Metal Night im Kult
28.12.06 - Kult(urschuppen) in Gundersweiler

Es hat sich mal wieder was getan im metallischen Bereich ! Diesmal berichtet das Sleepless Metalzine von einem Event, das in den tiefsten Eingeweiden der pfälzischen Kuhkäffer stattfand. Die Rede ist von der jährlich stattfindenden Metal Night im Kult(urschuppen) in 67724 Gundersweiler am 28.12.06. Auf dem Billing standen die Bands „Dying Hope“ (deren Auftritt jedoch nicht fest bestätigt war), die progressiven Deather von „Demento“ und die weitbekannten Heavy/Power-Metaller „Ivory Night“.

Location, Preise: Wie bereits erwähnt fand das Event in dem kleinen „Kaff“ Gundersweiler tief im Herzen der Pfalz statt. Im Club selbst gibt es an den „gestylten“ Wänden genügend Sitzgelegenheiten, teils mit Kissen, teils ohne. Zudem in den Ecken hin und wieder kleine Sitzgruppen. Zur Bar hin befinden sich massive Tische, Eckbänke und Stühle. Die mittelgroße Tanzfläche stellte an diesem Abend die Bühne und war somit nur für die VIP’s zu betreten ;). Der Eintritt für diesen Abend betrug 5 €, was für dieses Billing voll in Ordnung war (ein Wunder das es nicht mehr kostete ;). Für ein 0,5er Bier zahlte man 2,50 €, was nicht ganz günstig aber noch voll im Rahmen ist; dann gab es noch das Abendangebot von 3 Jacky-Cola für 5 €, das einige der anwesenden Gäste auch ordentlich ausnutzten, wie man später an besoffen rumtorkelnden Besuchern merkte.

Erster Auftritt : Dying Hope

Die Musiker dieser Band stammten alle aus der Umgebung und waren einigen Gästen von dem vor kurzem stattgefundenen „Rock gegen Rechts“ bekannt. Dies stellte erst ihren dritten Auftritt dar; in ihrem Repertoire befand sich ein eigenes Lied und diverse Coverversionen z.B. von Grave Digger „Rebellion“ oder Tiamat’s „Sleeping Beauty“. Leider lief für die Band an diesem Abend einiges schief, was jedoch das Publikum nicht störte. Unter anderem fehlte bei einem Stück die Lead-Gitarre (sie war nicht zu hören) und an anderer Stelle gab es einige Probleme mit dem Zusammenspiel. Jedoch gab es von der Band zwischendurch auf Verlangen der Zuschauer immer wieder kleine Soli, welche nur mehrere Sekunden lang dauerten und die Stimmung tierisch auflockerten. Was auffiel war das endlich auch mal eine Frau hinter den Knüppeln saß. Insgesamt war der Auftritt verbesserungswürdig, trotz allem gab es Beifall. Der nächste Auftritt klappt bestimmt besser!

Zweiter Auftritt : Demento

Unsere alten Bekannten Demento sollten nun mit ihrem progressiven Death Metal das Publikum überwältigen. Gespielt wurden Stücke ihrer aktuellen Demo-CDr (Fragments), welche nach wie vor bei der Band zu erstehen ist. Mit etwas Glück bekommt man auch noch einen Pin und einen Aufkleber der Band dazu, und das für einen geringen Preis (an diesem Abend 3 €). Geboten wurde eine nahezu perfekte Performance (die wenigen Verspieler fielen niemandem auf) mit sehr gutem Sound, welche noch vom leicht theatralischen Stageacting des Sängers Thomas Hassel (ebenfalls tätig bei Obscure) aufgewertet wurde. Dass die Band sehr gut ankam zeigte sich besonders deutlich bei der großen Anzahl Zuhörer, welche nach dem Auftritt zu den Musikern gingen und ihnen auch gleich ihren positiven Eindruck mitteilten. Ein wirklich gelungener Auftritt, wenn ihr mal die Gelegenheit habt diese Band live zu beschauen, dann zögert nicht!

Dritter Auftritt : Ivory Night

Die schon über die Grenzen von Deutschland hinaus bekanntgewordenen Ivory Night aus Kaiserslautern sollten dann die Bühnenbretter besteigen. Wer diese Band kennt weiß, dass einem nahezu immer ein perfekter, mitreissender Auftritt geboten wird. Auch an diesem Abend sollte das Publikum nicht enttäuscht werden und aufgrund kürzerer Setlists der anderen Bands und des reibungslosen Ablaufes des Abends konnten Ivory Night so ziemlich ihr gesamtes Programm spielen, nebst sehr vielen Zugaben. Gespielt wurden natürlich in erster Linie eigene Stücke der CD „7 – Dawn Of The Night“, neue und bisher unveröffentlichte Stücke. Als jedoch das eigene Repertoire sich der Erschöpfung neigte kamen Coverversionen diverser Lieder, so z.B. Iron Maiden’s „Aces High“ (dass wie immer das Publikum zu Höchstleistungen anspornte) oder eine doch eher eigenwillige Version von David Hasselhoff’s „Looking For Freedom“. Dieser „Wunsch“ geht auf eine Person zurück, welche sich „Ozzy“ schimpft und einigen Kultbesuchern bekannt ist. Insgesamt spielte die Band weit über eine Stunde und konnte einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Mit Ivory Night kommt aus der Pfalz wohl eine Band, die für die Zukunft alle Chancen hat.

Fazit:

Ein sehr gelungener Abend mit tollem Liedgut zu einem äußerst günstigen Preis ohne irgendwelche Art Probleme oder Hindernisse. Es ist fraglich ob dieser Abend im Jahre 2007 noch getoppt werden kann.

Marius

Links zum Thema:

http://www.daskult.de

http://www.ivorynight.de

http://www.demento-band.de