Metalclub Hate Crew

VORGESCHICHTE

Hier berichten wir über den Metalclub Hate Crew. Einem (noch) kleinen Zusammenschluss von Metalheads, hauptsächlich aus Mühlhausen und Umgebung.

Wir schreiben das Jahr 2003. Die späteren Clubgründer Heiko „Cooky“ Lübke und Stefan „Oimel“ Klein plagte an einem Frühjahrs-Freitag sowohl die Langeweile als auch Unernehmensdrang. Eine Freundin brachte die beiden auf die zündende Idee ins Express, einer kleinen Metalkneipe in Sinsheim, zu gehen. Man trommelte ein paar Freunde zusammen und traf sich in besagter Kneipe. Als man hörte, dass tags darauf ein Konzert in dieser Lokalität stattfinden sollte, entschloss man sich am nächsten Tag wieder dort einzufallen. Doch dabei blieb es nicht. Immer wieder kehrte man hier ein und aus und lernte bei dieser Gelegenheit etliche andere Metaller kennen.

Nach einer Weile fand man heraus, dass sich aus den zahlreichen Metalfans, die sich gelegentlich im Express einfanden, einige entschlossen, einen eigenen Metalclub zu gründen. Die Rede ist hier von den „Demon Seed“. Nachdem man öfters mit Mitgliedern des Clubs ins Gespräch kam und die erste Demon Seed Party in Hilsbach mitfeierte, kamen sie zu der Überlegung, ob sie sich diesem Heavy Metal Club anschließen sollten. Doch es blieb nur ein Gedanke. Im Freundeskreis der beiden hatte sich in der Zwischenzeit ebenfalls eine kleine Clique aus Metalheads formiert, mit welcher man gemeinsam auf Konzerte und – im Sommer 2003 – auf das Summer Breeze Open Air nach Abtsgmünd fuhr. Daneben gab es auch zig Partys, zu welchen man gemeinsam abfeierte.

DIE IDEE

Im Spätjahr 2003 wurden Oimel und Cooky zur selben Zeit durch einen Gedankenblitz erleuchtet. Sie kamen auf die Idee einen eigenen Metalclub zu gründen! Die beiden fackelten nicht lange, trafen sich und legten sofort los. „Der Club dient zur Pflege, Förderung und Erhaltung der Musikrichtung Metal. Des Weiteren dient er der Pflege der Kommunikation zwischen den Anhängern dieser Musikrichtung durch gesellschaftliches Beisammensein.“ Mit diesem Grundgedanken machte man sich ans Werk. Sie informierten die Clique und stellten fest, dass die Idee auf Zustimmung stieß. Man orientierte sich an andern Metalclubs und fertigte eine Satzung an, wobei die Satzung des HMC Demon Seed als Vorlage dienen sollte. Hierfür einen Gruß nach Sinsheim!

Da man einen Namen für den Club brauchte setzten sich Oimel und Cooky zusammen und schrieben jede noch so ausgefallene Idee für einen Namen auf. Mitunter „Metal Militia“, „Phantom Lords“, „Metal Maniacs“, „RivFader“ (die deutsche Übersetzung ist uns bis heute unbekannt) und eben den Namen, unter welchem wir sie heute kennen: „Hate Crew“. Oimel wählte sich aus den Vorschlägen einen aus und fertigte auf gut Glück ein Logo an. Dieses gefiel Cooky so gut, dass man es in Verbindung mit dem Namen „Hate Crew“ annahm. Die Tatsache, dank einer finnischen Metalband sogar eine „Cubhymne“ zu haben, machte die Namenswahl noch schmackhafter.

Nun war es mittlerweile schon Januar und man hatte bereits einen Namen, ein Logo, eine Satzung und viele interessierte Metalheads. Als nächstes wurde die Homepage in Angriff genommen. Zuerst als Entwurf und schließlich im Februar als fertige Seite im Netz. Die Clique bekam immer mehr Zuspruch von Leuten, die von der Idee Wind bekommen hatten und wuchs stetig. Vor der Gründungsversammlung traf man sich regelmäßig im Forum auf der Homepage und tauschte sich dort aus. Die Nicknames, mach welchen sich die angehenden Clubmitglieder benannten, entstanden in besagtem Forum. Diejenigen unter ihnen, die bereits einen Spitznamen hatten, durften diesen selbstverständlich behalten.

