Interview mit Robby - Mastermind beim süddeutschen Plattenlaben “Supreme Chaos Records”

Im süddeutschen Raum ist das Plattenlaben “Supreme Chaos Records” keine unbekannte Underground-Plattenfirma mehr. Mit Bands wie Karkadan, Nocte Obducta oder Agrypnie hat sie auch bekanntere Bands im Repertoire. Wir sprachen mit Robby - Mastermind der Plattenfirma - über “Supreme Chaos Records”.

Hallo Robby, schon seid etlichen Jahren betreibst du im Süden der Republik das Label „Supreme Chaos Records“. Was hat dich dazu bewegt ein eigenes Label an den Start zu bringen?

Zunächst war es eigentlich einfach nur die Frustration, dass es auf die Bewerbungen mit meiner eigenen Band Karkadan keine Reaktionen seitens der Labels gab. Zudem wollte ich eine Vinyl-Version einer Band eines Kumpels veröffentlichen und in dem Moment war die Idee eines Labels geboren. Das Ganze ist aber eigentlich erst im Nachhinein wirklich zu einem Label gewachsen, am Anfang passierte da noch bei Weitem nicht so viel. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Wie siehst du die Entwicklung von Supreme Chaos Records seid der Gründung bis heute? Gab es viele Höhen und Tiefen?

Es gibt immer noch viele Höhen und Tiefen, was sich nicht zuletzt darin äußert, dass es mal eine zeitlang weniger Releases gibt und mal mehr. Aber mittlerweile hat sich auch so was wie ein Image entwickelt, dass ich weiter pflegen möchte. SCR steht mittlerweile für anspruchsvollen Extremen Metal und das ist es eigentlich auch, wo ich SCR haben möchte. Aber es erfordert eben immer mehr an Energie, etwas im Musik-Business zu reißen. Das habe sogar ich in mit dem kleinen Label SCR in den letzten sieben Jahren gemerkt.

Wieso ausgerechnet „Supreme Chaos Records“? Hat der Name irgend eine spezielle Bedeutung für dich?

Supreme Chaos war ein Titel auf der ersten Demo einer Black Metal Kapelle, die ich damals ins Leben gerufen hab. Das war damals Typhon mit Bringer of Chaos, was wir in nur 2 Tagen eingetrümmert haben. Eigentlich schade, dass es von Typhon nichts mehr zu hören gab, denn alle Beteiligten hatten immer Bock darauf, mal wieder was zu machen. Aber wer weiß? Nebenbei bin ich teilweise doch manchmal ein recht zerstreuter Mensch und bekomme auch immer wieder gesagt, dass der Name bestens zum Inhaber passen würde… Ich hoffe, dass versteht jetzt keiner negativ.

Betreibst du die Firma nebenbei oder hauptberuflich? Und schmeißt du den Laden alleine oder hast du noch ein paar helfende Hände mit im Boot?

Prinzipiell schmeiße ich den Laden alleine und zwar nebenberuflich. Ich bin eigentlich mit meinem Beruf als Software-Entwickler auch schon mehr als gut ausgelastet, aber kann das mit der Plattenfirma einfach nicht lassen, weil die Musik schlicht Leidenschaft ist. Dennoch gibt es für verschiedene Tätigkeiten Gelegenheits-Helfer. Das sind meist einfach Kumpels, die mich dann unterstützen, zum Beispiel bei den Live-Events oder bei den eintreffenden Bewerbungen, die immer zahlreicher werden. Anders würde ich einiges schlicht nicht schaffen oder manch eine Bewerbung einer Band würde untergehen. Ich lege aber Wert darauf, dass jede Band, die sich bewirbt auch eine kompetente Antwort erhält und vielleicht sogar ein paar Tipps, was sie bei ihren Bewerbungen besser machen kann.

Neben deiner Plattenfirma hast du in letzter Zeit auch deinen Onlineshop weiter ausgebaut und bietest dort auch Merchandise von Bands an, die nicht bei dir unter Vertrag sind. Willst du dies in Zukunft noch weiter ausbauen?

