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Queens of Metal Open Air 2007 14. - 16.06.07 - Alter Sportplatz Kleinwenkheim
Franken. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2007. Dies sind die Abenteuer des Opel Vectra a la Tobeszs Blechbüchse, die mit ihrer 3 Mann und einer Frau starken Besatzung drei Tage oder so unterwegs ist, um das Queens of Metal Open Air zu erforschen, neues Leben zu entdecken und was ihnen sonst noch so über den Weg läuft. Viele Lichtjahre von der Heimat entfernt, dringt die Blechbüchse dabei in Gefilde vor, die nie ein Badener zuvor gesehen hat. Naja fast keiner.
Nach einer ewig langen Odysee durch Franken kommt die Blechbüchse schließlich mit Tobi (Tobesz), Pusch (beide HMC Demon Seed), Maren (HMC Demon Seed / Sleepless Metalzine) und Oimel (Sleepless Metalzine) irgendwann in Kleinwenkheim an. Dieses liegt irgendwo in fränkisch Kongo, so grob  zwischen Würzburg und Erfurt, für die die es wissen wollen. Ja, und wie es ja auch zu erwarten war, ist Würzburg kein gutes Pflaster für Badener, weil die da immer die Angewohnheit haben, zig Kilometer in die falsche Richtung zu fahren. (siehe hierzu den Bericht zum Up from the ground 06) Jo und diesmal ist es uns halt auch passiert.
Naja. Aber wir sind ja dann irgendwann doch dort angekommen. Haben zwar dann auch noch ne Ausfahrt zu früh genommen, aber dank der erstklassigen Ausschilderung, haben wir auch planlos zum Festivalgelände gefunden. Anmerkung noch hierbei. Wenn da am Wegesrand ein Ordner steht, der in eine Richtung winkt. Dann fahrt in diese Richtung und net wo anders hin. ;)
Nachdem dann auch unsere Riesen Unterkunft aufgebaut worden war, hat die Demon Seed Fraktion natürlich auch gleich die ersten Biere gezischt und auch schon erste Bekanntschaften gemacht und alte Bekannte getroffen. Abends wurde dann das Festivalgelände erkundet. Da sollte sich eigentlich auch ein gewisser Kuhfotzen Toni die Ehre geben, aber dieser hatte seinen Auftritt aus beruflichen Gründen absagen müssen, und so blieb es bei einer feucht-fröhlichen Metalparty mit Mucke aus der Konserve. Feucht wurds aber leider auch ziemlich viel von oben. Schon am ersten Abend hatte es wie aus Eimer gekübelt und so konnte man sich schon mal darauf einstellen was die nächsten Tage wettertechnisch noch bringen würden.
Freitags gings dann mittags mit der ersten Band los. Naja ... sollte eigentlich. Aber eine Band, nämlich MINDCRIME, musste kurzfristig absagen und so wurde der Slot nicht anderweitig besetzt. So rutschten zwei Bands weiter nach hinten und fingen dementsprechend auch später an. So nun aber genug geplappert.
Das Festival eröffneten schließlich die Death Thrasher von PESTILENT. Als Opener spielte die Band noch vor einer sehr überschaubaren Meute aber dennoch wurden hier schon die ersten Halswirbel zum Quietschen gebracht. Die Show selbst war recht unspektakulär. Die Musik war nicht schlecht, aber es fehlte etwas an Biss. Lediglich das recht gute Cover von Hypocrisy’s Rosswell 47 konnte das wieder etwas Wett machen.
Als nächstes standen dann CRIPPER auf der Matte. Da hatte die Band doch den Newcomercontest gewonnen und trumpften auch gleich hier ordentlich auf. Recht heftiger T hrash wurde hier geboten mit druckvollem Gesang. Moment, das ist ja ne Frau am Mikro. Ja, Holla die Waldfee. Also bei dem Organ müssen so einige männliche Gesangskollegen in Zukunft im Röckchen auf die Bühne. CRIPPER war für mich definitiv die erste mächtige Überraschung des diesjährigen Queens.
Nun gab es auf dem doch recht Death- und Thrashlastigen Billing einen der wenigen Exoten. Die Pagan Metaller von KROMLEK durften sich die Ehre geben, und das vor einem doch gut gefüllten Gelände. Da konnte man deutlich spüren, dass sich die Band im Underground einen recht guten Namen erarbeitet hat. Zwar merkt man ihnen eindeutig Einflüsse von FINNTROLL, EQUILIBRIUM und auch etwas WINDIR an, aber die Extraportion Eigenständigkeit, die die Band noch in ihre Musik mit einfließen lässt, macht sie nicht zu einem weiteren Finntrollklon, sondern einfach zu KROMLEK. Der Auftritt konnte sich auch sehen lassen und den recht vielen Fans vor der Bühne hats auch gefallen.
