Painsaw – A World Drowning In T(h)rash

AWDIT PainsawSeid rund zweieinhalb Jahren sorgen die Heidelberger von Painsaw in der hiesigen Metalszene für Furore. Bereits 2009, ein Jahr nach Bandgründung, wurde das Demo „Schnitz ´em all“ aufgenommen und auf die Menschheit los gelassen. Mit dem Material, das die junge Truppe im heimischen Proberaum zusammen stellt und bei den stetig steigender Anzahl von Livekonzerten dar bietet, machte sich die Truppe deutlich auf sich aufmerksam. Nun legt die Truppe mit „A World Drowning In T(h)rash“ ein weiteres Demo nach, um zu beweisen, dass „Schnitz ´em all“ keine Eintagsfliege war, sondern dass da noch etwas großes auf uns zu kommen wird.

Den Anfang der Demo macht „Mass Suicide“. Und von Anfang an wird eines klar. Painsaw drücken deutlich mehr aufs Gaspedal als noch bei der Vorgänger-Demo. „Mass Suicide“ wartet mit einem recht simplen aber einprägsamen Riff auf, der den Song stetig nach vorne treibt. Beim einsetzen des Gesangs merkt man auch eine Verbesserung, da der Gesang doch kräftiger wirkt.

„The Time To Kill“ ist mit knapp unter fünf Minuten der kürzeste Song auf der Demo, kommt aber auch sehr flott daher. Passend zum Titel wirkt der Song auch etwas düsterer, gepaart mit mehr Härte. Hier fällt auch die Variation im Gesang auf. So kann man auch leichte Crowl-Ansätze vernehmen. Im großen und ganzen eine sehr feine Moshnummer.

Mit cleanen Gitarrenparts beginnt „Evil“, was einen vermuten lassen könnte, dass es sich hier um eine etwas langsamere Nummer handelt. Was aber nur bedingt zutrifft. Nach den ruhigen Anfangspassagen wird es flotter, allerdings nicht so flott wie bei den vorhergegangenen Stücken. Sehr abwechslungsreicher Song, der ebenso zum Bangen einlädt.

„Still Existing“ ist dann wieder eine Thrash-Keule par excellence. Irgendwie erinnert mich der Song in den Strophen an Metallicas „Whiplash“ und in den Refrain-parts an Megadeths „Good Morning / Black Friday“. Da beide Bands sehr viel zu den Einflüssen von Painsaw beigetragen haben, könnte man „Still Existing“ deshalb vielleicht als kleine Hommage an die Bay Area Bands interpretieren, wobei man hier – wie kaum bei einem anderen Song auch die Einflüsse von Pantera heraushören kann.

Letzter Song des Demos „Cry Of The Servants“ ist wohl der Song, der sich am meisten von den anderen Unterscheidet. Fast schon stampfendes Riffing gepaart mit den entsprechenden Drums begleiten den Song. Aufgelockert wird das Stück mit einem cleanen Gitarrenpart in der Mitte der dann in einer flotteren Passage mündet, ehe das Lied stampfend sich dem Ende zuneigt.

Fazit: Verglichen mit dem ersten Demo kommt „A World Drowning In T(h)rash“ doch ein Stück weit wuchtiger daher. Auch wirkt die Produktion klarer als beim Vorgänger. Zwar liegen die zwei Demos jetzt gerade mal ein Jahr auseinander, aber man merkt doch, dass die Jungs sowohl musikalisch, als auch vom Können an ihren Instrumenten doch dazu gelernt haben. Bei dieser Demo mit fünf Songs und einer fast 30 Minuten umfassenden Spiellänge kann man wahrlich nicht meckern. Bay Area Thrash Metal Fans sollten irgendwie dafür sorgen, dass auch sie in den Genuss des Materials kommen.

Die Demo bekommt aber „nur“ 9,5 Punkte, da auch hier sicherlich noch ein wenig Luft nach oben ist, schlägt die Vorgänger-Demo aber dennoch. Einfach so weiter machen, Jungs, dann passt das schon.

1. Mass Suicide
2. The Time To Kill
3. Evil
4. Still Existing
5. Cry Of The Servants

9,5 von 10

Oimel