Metal Massacre 2007
(Live im Rock und Pop Verein Wiesloch am 13.07.07)
Naema, Sub Trash, Respawn Inc. & Skepsis

An einem Freitag dem 13. lud der Rock- und Pop Verein in Wiesloch zu einer weiteren Veranstaltung ein. Es war ein verdammt warmer Tag und die Hitze hielt sich natürlich auch im Rock- und Pop Verein auf.

Auch als die erste Band Skepsis um 21 Uhr begann änderte sich daran nichts. Skepsis spielen Melodic Death ohne dabei aber zu sehr die schwedische Schiene zu fahren. Man stellt in Ihrer Musik auch starke Old-School-Death-Metal Einflüsse fest, die sich von schleppenden doomigen bis hin zu groovigen Einlagen erstrecken. Ebenfalls betrieb die Band Schleichwerbung für den Schwimmbad Club in Heidelberg, dabei angefeuert durch ein Musiker von Prophecy 23, der auch ordentlich die Werbetrommel rührte und damit bewies, das er ein guter Call-Center-Agent darstellt und jeder Oma ein Lotterie Los andrehen könnte (Wusstest Du schon, der Metal kommt zurück in den Schwimmbad Club nach Heidelberg). Nebenbei wurde auch ein noch ein Geburtstagsgruß in das Publikum geschickt. Danach ging es munter weiter und Skepsis feuerten 6 weitere Songs in das Publikum ab unter anderem das eingängige Groove/Mosh-Monster At Last The Killer. Ein sehr guter Auftakt.

In der Zwischenzeit forderte The Prophecy 23 Naema zu einem neuen Drinking Contest heraus. Die erste Auflage ging damals an The Prophecy 23 und diesmal übernahm der Sänger von Skepsis (auch Bassist bei The Prophecy 23) die Rolle des Pump-Ab-Männchens ein und kam, sah und siegte. So schnell wie es begonnen hatte, war es auch wieder vorbei. In dieser Zeit begannen Respawn Inc. schon mit Ihrem Programm.

Respawn Inc. klingen für mich wie eine Mischung aus Megadeth und Machine Head, wobei der Machine Head Anteil überwiegt. Umso mehr war ich überrascht, als man dann die Keule kreisen lies und Thrash der harten Gangart regierte und mal auf das Gaspedal getreten wurde. Ich muss gestehen, dass mich die Band in diesem Moment an die Wand gedrückt hat, da ich zuvor nicht viel von Respawn Inc. gehört hatte. Dennoch sind die meisten Songs schleppend und überrollen einen langsam und warten mit einigen überraschenden Up-Tempo-Parts auf um dann wieder in melodiöse Gefilde abzudriften, dieses Wechselspiel überträgt sich auch auf den Gesang, der zwischen Shouting in den harten Parts und cleanen Parts in den ruhigen Parts wechselt. Grundsolide Mucke die sicherlich ihre Anhänger hat und mich in einigen Momenten auch kurz aufhorchen lässt, allerdings aber nicht so meine Art von Musik darstellt.

Subtrash hatten dann ein Heimspiel. Das Metal Massacre war zugleich auch Ihre Release Party für Ihr erstes Full Length das den Titel Apocalyptic Weekend trägt. Apokalyptisch wurde es diesmal wirklich. Groovend schlug sich das Trio durch Ihre Songs und übertrug auch eine schier unfassbare Energie von der Bühne. Los ging es mit Point Of No Return, der wirklich zeigt wie grooviger Old School Death Metal zu klingen hat. Remote Controlled by The Devil lädt schleppt sich wie ein Panzer und überrollt Dich langsam um dann loszulegen und der Chorus lädt zum Mitgrölen ein und so wie der Song begonnen hat schleppt er sich auch langsam zum Ende. Subtrash folgen weiter dem von Six Feet Under eingeschlagenen Warpath und zeigen mit Die By Your Society und Ihrem Überknaller Chainsaw Freestyle, wie rund die Sache laufen kann und machen was sie am besten können, die Kettensäge schwingen und loslegen (in diesem Fall eher passend in die Seiten hauen und Grooven und Moshen). Ein weiterer geiler Song im Set von Subtrash ist 4-Mosh und eine absolute Hymne die zum Bangen und auch zu einem fetten Mosh Pit einlädt. Apocalyptic Weekend (Titelsong zum neuen Album) liess dann am Ende nochmals alles losbrechen. Beginnend mit kurzem rockigen Intro, geht es dann los und gibt voll eine auf die 12. Subtrash brachten die Meute zum Durchdrehen und die darauf folgenden Naema durften es schwer haben, das noch zu toppen.

Nach einer kurzen Umbaupause waren dann Naema an der Reihe. Die Jungs spielen Metalcore, allerdings nicht so wie die meisten der Trend Bands, die von schwedischen Bands wie At The Gates und In Flames inspiriert sind, sondern von den guten alten Hardcore Sachen wie Cro Mags. Thrashige Einflüsse konnten die Jungs auch noch vorweisen und musikalisch war gar nicht schlecht was geboten wurde, allerdings gefiel mir der Gesang überhaupt nicht und irgendwo hat man auch alles schon mal gehört bei anderen Metalcore-Bands. Allerdings muss auch hier erwähnt werden, dass es allgemein sehr schwierig ist im Metalcore Bereich noch Boden zu fassen, da es bereits zu viele Bands gibt, die sich allesamt ähnlich klingen.

Nach Naema klang der Abend dann auch gemütlich aus und es ging auf den Heimweg. Geboten wurde ein sehr guter Gig, der auch ordentlich besucht war und gute Stimmung mit sich brachte und auch einen Unsatz des Abends hatte: Der Metal ist zurück im Schwimmbad Club, dieser kam leider 30 mal zu oft.

by
Styx