Danach gabs dann knüppeltechnisch was auf die Ohren. Die Deather von NECROTIC FLESH brachten als erste Band dieses Jahr astreinen Todesstahl nach Kleinwenkheim. Und dann kam da nicht irgendein Todesgebräu, nein, so wie er für die Old School Fanatiker genau richtig ist. Eben Death Metal der alten Schule. Aber ganz hab ich mir die Band dann doch nicht angeschaut und bin mal in Richtung Zeltplatz getigert.
Nu denn. Dieser Tripp ging dann doch länger als geplant und so hab ich DELIRIOUS irgendwie vollkommen verpasst. Nuja ... war wohl nix, alle Bands zu sehen.
Da kam ich dann noch rechtzeitig zu GUN BARREL. Mit Hard Rock, der hier und da Heavy Metal und Power Metal Einsprengsel aufweist kamen die Kölner nach Franken und konnten doch beachtlich viele Metaller überzeugen. Recht professioneller Auftritt und auch die Mucke, obwohl nicht wirklich mein Fall, konnte sich hören lassen.
Nun kamen dann LAY DOWN ROTTEN auf die Bühne und bolzten ordentlich los. Von recht groovigen Parts, die förmlich zum Bangen einluden bis hin zu massivem Dampfwalzengeknüppel war da auch alles drin. Nur verwunderlich, dass die Band noch in Undergroundkreisen herumgeistert und noch nicht aus ihrem eigenen Schatten hervorgetreten ist. Professionelle Show, einfach ein klasse Gig, also alles was man braucht. Und wenn die Fans dann auch noch ordentlich vor der Bühne moshen und bangen, dann weiß man dass man alles richtig gemacht hat.  
Als nächstes kamen dann THE VISION BLEAK auf die Bühne. Und sowohl auf als auch vor der Bühne wurde es ein wenig düsterer. Mit ihrer Mischung aus Gothic Rock und Doom Metal, gepaart mit Texten aus dem Bereich Horror und einer theatralischen Aufmachung, erzeugte die Band ihre eigene Atmosphäre, die ihre Musik auch noch herrlich wiederspiegelt. Und wie es kommen musste, verfinsterte sich auch der Himmel und lies ordentlich Nass auf die Meute vor der Bühne herunterstürzen. Ein paar eingefleischte Fans konnte dies aber nichts anhaben und so verfolgten sie den ganzen Auftritt der Band.
 Nicht besseres Wetter sollte dann LEGION OF THE DAMNED aus Holland bekommen. Es pisste immer noch aus einem Guss. Und wenn vor der Bühne noch ein paar Grashalme zu sehen waren, dann war spätestens nach dem Auftritt der Legion Schluss damit. Bei Songs wie „Malevolent Rapture“ oder „Legion of the damned“ wurde vor der Bühne gemosht und gebangt was das Zeug hält. Enttäuschend war, dass nach dem Gig keine Zugaben mehr gespielt wurden, was die Stimmung etwas ernüchterte.
Jo und dann kamen ja noch DIE APOKALYPTISCHEN REITER, bei denen das Wetter auch net besser wurde. Aber hier störte des dann wohl niemanden mehr. Höchstens ein paar Vollpfosten scheinen sich zu sehr angepisst gefühlt zu haben und hatten nix besseres zu tun als sich im Pit zu prügeln. Hallo, da spielen die Reiter, da kloppt man sich net, da hat man Spaß! Und den hatten ja dann doch etliche. Richtig voll wars vor der Bühne und die Herren um Fuchs und Dr. Pest sorgen ordentlich dafür, dass es auch net leerer wurde. Kein Wunder. Neben viel Gelaber und einem Crowdsurfingwettbewerb gabs natürlich musikalisch eins auf die Mütze. Neben teils seichteren Songs der neueren Alben wie „Die Sonne scheint“ oder „Seemann“ gabs auch ein paar ältere Songs, die den Fans eine vor den Latz geben sollten. Hier zu erwähnen „Reitermania“ und „Iron Fist“ ... natürlich durfte das obligatorische „Dschingis Khan“ auch nicht fehlen.