Das ist auf jeden Fall ein Ziel, das Programm ist mittlerweile groß genug, ich möchte aber einen kundenfreundlichen Service bieten und dort ist noch eine Menge Potential. Trotzdem bekommen die Kunden bei mir schon einiges mehr geboten als bei manch großem Mailorder, gerade was die Abwicklung anbelangt. Aber mehr Kunden dürfen es noch gerne werden. Mittlerweile gibt es ein weiteres Label namens Prevision Music, dass sich vor allem mit geradlinigerer Musik beschäftigt, so dass SCR Fanatiker keine Angst haben müssen, dass wir mit SCR vom anspruchsvollen Extrem-Metal abrücken. Zudem wird es noch weitere neue Felder geben, die nach und nach aufgebaut werden.

Bist du auf diversen Festivals auch mit nem eigenen Merchandise Stand vertreten?

Früher hatte ich einen Stand auf dem ein oder anderen kleinen Festival, mittlerweile bin ich aber aus Zeitgründen davon abgerückt und versuche dort eher für den Mailorder zu werben. Da ich ja unter der Woche mit zwei Jobs keine Freizeit habe, möchte ich wenigstens die Festivals genießen können und mir ein paar Bands anschauen.

Es gibt ja etliche Undergroundlabels. Besteht da ein größerer Konkurrenzkampf oder arbeitest du mit anderen Labels gar enger zusammen?

Ich finde Konkurrenzkampf zwischen Labels in der Größenordnung von SCR fehl am Platze. Es gibt so viele unterschiedliche Nischen innerhalb des Metals, die alle bedient werden wollen und ich kenn ehrlich gesagt kein anderes Label, dass so konsequent auf anspruchsvollen oder gar proggigen Extrem-Metal setzt wie SCR mittlerweile. Ich arbeite mit dem ein oder anderen Label eng bis sehr eng zusammen, es gibt zum Teil wirklich enge Partnerschaften und das werde ich auch weiter beibehalten.

Was muss eine Band alles mitbringen, um bei dir unter Vertrag genommen zu werden?

Wie schon erwähnt vor allem einen gewissen Anspruch an die eigene Musik. Natürlich auch ein gewisses Maß an Professionalität in den Dingen, die nicht direkt mit der Musik zu tun haben. Vor allem aber viel Engagement. Denn ohne Eigenarbeit wird jede Band auf einem kleineren Label in der Schublade verschwinden und nicht lange für Wirbel sorgen. Das nehmen viele Bands leider nicht zu ernst und das merkt man dann auch schon an den Bewerbungsunterlagen und letzten Endes spricht das Promo-Paket einer Band für uns eine deutliche Sprache, denn an diesem ersten Eindruck müssen wir entscheiden, ob eine Band es wert ist, mit Energie und natürlich auch auf finanzieller Ebene unterstützt zu werden. Aber generell gilt: Wenn eine Band so stark heraus sticht, dass man sofort denkt – wow, was ist das? – dann erst ist die Band für uns überhaupt interessant.

Wenn man sich so umsieht muss man immer wieder feststellen, dass manche Labels wirklich „scheiß“ Bands unter Vertrag nehmen und im Gegensatz etliche Hammerbands mit verdammt viel Potential einfach keinen Plattendeal an Land ziehen können. Wie erklärst du dir das?

Da kann ich jetzt auf die vorherige Frage verweisen. Die Bewerbung einer Band entscheidet darüber, was für ein Bild man sich als A&R über das Engagement der Band macht. Und wenn das einfach schlampig ist nützt sogar gute Musik oftmals nichts. Außerdem warten viele Bands, die wissen, dass sie gute Musik schreiben, oftmals darauf, gefunden zu werden. Doch mit dieser Passivität erreichst Du heute als Band einfach niemanden mehr.

Hältst du selbst auch immer wieder Ausschau nach diversen Bands und bietest denen einen Vertrag an?

Dank Myspace und Konsorten läuft einem immer wieder eine Band über den Weg wo man denkt – hey, das ist interessant. Dann berate ich mich zunächst mit meinen A&Rs, was sie über die Band denken, natürlich muss man auch die Release-Planung des Labels allgemein beachten, denn da muss natürlich auch noch Luft sein. Bewerbungen von Bands leite ich mittlerweile wie gesagt an meine A&Rs weiter, denen ich bezüglich Bands hundertprozentig vertraue. Da gibt es für jedes Label einen, für den extremen Metal und für die etwas kommerziell ausgerichtetere Musik. Die letzte Instanz bin ich dann natürlich wieder selber, aber es bringt ungemein viel, wenn die Bewerbungen vorgefiltert werden.

