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Metal Madness IV - Party HMC Demon Seed 09.09.06 Halle 101 in Speyer
Bereits zum vierten Mal lud der HMC Demon Seed zu ihrer „Verrückten“ Party ein. Und von Party No 1 bis 4 konnte man immer eine Steigerung beobachten. Angefangen hatte das ganze anno 2003 an einer Waldhütte in Sinsheim-Hilsbach. Ein Jahr später landete man bereits in der jetzigen Location Halle 101 in Speyer, allerdings eher ungewollt. Grund war, dass irgendwer den Seeds gewaltig ans Bein pissen wollte und schwärzte die Truppe und auch die geplante Party in Hilsbach bei der Stadtverwaltung in Sinsheim an. Diese hatte nichts besseres zu tun als einen Tag vor der Party, den Demon Seed die Genehmigung zu entziehen. In einem monströsen Kraftakt organisierte man die komplette Party nach Speyer um. Da dort so ein Terz mit der Stadt nicht drohte, blieb man die Jahre danach ganz einfach dort. 2005 holte man zum Metal Madness III einfach noch vier Bands hinzu, die den Partygängern ordentlich einheizten.
Und nun, im Jahre 2006 und beim nunmehr vierten Metal Madness waren es bereits fünf Bands, die sich an dem Abend die Klinke in die Hand gaben und das alles bei freiem Eintritt. Wo gibt’s denn so was noch? Klar bei den Demon Seed. Da der Eintritt bekanntlich frei war, war es schwer abzuschätzen, wie viele Metalheads zu Besuch waren, aber es waren sicherlich um die 300 - 400 Leuts. Einen Großteil machten Metalclubs aus, die teilweise über 300 km weit fuhren, nur um auf der Party dabei zu sein.
Als Dank gabs dann zumindest eine Urkunde für alle anwesenden Metalclubs (immerhin 26 an der Zahl) und für die Clubs mit der weitesten Anreise (den Preis erhielten die Metal Dragons für 301 km (einfache Fahrt)) und der größten anwesenden Anhängerschaft (der Preis ging an die Metal Crusaders) auch noch besondere Präsente. Alle anwesenden durften dann auch noch schätzen wie alt alle Demon Seed Mitglieder zusammen sind. Die Lösung lautet 522 Jahre.
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Pulse of decay
Den Anfang auf der Bühne machte PULSE OF DECAY. Als Stilbezeichnung gaben die Jungs „Doom Thrash Metal“ an. Mag die Bezeichnung etwas ungewöhnlich klingen, so waren die Klänge die aus den Boxen föhnten gar nicht so ungewöhnlich. Um es mal am Beispiel eines Songs zu beschreiben, der über „Bienchen und Blümchen“ handelt. Zu Beginn spielte die Band hier irgendwie aneinander vorbei. Da hatte wohl die komplette Truppe den Einsatz verpasst. Aber nach und nach fand die Truppe zum Kollektiv zusammen und je mehr dies geschah, desto mehr kam der Fünfer in Fahrt und wälzte alles nieder was sich ihnen in den Weg stellte. Man kann es wirklich als Panzer oder Bulldozer bezeichnen, der erst an Fahrt gewinnen muss. Und dann, urplötzlich gibt es eine ruhige Passage im Song. Vermutlich, um etwas zu verschnaufen oder nachzutanken. Denn kurz danach preschte man gleich weiter. Mit einer sehr guten Abwechslung zwischen cleanem Gesang und leisem Flüstern, vor allem bei den ruhigeren Passagen und Kreisch- und Grunzgesang bei schnelleren und härteren Passagen, konnte der Frontmann sehr überzeugen. Ruhigere Passagen, münden oft in heftigen mit ordentlich Doppelbass unterlegten Riffgewittern. Hierbei wurde auch des öfteren der Mikroständer nahezu vergewaltigt. Bei den längeren Instrumentalpassagen spazierte der sehr bewegungsfreudige Sänger auch des öfteren von der Bühne. Zu guter letzt wurde ein Song gespielt, den man einer Schwedischen Vereinigung für Analkerzen vermachte. Da bekommt die Bezeichnung „Feuer unterm Hintern“ eine ganz andere Bedeutung. 
Veneral Disease
Bei VENERAL DISEASE hatten sich mittlerweile schon etwas mehr Leuts vor die Bühne begeben. Teilweise mit Mitgliedern von FRAGMENTS OF UNBECOMING bestückt schwang das Quartett eine ordentliche Death Metal – Abrissbirne durch die Halle. Kein Wunder, dass hier dann auch gleich die ersten kleineren Pits auftraten und vor allem eifrig headbangen angesagt war. Die Truppe machte einen sehr vitalen und professionellen Eindruck. Und der Frontmann, der auch bei breitbeinigem Gegrunze seine Mitstreiter in der Körpergröße noch überragte, machte eine sehr gute Figur und stachelte das Publikum immer weiter zum moshen und bangen an.