Obwohl nass bis auf die Knochen und voll mit Schlamm bis oben hin, hatte man doch mächtig Spaß und so ging auch der erste Festivaltag rum. Aber es wartete ja noch einer auf uns.
Den Anfang am Samstag machten SINTECH. Auf der Festivalpage mit „SINthetische Sounds, TECHnische Raffinesse und brutales Riffing treffen auf packende Melodien“ beschrieben, kann man nur sagen. Des triffts und zwar voll ins Schwarze. Verwunderlich war doch, dass zu so früher Stunde recht viel vor der Bühne los war. Lag wohl an der angekündigten Stripperin. Aber um ehrlich zu sein. Die hätten sie sich sparen können. Die lenkte nur unnötig von der ziemlich guten Mucke ab und na ja ... optisch war es Geschmacksache. Und die „Anziehen, Anziehen“ Rufe dürften wohl Bände sprechen oder?
Als nächstes gabs dann für die Deathmetaller wieder ordentliches Geballer für die Ohren. Mit Ami-Death-Metal a la Asphyx, Malevolent Creation oder Cannibal Corpse kamen OBSTINACY auf die Bretter und bretterten entsprechend drauf los. Zwar war weniger los als bei der Band zuvor, aber die Meute vor der Bühne musste wenigstens nicht durch ne Stripperin vor die Bühne gelockt werden. Die blieben freiwillig und hatten auch guten Grund dazu.
Nun kamen DIVINE NOISE ATTACK. Mit ihrem technischen Deathgebräu mit Einflüssen aus The Black Dahlia Murder und Obituary und einer recht ordentlichen Show konnte man hier nur noch „Daumen hoch“ zeigen. Aber leider hab ich von dem „göttlichen Geräuschangriff“ nicht alles mitbekommen, da ich mich anderweitig aufm Gelände rumtrieb und hier und da quasselte. Aber das was mitzukriegen war, war definitiv top.
Bei der nächsten Band – SARDONIC – musste ich mir externe Hilfe holen, da ich mich, aus welchen Gründen auch immer, einfach net an den Auftritt erinnern kann. Da ich aber Bilder von denen hab, muss ich ja vor der Bühne gewesen sein. *grübel* „Die Osnabrücker überzeugten mit gekonnt dargebotenem walzigen Deathmetal, der trotz der strahlenden Mittagssonne seine Wirkung nicht verfehlte. Waren am Anfang des Gigs noch ziemlich wenige Mosher an der Bühne, so schwappte doch am Ende die Stimmung über und die Jungs konnten mit dem gelungenen Auftritt zufrieden sein.“ Danke an Jutschi für das Statement ;)
Nach Death Metal kam nun etwas Sachteres zum Zuge. SORROGATE waren nun an der Reihe. Da die Schweinfurter quasi Heimvorteil hatten, war auch mächtig was los vor der Bühne. Und so war es auch nicht schwer die Fans zum Bangen und Moshen zu bewegen. Der Thrash der Band erinnerte mich ein wenig an die guten alten Metallica. Zwar sind SORROGATE mit ihren „nur“ 15 Jahren Bandgeschichte nicht ganz so alt, aber dementsprechend merkt man ihre langjährige Bühnenerfahrung deutlich an.
 Nun kamen die Neo-Thrasher von SILENT OVERDRIVE dran und sie traten mit ihrem Metal auch gleich mal ordentlich in den Arsch. Zwar war die bangende Fraktion im Vergleich zu SORROGATE recht rar gesät, aber den Anwesenden gefiel es und mir natürlich auch. Und so wurden hitverdächtige Nummern wie „Lost your belief“ oder „Faceless“ vom aktuellen Album „Disease“ gezockt und der Meute zum Fraß vorgeworfen. Diese nahm das dankend an und ließ in der ersten Reihe mächtig die Nackenwirbel krachen.
 Die nächste Band die ich mir nach einem kurzen Päuschen antat waren die Schweizer Deather von REQUIEM. Mit bereits 10 Jahren auf dem Buckel hatte die Band im vergangenen Jahr mit ihrem letzten Album „Gouverment denies knoledge“ so etwas wie ein kleiner Durchbruch und es folgten einige Festivalgigs, so wie der diesjährige auf dem Queens. Und dieser Auftritt konnte sich wirklich sehen lassen. Zwar krachte die Snare nicht ganz so schön wie auf den Scheiben, aber dennoch war es ein klasse Auftritt der Eidgenossen.