DIE GRÜNDUNG

Voller Vorfreude trommelte man alle potentiellen Mitglieder für den 05. März 2004 zu einer Gründungsversammlung zusammen. Da man nicht genau wusste, wie viele letztendlich kommen würden, sollte die Gründung eigentlich bei Cooky daheim stattfinden. Aufgrund des großen Ansturms musste der Jugendraum der Jugendfeuerwehr Mühlhausen als Ausweichort herhalten. Dort wurde über die Satzung diskutiert, jedes Mitglied gab seinen Antrag ausgefüllt ab und man wählte den ersten Vorstand des Clubs. Danach befeierte man eifrig das große Ereignis. Von den 14 Anwesenden traten schließlich 13 in den Metalclub ein. Ihre Namen lauteten: Lea „Araf“ Diebold, Sascha „Dragon“ Klefenz, Sascha „Styx“ Becht, Nadine „Niniel“ Lutz, Thomas „Sting“ Hassel, Doro „Korja“ Bäcker, Thomas „Thom“ Westermann, Marco „Azrael“ Förderer, Tanja „Peppi“ Holze, Samdra „Black-Luder“ Hermann, Heiko „Cooky“ Lübke, Stefan „Oimel“ Klein und Dominik „Knuffelbacke“ Klein. Man braucht wohl nicht zu erwähnen, dass das große Ereignis tüchtig begossen wurde.

DAS ERSTE JAHR

In den nächsten Monaten traf sich der frischgebackene Metal Club recht häufig auf Konzerten, „um die Sau raus zulassen.“ Unvergessen werden hier sicherlich die Walpurgisnacht in Schatthausen, das Metallica-Konzert in Ludwigshafen, die Clubparty in Malsch, das Wacken Open Air in Wacken, das Summer Breeze Open Air in Abtsgmünd und die erste Bierfahrt mit Agoraphobia und Silent Overdrive zum „Warriors against cancer“ Festival nach Filderstadt sein.

Bereits zur zweiten Mitgleiderversammlung kamen zwei weitere potentielle Mitglieder hinzu. Als Auswahlverfahren hatte man zwischenzeitlich einen Metaltest entworfen, bei dem die Anwärter ihre Themengebiete selbst aussuchen durften. Die Namen der ersten beiden Opfer lauteten Nadine „Naddel“ Duda (Summer Breeze 2003) und Manuel „Rigo“ D’Arrigo (Metallica). Beide bestanden ihre Tests und bekamen eine dreimonatige Probezeit auferlegt, die sie heilvoll überstanden.

Leider gab es nicht nur Neuzugänge. Im ersten Jahr verließen den Club gleich fünf Mitglieder. Drei davon alleine im November 2004. Da unter den „Aussteigern“ auch der bisherige Vor-standsvorsitzender Heiko „Cooky“ Lübke war übernahm bis zur nächsten Mitgliederversammlung Oimel den Vorsitz. Als Stellvertreter rückte Sting nach. Diese Konstellation wurde bis März 06 beibehalten. Nach den Austritten war die Stimmung im Club etwas angespannt, was sich bis ins Frühjahr 2005 hinzog. Nach und nach lockerte sich die Anspannung zum Glück wieder.

DAS ZWEITE JAHR

Im Laufe der Zeit besuchte man vor allem Konzerte und Partys der hiesigen Metalszene. Der Besuch bei Konzerten oder Partys, die weiter weg stattfanden, war eher die Seltenheit, da man schließlich seine lokale Szene fördern wollte. Zu diesem Zweck wurde auf der Webseite eine Sparte mit der Aufschrift „Local Heroes“ angelegt, in welcher noch heute Konzerttermine von Bands aus der Umgebung aufgeführt sind. Dies erleichterte den Kontakt zu den lokalen Undergroundbands.

