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Respawn Inc. - Only Ashes Remain Mein Debut als Reviewschreiberling für das Sleepless-Metalzine möchte ich einer bereits bekannteren Band namens Respawn Inc. aus Leimen bei Heidelberg widmen. Es handelt von ihrem Album „Only Ashes Remain“, welches die Band in kompletter Eigenregie aufnahm, abmischte und auch zum Presswerk gab.
Beim Anhören fühlt man sich fast in die Zeiten des Bay-Area Thrash zurückversetzt, jedoch prägen Respawn Inc. den Klang mit ihrer ganz eigenen Note.
Es geht vom einen direkt in das nächste Lied über, namentlich „When You’Re Down“. Das Tempo ist hier gemäßigter (im langsamen- bis im mid-Tempobereich) als beim Opener und die Vocals erinnern mich hier zu Beginn des Stückes recht an James Hetfield in alten Metallica-Tagen. Dann wartet der Song „Virus“ auf, der leicht episch beginnt und in einem ähnlichen Tempo wie der Vorgänger „voranstampft“. Der Song kommt ohne größere Tempowechsel aus, lediglich beim Gitarrensolo merkt man einen deutlichen Tempowechsel. „What It Takes“ bewegt sich erneut im unteren Tempobereich und klingt gewollt melancholisch. „I don’t need you anymore, the picture is fading“, so ein Auszug aus dem Text. Der Refrain ist ähnlich eingehend wie bei „Bleed Me A River“; „Can you feel, what I feel, can you feel it too ? Can you feel, what I feel, cause I don’t feel nothing at all !“. Dieses Lied würde ich auch als einen Anspieltip empfehlen. Besonders schön gemacht finde ich, dass der Refrain von zwei Stimmen gesungen wird, wobei sich eine etwas dezenter im Hintergrund aufhält. Ich muss zugeben das ein Song namens „Weirdo“ den Eindruck in mir erweckt, ein äußerst abstraktes Konstrukt zu hören, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Der Song haut von Anfang an richtig gut rein und regt sofort zum „Abschädeln“ ein. Sehr treffendes Riffing, angezogenes Tempo und druckvoller Gesang erzeugen eine Atmosphäre, die so ziemlich jeden Metalfan ansprechen dürften. „Drowning“ steigert sich im Tempo noch etwas mehr als zuvor „Weirdo“ und lädt ebenfalls zum kollektiven Headbangen ein. „Rescue Me !“, schallt es einem im Verlauf des Liedes öfters entgegen, was erneut zeigt, dass die Band auch kritische und melancholische Themen aufgreift. „Now I’m drowning in this world, I can’t seem to breathe“. Nach diesem Lied folgt der Titeltrack namens „(And) Only Ashes Remain“, welcher mit einem ruhigen, ebenfalls etwas melancholisch wirkenden Gitarrenteil eingeleitet wird. Danach wird der Hörer jedoch von einem brachialen Umschung in flottes Riffing mit treibender und besonders hervorzuhebender Schlagzeugbegleitung erfasst. Mehrere gekonnte Tempowechsel sind ein zusätzliches Schmankerl dieses Stücks Metal. „I’m gonna rip your heart right out of the chest, like you did a thousand times before !“. Ebenfalls ein Anspieltip meinerseits. Weiter geht es mit dem Stück „Walk Before You Run“. Damit will uns die Band nicht etwas das Laufen lehren, sondern darauf hinweisen, das man – besonders auf große Ziele – nicht zuhechten sondern sich lieber Schritt für Schritt voran tasten sollte; diese Intention wird schon klar bei den ersten Gesangszeilen deutlich. „Walk ! Before you run ! Before you spread your wings and fail !“. Das Riffing ist wieder treffend und weiß durchaus zu gefallen; das Tempo bewegt sich im flotten mid-Tempobereich. „Buy Your Absolution“ fängt mit einem kleinen, fast schon jazzigen Riff an, welches sich in etwa so anhört, als würde es aus Omas altem Küchenradio kommen ;). Zerissen wird das durch ein paar rumpelnde Powerchords und dann geht das Lied richtig los – erneut im unteren Temporahmen. Das Lied „wälzt“ sich voran, wobei mir hier das Solo sehr zusagt. Dann geht es zu „Edge Of Decay“ über, welches schon in den ersten Sekunden anmerken lässt, das es nun wieder ordentlich etwas auf die Ohren geben wird ! Fabz benutzt hier einen tieferen Gesang als sonst gewohnt und das Lied haut einfach nur rein – ist allerdings auch das Kürzeste auf der Scheibe :). „PULL THE TRIGGER ! BOOM !“. Mit „Watching You Burn“, geht es ähnlich flott weiter, jedoch ist das Riffing wieder ausgefeilter als beim Song zuvor. Die Melodie finde ich extremst gut gelungen, vor allem da hier beim Refrain ein schönes Zwischenspiel auf Akkustikklampfen mit Bassfundament und dezentem Schlagzeug gespielt wird. Dies lässt den Song auch etwas unter anderen hervorstechen, daher möchte ich ihn auch als Anspieltip vorschlagen. Danach folgt der Song „End Of Silence“, der wieder langsamer, melancholischer wirkt wie die Machwerke davor – doch nur die erste Zeit, gegen Ende der ersten Minute wird wieder schön gethrasht ! Die Stimme von Fabz ist hier zeitweise verzerrt. Besonders passend fand ich den „Break“ für das Solo um die vierte Minute herum. „Equality“ legt los mit treibenden, „sirrenden“ Gitarren und dem Riffing, das man nach dem Hören der vorigen Lieder schon als Respawn-typisch ansehen kann. Das Lied ist recht geradlinig und hämmert sich wieder im Mid-Tempobereich voran. Den Abschluss bildet der knapp 9-minütige Song „Northern Lights“, welcher den Hörer mit einem ruhigen Gitarren und Keyboardintro dazu lockt, weiter hereinzuhören. Einige Akkorde zerreissen die Stille und die Melodie setzt ein; schon in den ersten beiden Minuten weiß dieses Werk zu begeistern. Mehrere Soli sind gekonnt in das Stück eingebaut, ebenso wie ein schönes Zwischenspiel auf der akkustischen Gitarre. Fazit: Ein Album, das den Charme des „alten“ melodischen Thrash Metals einfängt, jedoch seinen ganz eigenen Klang besitzt. Die Texte wechseln zwischen brachialen Aussagen und eher melancholischen Themen hin und her und warten stellenweise mit gut getroffenen Metaphern auf. Die Spielzeit liegt über einer Stunde – wo bekommt man heutzutage noch so ein pralles und zugleich Innovatives Album geliefert ? Die melodischen Soli sind gut durchdacht und tragen ebenfalls sehr zur Gesamtatmosphäre des Albums bei. Der einzige Faktor, der mich von einer Bestnote abhält ist der, dass wenige „Überraschungen“ in der Art der Songstruktur bestehen; Respawn Inc. lassen alles direkt heraus anstatt groß drum herum zu reden – dies mag für den einen Metalfan eine Vorliebe sein, für den Anderen ein „Nachteil“. Wer z.B. auf frühere Metallica steht, wird seine Freude an diesem Album haben. Zugreifen ! Tracklist : 01 - Bleed Me A River, 3:54 Gesamtwertung: 9 von 10 Punkten (Spitze) Marius Links zum Thema: |
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