|
Metal Embrace Festival 2 Das Team vom Sleepless Metalzine war mal wieder für euch in der regionalen Szene unterwegs und besuchte auf diesem Wege das Metal Embrace 2 Festival in den Räumlichkeiten des Rock- und Popvereins in Wiesloch. Neben der Band Obscure (welche zudem das Festival organisiert hatte) fanden sich The Prophecy 23, Respawn Inc. (welche sich unter anderem auch um die PA kümmerten) und Agoraphobia ein. Die Organisatoren waren bereits schon um kurz nach 15 Uhr anwesend, damit auch alles einwandfrei funktionieren sollte. Offizieller Einlass für die besuchenden Metalhorden war 20 Uhr. Da die Auftritte erst gegen 21 Uhr anfangen sollten, konnten sich die doch schon zu Beginn zahlreich erschienenen Metalheads noch mit etwas Bier an der Bar oder belegten Brötchen des Metalclub Hatecrew eindecken. Doch gegen 21 Uhr war es dann soweit; Obscure betraten die Bühne und legten – diesmal ohne altbekanntes Intro – mit ihrem Lied „Monastery of Crime“ los und weckten damit die anwesenden Besucher – die doch schon in einer ordentlichen Anzahl anwesend waren – aus ihrer Lethargie auf. Gespielt wurde eine neue Setlist, jedoch auch nur die altbekannten Titel, welche neben „Monastery of Crime“ lauteten : „Im Schweigen der Zeit“, „Der Ewigkeit Schlaf“, „Fleisch ist Gut“ (das Crematory-Cover zu Tears of Time mit recht eigensinnigem Text, bei dem auch mal wieder Würstchen an das Publikum verteilt wurden), „Night Without Day“, „Necropolis“, „Winterstorm“, „Bards Of Death“ und das – vom ersten Metal Embrace bekannte – Outro „In der Halle des Bergkönigs“ (welches nur von Bass und dem Schlagzeug gespielt wurde, jedoch diesmal nicht ganz fehlerfrei klappte). Der Auftritt machte Spaß und hatte die anwesenden Besucher schon auf das eingestimmt, was noch folgen sollte. Nur mit kleiner Pause und einem weiteren kleinen Soundcheck unterbrochen setzte das Gedröhne fort, als The Prophecy 23 mit ihrem Auftritt an der Reihe waren. Glücklicherweise und auch entgegen den Vermutungen der Veranstalter kamen ständig neue Gäste dazu, daher hatte die zweite Band schon ein ordentliches Publikum, das äußerst gutgelaunt mit der Band die Musik zelebrierte und sich dabei auch teilweise sehr gehen liess. Die Band spielte in erster Linie Songs ihres Albums „No Future For The Dead“, mit welchem sie regional Aufsehen erregten, da es durchaus eine sehr gute Eigenproduktion darstellte. Lieder wie „Nordic Wind“ oder „No Future (For The Dead)“ durften natürlich nicht fehlen. Was auffiel waren die interessanten Zwischeneinlagen des Sängers und Gitarristen (Jo)Hannes, welcher unter anderem einfach mal kurz seine Gitarre ablegte und sie über die Monitorboxen schrubbte, was sich dennoch sehr gut in das Lied einfügte. Dieser Auftritt stellte ebenfalls noch einen Wendepunkt für die Band dar, denn es war der letzte Auftritt mit Bassist Fileas. Der Tieftöner ist leider gezwungen die Band zu verlassen, da er ein Studium begonnen hat. Wer sich für gut genug hält und Interesse an einem Basserjob hat, sollte sich umgehend mit The Prophecy 23 in Verbindung setzen. Nach den tapferen Recken der Prophezeiung betraten die schon sehr bekannten Agoraphobia die Bretter, welche die Welt bedeuten; jedoch ohne „Metal Heinz“, einen ihrer Gitarristen, der Krankheitsbedingt die Segel streichen musste. Da die Band aber ihre Fans nicht enttäuschen wollte wurden die Songs halt nur mit einer Gitarre gezockt. Gespielt wurden bekannte Titel ihres Albums „Sick“ (welches nach wie vor bei der Band erhältlich ist). Hervorzuheben ist der Song „Harassed Conciousness“, welcher perfekt vorgetragen wirklich jeden anwesenden Metalhead in Kopfknall-Laune bringen konnte. Auch gleich drei neue Stücke, die wohl auf dem nächsten Album erscheinen werden, gespielt, welche bei den Fans sehr gut ankamen, allen voran das Stück “Sometimes violence is the only answer”. Ein sehr gelungener Auftritt, aber von dieser Band ist man mittlerweile auch kaum etwas Anderes gewöhnt. Den Abschluß des Festivals sollten Respawn Inc. bilden. Sie erreichten es, dass der ganze Saal nochmal ordentlich was geliefert bekam, schade eigentlich nur, dass schon viele Leute den Heimweg angetreten hatten. Die Jungs aus Leimen spielten – soweit ich das beurteilen konnte – sehr fehlerfrei und regten mit ihrem „Stageacting“ viele Leute zum mitmachen an. Gespielt wurden Titel ihrer Eigenproduktion „Only Ashes Remain“ (siehe auch Review in unserer Reviewabteilung) und mehrere neue Stücke, welche hoffentlich in absehbarer Zeit auf dem zweiten Album erhältlich sind. Was bis jetzt zu hören war, klang sehr gut und eben typisch nach Respawn Inc. ! Wer den Auftritt verpasst hatte, sollte diesen Mangel wieder aushebeln, indem er einen Gig der Band besucht. Dies wird jedoch etwas dauern, da sie die neuen Titel im Moment ausarbeiten und dann aufnehmen wollen. Fazit : Ein super Festival, hat alles sehr gut geklappt, über den Klang konnte man nicht meckern. Das Line-Up wusste durchaus stark zu begeistern. Mit knapp 150 Gästen war es über die Erwartungen der Veranstalter gut besucht, Essen und Getränke waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Der Eintritt dürfte sich wohl für jeden Besucher gelohnt haben. Dann bleibt uns nur gespannt zu sein auf das dritte Metal Embrace Festival. Links zum Thema: Marius |
||