Angenommen Band XY hat vor nun eine neue Scheibe aufzunehmen. In wie weit ist vom Studioaufenthalt bis zur fertigen CD im Plattenladen die Plattenfirma involviert? Fängt das schon beim Studioaufenthalt an, in dem ihr das Studio zahlt oder fängt das erst mit dem ganzen Herstellungsprozess (Presswerk, Bookletdruck, etc.) an?

Das kommt natürlich drauf an, wie sich die Band bei uns vorstellt. Heutzutage ist es schon fast Gang und Gäbe, sich mit einem fertigen Album, oftmals sogar mit Artwork vorzustellen. Kommt es zu einer Zusammenarbeit, dann ist die Plattenfirma nur in die restlichen Schritte wie Herrstellung, Promo und natürlich Vertrieb involviert, bei den folgenden Platten ist das natürlich anders. Andererseits gibt es oft Bands, die wir toll finden und die gar nicht konkret nach einem Plattenvertrag suchen, dort ist man als Plattenfirma natürlich schon bei früheren Schritten dabei. Generell kann ich sagen, dass ich als Chef einer so kleinen Plattenfirma oftmals so etwas bin wie ein weiteres Bandmitglied, das eben nicht mit auf der Bühne steht, sondern sich um die geschäftlichen Belange kümmert. Zwischen SCR und den Bands herrscht also ein sehr freundschaftliches, vertrautes Verhältnis.

Von den Einnahmen aus den CD-verkäufen bleiben ja nicht allzu viel letztendlich bei den Bands hängen. Wer bekommt denn alles ein Stückchen von dem Kuchen ab?

Das größte Stück bekommen die Endverkäufer und der Vertrieb ab. Da kommt dann also nur ein Bruchteil bei uns an. Davon geben wir nur einen Teil an die Bands weiter, denn zunächst müssen wir natürlich schauen, dass auch unsere Kosten gedeckt werden. Das ist bei solch kleinen Produktionen oftmals nicht der Fall.

Wie hoch belaufen sich denn grob die Kosten für eine CD-Produktion?

Das unterscheidet sich zu sehr, als dass ich hier Zahlen nenn würde. Aber es ist klar, dass zum Beispiel Nocte Obducta ein höheres Budget erfordern und auch bekommen haben als es beispielsweise bei Subconscious der Fall ist. Da muss man sich dann auch an dem reell vorhandenen Verkaufspotential orientieren und versuchen, alle Idealismus-Gedanken auszuschalten, was oftmals gar nicht mal so einfach ist. Denn letzten Endes zählt es nicht, wie ich eine Platte selbst finde und wie überzeugt ich von der Platte bin, sondern wie viele Einheiten davon abgesetzt werden kann.

Wie sieht es bei dem Bandmerchandise aus? Machen das die einzelnen Bands selbst oder bist du mit dem Label hier auch mit involviert?

Das kommt immer auf die Band an. Einige Bands machen selbst Merchandise und für manche Bands übernehmen wir das Thema Merchandise-Herstellung. Das kommt nicht zuletzt darauf an, wie viel wir von den Merchandise-Artikeln voraussichtlich absetzen können und wie viel die Band selber. Spielt die Band sehr oft live und setzt selbst enorm viel Merch ab, wollen die Bands das Merchandise logischerweise oftmals selbst machen. Das kommt also auch auf den Vertrag an, den man aushandelt.

Was waren denn die bisher „größten“ Releases aus dem Hause SCR?

Wie sich sicher jeder denken kann waren das natürlich die Nocte Obducta Veröffentlichungen. Allerdings waren die auch mit extrem hohen Kosten verbunden und letzten Endes haben Nocte Obducta durch SCR auch einiges an Popularität gewonnen.

Was für Releases stehen in nächster Zeit oder dieses Jahr an?

