Raw Intense Power (R:I:P)
... out to R:I:P all nations

1. W.A.N.T.E.D. (...dead or alive!??)
2. Crushing The Lies
3. Bittersweet Pain
4. Fade Away
5. The Cold Place
6. Craving For Unity
7. From The Remains
8. Crawling Through Broken Glass
9. Sucking Life
10. Blink Of An Eye
11. Doomsday

Da sag doch mal einer heutzutage kriegen die Bands, vor allem aus deutschen Landen nichts eigenständiges mehr gebacken. Mit diesem Satz dürfte schon alles gesagt sein. Mit dem Ende September erschienenen Erstlingswerk von RAW INTENSE POWER, in deren Reihen sich Bandmitglieder von Majesty, Midnattsol und Respawn Inc. befinden, haben die Jungs und das Mädel mal eine richtig fette und vor allem abwechslungsreiche Platte abgeliefert. Klar haben RAW INTENSE POWER (R:I:P) das Rad auch nicht neu erfunden, aber bei ihrem Material haben sie auf höchstem Niveau Death Metal, Thrash Metal, versiert mit modernen Anleihen und Melodie zu einer Mixtur aller erster Güte zusammengebraut.

Der Opener „W.A.N.T.E.D. (Dead or alive??)” beginnt gleich mit einem Urschrei aus der Kehle von Sänger Fabian Pospiech. Und ehe man sich versieht bekommt man gleich die erste Thrashkeule um die Hörner gebrügelt. Etwas schleppender geht es dann gleich mit „Crushing the lies“ weiter. Bei „Bittersweet Pain“ begibt man sich zunächst in melodische Gefilde, ehe der Song dann an Fahrt gewinnt und alles was ihm in den Weg kommt niederwalzt. Nur bei den Refrains gönnt man sich eine sehr gut arrangierte Atempause. Bei „The Cold Place“ hat sich die Truppe im Gesang Unterstützung von Christina Müller ins Boot geholt. Wer aber denkt, dass hier eine Schnulze höchsten Grades aus den Boxen eiert, der täuscht sich gewaltig. Ein Song mit Bangfaktor 9 (von 10), bei dem der weibliche Gesang in keinster Weiße nervig wirkt, föhnt hier einem gleich die letzte durchzechte Nacht aus dem Gesicht. Erstklassiger Song! Mit einer leichten Punkrock-Attitüde kommt „Blink of an eye“ daher, der neben leichten Moshparts mit einem Refrain der Marke Ohrwurm aufwarten kann.

Fazit: Wie eingangs schon erwähnt, bekommt man hier eine wahre Ohrenweide geboten. Anhänger moderneren Metals dürften sich hier genauso angesprochen fühlen, wie auch Fans der alten Schule. Hier wirkt nichts überzogen. Die Keyboards passen sich hervorragend dem Songgefüge an und sind dezent gehalten. Einziges Manko der Scheibe dürfte wohl der etwas lasche Sound sein. Etwas mehr Druck würde der Platte gut zu Gesicht stehen. Das ist allerdings Ansichtssache. Aber nichts desto trotz haben R:I:P mit „... out to R:I:P all nations!“ eine der besten Newcomer Platten des Jahres abgeliefert!!! Respekt!

Oimel

9 von 10