell“ auf diesem Album relativ ist, zumal die einzelnen, im allgemein allesamt flotten Stücke, immer wieder durch Tempowechsel abgebremst werden und im nächsten Moment wieder davonrasen. Gleiches gilt auch für „Obsession in a convenient manner“, wobei dieser Song, neben den gewohnten Klavierklängen auch mit synthetischen Spielereien, wie man sie aus dem Industrialbereich kennt etwas angereichert wurden, was allerdings bei dem hohen Tempo, das die Drums und die Gitarren hier an den Tag legen, fast untergeht und nur im Hintergrund wahrzunehmen ist. Bei „Perception never expected“ fühlt man sich bei den Keyboardspielereien ein klein wenig an Pain erinnert, wobei der restliche Song nicht im geringsten mit Pain zu vergleichen ist. Überhaupt eine vergleichbare Band zu nennen, ist im Falle von Lyfthrasyr fast unmöglich. Bei der Schubladenbezeichnung „Melodic Black / Dark Metal“ wird manchem wohl Dimmu Borgir oder Cradle of filth einfallen, allerdings hat die Musik von Lyfthrasyr höchstens ansatzweise Ähnlichkeiten mit den beiden Bands. Hier sollte sich jeder selbst ein Bild von machen. Zum Abschluss ist zu sagen, dass Lyfthrasyr mit ihrer zweiten Scheibe sich deutlich zum Debüt weiter entwickelt haben, allerdings ohne dabei den für Lyfthrasyr typischen Stil groß zu verändern. Mit guter Produktion und deutlich mehr Tempo kommt das Teil daher und weiß doch zu gefallen. Es ist für manche Geschmäcker vielleicht ein Tick zu Progressiv ausgefallen. 8 von 10 Oimel |
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