Im August erscheinen zunächst Agrypnie, Mourning Rise und Subconscious. Agrypnie sind ja eine der Nocte Obducta-Nachfolge Bands und sind von Nocte auch stilistisch nicht wirklich weit entfernt. Die Band wird auch auf dem Summer Breeze spielen. Mourning Rise machen progressiven oder fast schon experimentellen Rock mit vielen Elementen des extremen Metals, also kein einfacher Stoff. Dabei arbeitet die Band mit vielen Gastmusikern, so ist auch Niko von Dark Suns oft am Gesang zu hören. Eine sehr starke Scheibe für die ich mich sehr spontan entschieden habe. Subconscious sind genauso vertrackt, spielen aber progressiven Death Thrash wie man ihn vielleicht von der Schlussphase der Götter Death kannte. Hier hat sogar Victor Smolski von Rage im Studio vorbeigeschaut, um ein Solo einzuspielen. Allen drei Scheiben muss man viel Zeit geben, sie reifen mit jedem Hören, werden dann aber ganz groß!

Weitere Releases, die noch anstehen, für die es aber noch keinen Veröffentlichungszeitpunkt gibt sind Nocte Obductas letztes Werk, Crisis Never Ends auf Prevision Music und Cheeno auf Prevision Music. Noch 2008 wird es einige digitale Releases geben, die es gar nicht als physischen Tonträger geben wird. Darunter eine Unplugged-Session mit Subterfuge Carver, was ich unheimlich stark finde. Aber auch von Subconscious wird es digitalen Nachschlag geben, alles weitere steht noch in den Sternen, aber wir haben schon einige heiße Ideen.

Mit Nocte Obducta hattest du ja ein größeres Zugpferd in der Reihe deiner Labelbands. Wie kam es damals zu der Zusammenarbeit zwischen Supreme Chaos Records und Nocte Obducta? Nocte war zuvor ja bei Nuclear Blast gewesen und da verwundert ein solcher Wechsel schon etwas.

Falsch. Nocte Obducta waren bei Grind Syndicate Media und wurden nur über Nuclear Blast vertrieben, denn der GSM Kopf arbeitet heute noch in einer gehobenen Position bei Nuclear Blast. GSM hat damals die Arbeiten eingestellt und so wurden Nocte Obducta frei. Ich war damals als Tour-Sänger für Agathodaimon im Gespräch, die Tour war schon gebucht und wurde kurz vor knapp abgesagt. Matthias war damals Drummer bei Agathodaimon und auch Nocte Obducta. Deshalb bin ich überhaupt auf Nocte Obducta gestoßen. Martin von Aga hat mir dann nahe gelegt, Nocte Obducta doch mal einen Plattenvertrag anzubieten. Damit kam die Geschichte ins Rollen und „Stille“ erschien 2003 als erstes Album von Nocte Obducta auf SCR.

Was hast du gedacht, als du von dem Split der Band erfahren hast?

Das hatte sich schon längere Zeit angedeutet, sowohl musikalisch als auch was die ganzen Umstände im Musik-Business, besonders aber auf Konzerten anbelangt. Aber ich war schon ein wenig geschockt, musste aber auch gleich weiter denken, wie wir da jetzt einen würdigen Abschluss für die Band finden konnten. Ich hatte damals bereits Agrypnie unter Vertrag und somit eine Band, mit der ich die Nocte Obducta Fans weiterhin bedienen kann, weil es musikalisch doch ein bisschen an Nocte erinnert. Von daher gilt eigentlich nur – weitermachen!

Torsten (Ex Nocte Obducta) ist mit Agrypnie nun auch bei dir unter Vertrag. Daneben auch deine Band Karkadan. Welche Bands sind noch bei Supreme Chaos Records zu Hause?

Im Moment sind aktiv bei SCR unter Vertrag Agrypnie, Karkadan, Mourning Rise, Nocte Obducta, Subconscious und Subterfuge Carver. Ich musste mich leider von einige Bands trennen, da ich weder den Bands das bieten konnte, wonach sie suchten, noch konnte ich so viel Energie aufbringen, alle Bands zufrieden zu stellen, die zeitweise auf SCR waren, als da wären Apophis, Behind The Scenery, Blood Red Angel, Cockroach, Lifthrasil, Sanguis, Sonic Reign. Zudem gab es einige Kooperationen für Vinyl-Releases von Asmodeus, Battlehorns, Crisis Never Ends, GUT, In Aeternum, Inhumate, Vaginal Incest und Zorn.

