Metal Night
18.02.06 - Loch Ness in Wiesloch

Wenn man Metal im Zusammenhang mit Wiesloch zu Ohren bekommt, dann denkt man meist an die unzähligen Undergroundbands aus der Gegend um Wiesloch oder an den Rock- und Popverein. An diesem Abend traf nur eines der beiden zu, nämlich die Bands. Die Thrash Band RESPAWN INC. initiierte eine „Metal Night“ in Wiesloch und zwar im „Loch Ness“. Beim „Loch Ness“ handelt es sich um einen alten Gewölbekeller, der vom dort ansäßigen Jugend-zentrum geführt wird. Hier steigen zwar hin und wieder Konzerte aber im Metalbereich sind diese hier doch eher rar gesät. Nichtsdestotrotz haben sich die Initiatoren noch zwei lokale Bands ins Boot geholt um im „Loch Ness“ die Sau raus zulassen.

Den Anfang machte zu aller Überraschung aber die Punkband MONKEY PUNCH. Zwar war das nicht unbedingt der Geschmack vieler Metaller, die sich an diesem Abend doch ziemlich zahlreich blicken ließen, aber dennoch musste die Band nicht gerade vor einem leeren Konzertkeller spielen. Mit eigenen Songs und auch zahlreichen Cover zogen die Jungs ihr Ding durch.

Im Anschluss kamen dann die „Melancholic Deather“ von OBSCURE. Der Fünfer aus Mühlhausen, den es in dieser Form seit Mitte 2005 gibt konnte mit seinem recht eigenständigen und auch vielseitigen Kompo-sitionen eine beachtliche Zahl an bangendem Volk vor die Bühne locken. Wer auf Bands wie CREMA-TORY oder die ehemalige Wieslocher Band SERA-PHIM steht, darf ohne weiteres bei den Jungs und dem Mädel mal reinlauschen. Zu den Ein-flüssen der besagten Bands kommt dann noch eine Brise Death und Black Metal und fertig ist der OBSCURE-Sound. Als Highlight des Abends gab es eine recht eigenwillige Cover-version des CREMATORY-Klas-sikers „Tears of time“ den die Band in „Fleisch ist gut“ umtaufte und dazu dem Publikum auch noch Würstchen verteilte. Von dem Wort „Melancholic“ sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn die Band war an dem Abend recht gut drauf und so richtig in Feierlaune. Düfte wohl aber auch an dem einen oder anderen Bier gelegen haben, dass die Jungs vor ihrem Auftritt wohl zuviel getrunken haben. Geschadet hat es aber niemandem.

Den Abschluss und auch den Höhepunkt des Abends machte dann die „Bruce-Lee-Metalcombo“ von RESPAWN INC. Mit ihrem modernen Thrash konnten sie sehr viele Leute vor die Bühne locken und dazu auch mächtig zum abfeiern ermutigen. Zwar hatte der Drummer mit einer Grippe zu kämpfen, aber das scheint noch lange kein Grund zu sein um dafür die Fans zu enttäuschen und den Gig abzusagen. Im Gegenteil. RESPAWN INC. schwangen ihre Thrash-Keule nach belieben durch den Keller. Die Fans bedankten sich dafür mit eifrigem Gemoshe und Gebange. Und die vielen Zurufe der Metalheads durften natürlich auch nicht fehlen. Mit unzähligen Songs aus ihrer Bandkarriere und ihrer doch recht langen Diskografie setzten sie den Fans zu und das gekonnt. Schließlich treibt die Band schon seit 1999 ihr Unwesen in der Wieslocher Gegend und kann somit schon recht viel Bühnenerfahrung vorweisen. Mit ihrem Longplayer „Only Ashes Remain“ konnten sie einen Meilenstein in ihrer Karriere setzen und auch eifrig gute Rezensionen einfahren. Mit Songs von der besagten Platte wie „Bleed me a river“ oder „Watching you burn“ heizten sie den Fans ordentlich ein. Nach einer guten Stunde war aber dann auch schon Schicht im Schacht und RESPAWN INC. ließ noch ihre letzten Klänge ertönen ehe sie die Bühne räumten.

Entsprechend der unterschied-lichen Stilrichtungen der Bands war auch das Publikum recht bunt gemischt, was aber der Feierlaune der überwiegenden Metalfraktion bei weitem nicht schadete.