„Bands machen Musik und wollen auf der Bühne stehen“ – dies ist eine Tatsache. Doch was macht man, wenn sie noch keine Gigs haben? Richtig: Man organisiert ein kleines Festival. In einem Special dieser Ausgabe erfahrt ihr die Hintergrundinformationen des Last Winternight Festivals, welches anfänglich in Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Mühlhausen für den 01. April 2006 geplant war und den Bekanntheitsgrad des Metalclub Hate Crew in der Region steigerte.

Öffentliches Engagement zeigte der Club im Juli 2005, in dem die Mitglieder in dem Mühlhausener Wald im Namen des Clubs die „Totschlaghütte“ herrichteten. Der ursprüngliche Name der Hütte lautete „Rotschlaghütte“. Witzbolde entfernten jedoch immer wieder den unteren Balken des Anfangsbuchstaben und so kam man zu diesem außergewöhnlichen Namen. Initiatorin Korja nahm Kontakt zu den zuständigen Stellen auf und organisierte das komplette Projekt. Der Hauptgrund für diese Streichaktion waren die unprofessionellen Graffiti-Schmierereien diverser Gruppierungen, welche sich die Clubmitglieder bei Nutzungen der Hütte für Partys und Treffen immer wieder anschauen mussten. Also beschloss man, die Hütte wieder herzurichten und brachte sie durch schleifen, streichen und putzen wieder auf Fordermann. Nach verrichteter Arbeit wurde hierüber im örtlichen Gemeindeblatt berichtet. Man wollte hierbei erreichen, dass die hiesige Bevölkerung darauf aufmerksam werde, dass die „langhaarigen Bombenleger“ nicht immer so negativ handeln, wie man es ihnen gerne unterstellt. Außerdem erhoffte sich der Club auch weiterhin die Hütte als Party-Lokalität nutzen zu können, da sie – abgeschnitten von der Zivilisation einfach ideal war.

Richtig von sich reden machte der Club im Rahmen des „Metal Embrace Festivals“ im Dezember 2005 in Malsch. Mit dabei: „The Prophecy 23“, „Silent Overdrive“, „Speedball“ und „Obscure“. Organisiert von letztgenannter Band, die im übrigen zu mehr als die Hälfte aus Clubmitgliedern bestand, trat der Club als Präsentator auf und unterstützte die Veranstaltung bei der Durchführung, beim Werben und natürlich auch durch Answesenheit. Allerdings ist hier nochmals zu erwähnen, dass das Ganze von der Band Obscure, allen voran deren Keyboarderin Doro (Korja) organisiert wurde und der Club hierbei nur etwas unter die Arme griff.

Das Festival war im Übrigen sehr gut besucht. In Anbetracht dessen, dass zahlreiche Konkurrenzveranstaltungen in der näheren Umgebung stattfanden. Nach dem guten Verlauf des Festivals, welches man als Generalprobe für das kommende Last Winternight Festival nutzte, blickte man optimistischer auf den 01. April 2006. Als krönender Abschluss des Jahres konnte der Metalclub Hate Crew Jennyfer „Finras“ Schäfer als neues Mitglied begrüssen.

GEGENWART / ZUKUNFT

Am 05. März 2006 wurde der Club zwei Jahre alt und hat im noch recht jungen Jahr 2006 auch wieder einige Konzerte unsicher gemacht. Die erste Veranstaltung, das Last Winternight Festival, wurde mit Bravur gemeistert (näheres siehe Bericht zum Festival). Doch leider verließen uns wieder zwei Mitglieder und mit den nunmehr neun Mitgliedern wird der Club nun versuchen, sich weiter in der lokalen Szene zu etablieren. Neben einer Fortsetzung des Last-Winternight-Festival wird man noch weitere Veranstaltungen planen, durchführen oder zumindest wieder tatkräftig unterstützen. So wird man den zweiten Teil des „Metal Embrace Festivals“ und auch eine Mini-Tour der Big-Nois-Community supporten. Das Jahr ist noch Jung und wir haben noch viel vor.