Metal Up Your Ass
07.05.08 - Schwimmbadclub, Heidelberg
mit Agoraphobia, Smilodon, Undine

Im fast schon legendären Schwimmbadclub in Heidelberg machten sich mal wieder ein paar Bands daran die Hütte zu rocken. Trotz, dass die Konzerte – wie auch dieses – im Schwimmbadclub Mittwochs stattfinden, wars einigermaßen gut gefüllt.

Den Anfang machten UNDINE aus Mannheim. Ihre Musik beschreiben die Jungs als Krautcore. Wohl auch nur eine Alibimaßnahme, um nicht in die Metalcore-Schublade gesteckt zu werden, den da gehört die Truppe musikalisch eigentlich hin. Songs wie „Teil des Ganzen“ oder „No 2nd chance“ konnten die Metalheads vor der Bühne doch gehörig zum mitmachen bewegen. Und so wurde neben der Haarpracht auch das Tanzbein geschwungen. Vergleichbar ist die Truppe mit Bands wie Heaven Shall Burn und As I Lay Dying. Und da kommt dann auch schon das Problem der Truppe auf. Die Musik war zwar nicht schlecht, was auch die vielen fliegenden Haare vor der Bühne bewiesen, aber es war einfach nichts neues. Wie rund 90% aller Metalcore Bands versinkt auch diese Truppe im Einheitsbrei und kann so neben ein paar Verspielern eigentlich nur noch mit so gut wie keiner Innovation glänzen.

 

 

 

 

 

 

 

Deutlich mehr Innovation und Eigenständigkeit bringen SMILODON mit. Angekündigt als Melodic Death Metal Akt, muss man gleich vorwegnehmen, dass hier keine Band wie In Flames oder Dark Tranquility zu erwarten ist. Mit ihren teils komplexen Songstrukturen mag man eher an 70er Rock auf nem Death-Trip denken. Die Musik ist oftmals verfrickelt und wirkt auch etwas chaotisch. Hin und wieder bekommt man auch eingängigere Stücke vor den Latz geknallt, aber im großen und ganzen bleibt die Mucke eine recht schwere Kost. Die Sangeskünste der Truppe werden übrigens von einem Mädel beigesteuert, die mehr als deutlich zeigt, dass auch Frauen stimmgewaltig im Extremmetalbereich mithalten können und – wie in dem Fall – auch etliche männliche Kollegen in Grund und Boden grunzen können.

 

 

 

 

 

 

 

Den Abschluss des Abends machten die Jungs von Agoraphobia. Nach einem unmetallischen Intro legte die Truppe mit „In Flames“ gleich los. Hier wurde auch gleich deutlich, warum sich die Truppe nach ihrer Neuformierung einen so guten Namen in der Region erspielen konnte. Oldschool Death Metal Riffs treffen auf moderneren Parts und lassen sich zu dem Sound kombinieren, den Agoraphobia mittlerweile ausmachen. Es ist zwar ein schmaler Grat das ganze harmonisch hinzukriegen, aber die Truppe um die zwei Sänger Splatter und Maik bewies das ein ums andere mal. Vor der Bühne war zwar nicht allzu viel mehr los, aber die Metalheads die noch da waren, blieben auch weitgehend bis zum Schluss und ließen sich neben weiteren neuen Stücken wie „Sometimes“ oder dem bösen „666“ auch nicht zwei Coverversionen entgehen. „Davidian“ von Machine Head und eine verdammt starke Interpretation von „Among the living“ von Anthrax gab es als besonderes Schmankerl an diesem Abend.

 

 

 

 

 

 

 

Wer mehr über die Bands erfahren will und sich selbst mal ein Bild von der Musik machen möchte, kann auf den Homepages der Truppen reinklicken.

www.agoraphobia.de
www.smilodon.de
www.undinemetal.de

Oimel