Als nächstes kamen dann JUSTICE. Diese Band erwartete ich eigentlich mit etwas größerer Spannung, als die meisten anderen Bands, aber irgendwie wurden die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Wohl als Coverband am bekanntesten, wurden Eigenproduktionen gespielt. Diese waren zwar nicht schlecht, liefen mir aber nicht sonderlich gut rein und so war ich dann auch wieder schneller aus dem Getümmel draußen.
Und so wartete ich auf LENG TCH’E ... ach ne die hatten ja abgesagt. ABORTED kommen als Ersatz? Ne, die ham erst zu dann wieder abgesagt. Und wer spielt nun? FINAL BREATH. Hier muss man den Veranstaltern echt ein Lob aussprechen, dass sie trotz der sehr kurzen Bandabsagen noch eine recht bekannte Band aufs Billing packen konnten. Zwar waren doch einige Fans enttäuscht, die sich zunächst auf LENG TCH’E und dann auf ABORTED freuten, und so hatten FINAL BREATH einen relativ schweren Stand. Aber da sie ja auch Franken sind, konnten sie wenigstens den Quasi-Heimvorteil ausnutzen und ihr Thrashpaket in die Menge pfeffern und die Meute zum Moshen und Bangen anstacheln. Und die Fraktion vor der Bühne folgte auch aufs Wort.
Nach FINAL BREATH waren dann die Österreicher BELPHEGOR an der Reihe. Mit ihrem neuem – überraschend „ruhigem“ - Album „Bluhtsturm Erotica“ im Gepäck, das auch ordentlich auf der Setlist mit Songs wie dem Titeltrack „Bluhtsturm Erotica“ vertreten war, verbreiteten die Ösis ihren infernalischen Death Black Metal im Frankenland. Im Großen und Ganzen ein sauberer Gig mit ordentlich viel Geballer, allerdings wirkte vor allem Frontmann Helmuth etwas gelangweilt. Aber die Fans interessierte das herzlich wenig. Hier wurde gemosht und nach dem letzten Song „Lucifer Incestus“ dann der Höhepunkt des Abends herbei gesehnt.
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 Der kam rein von der Running Order mit den polnischen Deathmetallern von VADER zwar noch nicht, aber mit ihrem alles niederwalzenden Death Metal, konnte man VADER an dem Abend eindeutig als Höhepunkt bezeichnen. Zwar gab es auf dem Festival schon einige Deathmetalkapellen zu hören, doch VADER bliesen an dem Abend alles weg. Neuere Songs wie „Halleluyah (God is dead) wurden ebenso brachial in die Menge gefeuert wie der Opener des „Litany“ Albums „Wings“. Erstklassige Show, eine brachiale Deathmetalwalze – einfach ein arschgeiler Gig. Da konnten die Headliner RAGE auch nichts mehr drauf legen.
Zwar war der Auftritt von RAGE doch um einiges besser, als befürchtet und es tummelten sich doch auch einige Fans vor der Bühne, aber die Musik an sich ist nicht ganz mein Fall und so hörte ich die Klänge von Rage eher von der Reservebank aus. Der immer wieder einsetzende Regen konnte aber den Fans, die die letzte Band des Abends und des Queens of Metal Festivals 2007 abfeierten auch nicht vom Bangen und Mitgrölen abhalten. Mit ihrer wohl ungeplantem Hit „Straight to hell“ ging der Auftritt und zumindest Bandtechnisch auch das Festival zu Ende.
Zwar zockte danach im Barzelt noch der Kuhfotzentoni, aber als schon die erste Jodeleinlage aus dem Zelt schallte, zwangen meine gequälten Ohren den Rest des Körpers dazu in Richtung Campingplatz abzutigern.
Zwar war das Festival sehr Thrash und Deathmetallastig, aber durch Bands wie KROMLEK, GUN BARREL, BELPHEGOR oder RAGE wurde hier und da eine schöne Abwechslung eingestreut. Im Allgemeinen, war es ein zwar sehr kleines, aber eben daher von der Atmosphäre ein erstklassiges Festival. Die Wetterkapriolen nervten zwar mit der Zeit, aber da steckt nun mal niemand drin und da muss man durch. Es bleibt nur noch zu sagen. Tolle Band, tolle Stimmung, tolles Festival. Und da mittlerweile bekannt ist, dass das Festival 2008 auch wieder stattfinden wird, ist jetzt schon klar, dass wir nächstes Jahr auch wieder mit von der Party sind.
Oimel und Jutschi


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