Paniczone
Mit PANICZONE kamen nun im Raum Heidelberg sehr bekannte Thrash – Deather auf die Bühne. Doch zur Verwunderung musste man feststellen, dass die Truppe nur noch zu dritt war. Vor einigen Wochen hatte sich der Bassist verabschiedet und so macht die Truppe nun zu dritt weiter. Ohne Basser. Mit nur einer Gitarre. Eine sehr ungewöhnliche Ansicht, aber Torsten an der Gitarre machte der Einmann-Job nix aus und so ging PANICZONE auch so ordentlich ab. Und den Fans vor der Bühne auch nicht. Diese hatten derweil auch nix besseres zu tun, als die Bühne etwas „aufzufüllen“. So hüpften drei Fans, darunter auch ein weiblicher, auf die Bühne und zeigten von dort aus, was ordentliches Mattenschwingen ist. Zur Erheiterung und Erleichterung des Frontmannes durfte einer der „personal Stage Headbangers“ mit ins Mikro gröhlen. Frontmann Christo war an diesem Abend ebenso besonders gut aufgelegt und hatte die ganze Zeit über lockere Sprüche auf Lager. Zum Abschluss des Thrash-Death-Gewitters widmete man dem Metalheinz (Git. bei AGORAPHOBIA) noch einen Song. Und wisst ihr warum? „Weil er so en schöne Bub is.“
Might of lilith
 Danach gab es dann melodischen Black Metal. MIGHT OF LILITH aus dem Stuttgarter Raum spielten mit ihrer Keyboard unterlegten Düstermucke auf sehr hohem Niveau. Sehr durchdachter und professioneller Songaufbau. Aber leider wussten das nur recht wenige Fans vor der Bühne zu schätzen. Entweder machten sich bereits Ermüdungserscheinungen breit oder die Theke rief. Auf jeden Fall haben hier so einige Fans einen wirklich klasse Gig einer toughen Truppe verpasst. Ihren melodischen Black Metal kann man in den Bereichen von GRAVEWORM und STORMLORD finden. Mit „Lunatic Sonata“ spielten die Schwaben auch einen „Hit“. So ist dieser Song auf einigen Samples (u.a. Legacy) zu finden und geht auch gleich ins Ohr, wo er sich festsetzt. Und so ist es mit den anderen Songs auch. Also, wer die Band hier verpasst hat, am besten bei nächster Gelegenheit nachholen.
Hatchery
Nun kam was altes auf die Bühne. Aber nicht in Form von alten Säcken sondern in Form von ordentlichem Old School Thrash Metal. HATCHERY enterten nun die Bühne und liesen das Thrasher Herz um einiges höher und auch schneller schlagen. Mit einigen Heads vor der Bühne lässt es sich auch um einiges besser dreschen. Mit dem neuen Sänger Zottel, der mittlerweile aber auch schon ein paar Monaten bei der Truppe ist, hat man ein wahres Naturtalent an Bord geholt. Mit ihrem Thrash, den man in die Bereiche von SODOM, DESTRUCTION und auch SLAYER der achtziger einstufen kann wussten die Fünf zum einen sehr zu überzeugen und zum anderen ordentlich einzuheizen. Wer sich bei der Vorgängerband noch geschont hatte, lies hier zum Abschluss noch einmal ordentlich die Matte kreisen, bis die Wirbel kreischen. Da gabs sicherlich so einiges an Genickschmerzen.
Im Anschluss an die Bandauftritte ging es dann nahtlos zur After-Show-Party über. Zwar waren im vergleich zum Vorjahr doch weniger Besucher zugegen (kein Wunder bei diversen Konkurrenzveranstaltungen), dies tat aber der Stimmung und der Feierlaune der Fans überhaupt keinen Abbruch. Die ganze Nacht hindurch wurde gefeiert und natürlich – den Durst gelöscht. Die Halle war von Schnapsleichen, die hier und da auf Bänken, Tischen oder Boden lagen, gesäumt. Bis wann die aller letzten von dannen zogen ist unbekannt, den das Sleepless Team machte sich morgens um acht auch auf den Heimweg. Aber eines ist sicher. So eine Party, wie sie die Demon Seed veranstalten schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Also, hoffentlich bis zum nächsten Jahr und Prost !
Weitere Bilder gibts auf www.demon-seed.de und auf www.metalclub-hatecrew.de
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