„Quizz My Azz – Das Ultimative Hard Rock & Heavy Metal Quiz“

Schon vor einiger Zeit wurde uns ein Exemplar des Computerspieles „Quizz My Azz“ zugesandt und nun ist endlich der Bericht dazu fertig. Nicht wenige Stunden und gar Abende haben wir in das Programm investiert, um es deutlich – auch im Bezug auf die Fragen – auszutesten. Wie man vom Namen und der Beschreibung her erwarten kann handelt es sich um ein Quiz das sich ganz um den Metal dreht – und etwas darüber hinaus. So gibt es vier Fragekategorien von denen zwei sich nicht explizit um das liebe Metall drehen.

Zu diesen vier Kategorien (über deren Bandzuordnung man wenn man kleinlich ist streiten könnte) folgen hier unsere Erfahrungen:

Hard-Kategorie: Hier werden Fragen zu allgemeiner „Hartmucke“ gestellt, so zum Beispiel rund um Bands wie Rose Tattoo, den Scorpions, Warlock, Bon Jovi oder Guns’n’Roses. Wie in den folgenden Kategorien auch beziehen sich die Fragen nicht immer nur direkt auf die Band und deren Alben sondern auch auf den (weiteren) Werdegang der einzelnen Musiker.

Heavy-Kategorie: In dieser Kategorie geht es – der Name deutet es schon an – um Heavy-Metal und verwandte Subrichtungen unserer Lieblingsmusik. Nachgefragt wird über Bands wie Stratovarius, Blind Guardian, Rainbow, Deep Purple oder Metallica.

Extreme-Kategorie: Diese Kategorie beschäftigt sich mit allen extremeren Metalrichtungen, wie natürlich Black-Metal, Thrash-Metal und Death-Metal. Satyricon, Arch Enemy, Slayer, Dimmu Borgir, Destruction, Obituary, Borknagar, Vreid und Venom sind vertreten – um nur einige Bands zu nennen.

Alternative-Kategorie: Diese Kategorie hätte man meiner subjektiven Meinung nach getrost weglassen können, da sie sich überwiegend nicht mit Metal auseinandersetzt. Aber durch sie wird immerhin Metalfans die auch gerne mal (Alternative/Punk/Goth-)Rock, Grunge oder „Nu-Metal“ hören eine Chance gegeben. Unter anderem über folgende Bands wird der Spieler ausgefragt: Rage Against The Machine, Nirvana, Boysetsfire, The Sex Pistols, Slipknot, Soundgarden oder auch Suicidal Tendencies.

Gespielt werden kann im Einzel- und Mehrspielermodus (hier Mob-Modus genannt). Die Mehrspielerfunktion unterstützt bis zu sechs Mitspieler, die allerdings alle am gleichen Computer sitzen müssen. Eine Möglichkeit über das Netzwerk oder Internet zu spielen gibt es nicht.

Zum Beginn jeder Runde darf der Spieler aussuchen, wieviel Antwortmöglichkeiten er vorgegeben haben will – je nach Auswahl variiert auch die Punktzahl, die der Spieler mit der richtigen Antwort erreichen kann. Zu wählen ist zwischen zwei und fünf Antwortmöglichkeiten. Sollte die „Zone“ (so werden die Kategorien genannt) dem entsprechenden Mitspieler nicht zusagen, kann er hier einmal den „Zone Tauschen“-Joker verwenden. Nach der Wahl der Auswahlmöglichkeitsanzahl muss die Antwort ausgewählt (hier: angeklickt) werden. Passt die Frage dem Spieler überhaupt nicht, kann er mit einem Joker die Frage ganz tauschen oder bis zu drei falsche Antwortmöglichkeiten „ausradieren“ lassen (diese drei Ausradieren-Joker sind nicht auf eine Frage beschränkt und können aufbewahrt werden). Nach zehn bestandenen Runden erscheint die „Hypnogoat“ (ja ja...) und füllt die Joker wieder auf. Dann geht das Spiel von vorne los – eben mit der bisher erspielten Punktzahl.

Es gibt sowohl für den Solo- als auch für den Mob-Modus zudem den „Poserknopf“, mit welchem eine Kategorie für die gesamte Runde ausgeschaltet werden kann. Im Mob-Modus darf jeder Spieler hierbei für sich selbst entscheiden, mit welcher Kategorie er am wenigsten anfangen kann.

Nach der Runde werden eventuelle Highscoreanwärter in der Punkteliste eingetragen, womit man seine eigenen Besterfolge immer im Blick hat. Auch nach einer Spielrunde bekommt man direkt seine eigene Punktzahl noch einmal gezeigt.

Es gibt trotz Musikthema – bis auf die kleinen „Jingles“ welche die Kategorien ankündigen oder eine richtige/falsche Antwort signalisieren – keine Klangausgabe; das komplette Spiel liegt in Text- und Grafikform vor. Die Jingles nerven auch mit der Zeit, lassen sich allerdings per Knopfdruck schnell ausschalten. Die Grafik beschränkt sich auf die Benutzeroberfläche (überwiegend schwarz und grau gehalten) und Fotos die als Hintergrundbild passend zur Kategorie angezeigt werden. Für jede Kategorie gibt es auch ein „Männchen“, das in der Mitte zwischen dem Frage- und Antwortfeld angezeigt wird.

Merkmale laut Hüllenaufdruck:

Solo- und Mob-Modus (enthalten)
4 Quizkategorien (Hard, Heavy, Extreme, Alternative, alle enthalten)
Deutsche und Englische Sprache (enthalten)
6666 Fragen (wir haben sie nicht nachgezählt)

Systemanforderungen laut Hüllenaufdruck:

Windows 98/2000/XP/Vista
1,3 Ghz Prozessor
mindestens 256 MB Ram
mindestens 150 MB Festplattenspeicher

Meiner eigenen Einschätzungen nach tut es aber bestimmt auch noch ein langsamerer Prozessor.

Fazit:

Für mehrere Abende gemeinsamer Musiktrivia und auch kurzen Einzelspielerrunden ist das Spiel durchaus geeignet. Leider kann es mit der Zeit langweilig werden, da es recht wenig Abwechslung gibt (was aber bei fast allen Quizspielen so sein dürfte). Anmerken sollte ich, dass auch eine „Frustration“ möglich ist, da man immer nach einer falschen Antwort „raus“ ist. Andererseits besteht aber auch ein Suchtfaktor, der einen dazu bringt sich immer wieder mit den Fragen auseinander zu setzen und etwas weiterzubilden. Für Metal- und Quizfreunde bestimmt interessant, wer jedoch auf Abwechslung und Action steht oder für ein „straightes“ Quiz keine 20 € bezahlen möchte sollte es auch lassen.

6,5 von 10

Marius

Links zum Thema:
http://www.metal-quiz.de/