Auf Prevision Music sind aktiv Cheeno und Crisis Never Ends, mit denen ich ja schon ein Vinyl-Release auf SCR gemacht hatte. Hier musste ich mich von Kaminari trennen.

Was denkst du über Labels, die mit falschen Versprechungen Bands an sich binden und die Bands einfach übern Tisch ziehen?

Ich weiß selbst, wie schwierig es ist, Versprechen zu halten. Dennoch habe ich in Sachen Studio-Kosten und so fort meine Versprechen letztendlich erfüllt. Ich mache den Bands von vornherein klar, wie es aussieht und ich denke Ehrlichkeit ist das Wichtigste und das wird letztendlich auch von den Bands belohnt. Es nützt nichts, Versprechen zu machen, die man nicht halten kann. Durch die hohe Belastung mit zwei Jobs ist es trotzdem nicht immer so einfach, den Wünschen der Bands nachzukommen, aber ich versuche hier immer noch nachzubessern.

Dass es gewisse andere Labels einige Bands abgezockt haben und letztendlich im Regen stehen lassen haben, ist natürlich unter der Gürtellinie. Ich denk ich weiß, auf welches Label du anspielst, werde mich aber nicht weiter dazu äußern.

Wie muss man sich denn einen Plattenvertrag so vorstellen? Was wird darin alles geregelt?

Eigentlich geht es primär um Nutzungsrechte und die Ausschüttung von Gewinnen. Ansonsten muss sich wohl jeder einmal so einen Vertrag durchlesen, um zu begreifen, was dort von statten geht.

Neben deiner Plattenfirma bist du ja auch mit deiner Band Karkadan viel unterwegs. Bleibt da überhaupt noch genug Freizeit oder geht die gänzlich für den Metal drauf?

Die geht gänzlich für Metal drauf. Karkadan ist jetzt nicht gerade eine Band, die viel Zeit frisst, obwohl wir natürlich schon auch einen gewissen Anspruch haben, aber wir proben relativ wenig und das Songwriting findet teilweise außerhalb des Proberaums statt, so kann man sich ein bisschen drauf einrichten. Meine zweite Band The Exorial ist ja nur zeitweise aktiv. Aber je mehr Zeit übrig bleibt, desto mehr wird doch wieder für Label und Event-Management geopfert.

Bist du in der Szene sehr aktiv, abgesehen von deiner Band und dem Label?

Ich denke schon, ich veranstalte einige Konzerte, unter anderem die Konzertreihen Chaos Metal Nights, Rock Nights Supreme und die Doom Nights. Vor über 10 Jahren hatte ich auch das Metallic Noise Festival ins Leben gerufen, das es ja mittlerweile nicht mehr gibt. Es gibt auch noch einige andere Aktivitäten, manchmal bin ich z.B. als Gastschreiber für das ein oder andere Magazin tätig. Und als Fan bin ich natürlich aktiv, besuche viele Konzerte und kaufe eine Menge Platten, freue mich, wenn ich meine Favoriten auch mal persönlich kenne lerne und so weiter.

Was denkst du über den Zusammenhalt innerhalb der Szene und wie hat sich diese deiner Meinung in den letzten Jahren entwickelt. Eher gut oder eher schlecht?

Das kann ich jetzt eigentlich nur auf die Konzerte beziehen. Dort ist die Zusammenarbeit schlecht, jeder will irgendwie sein eigenes Süppchen kochen und sich nicht in die Karten schauen lassen. Dadurch gibt es eine Menge Überschneidungen, Doppelbuchungen und mies besuchte Konzerte. Die Bands sind da anders, da passiert mehr, die organisieren auch mal einen Event zusammen, da ist mehr Kommunikation da seit das Internet so groß ist…

Um noch einmal auf Supreme Chaos Records zurück zu kommen. Hast du in gewisser weise Ziele, die du mit deiner Firma verfolgst bzw. erreichen möchtest?

Es wäre wohl ein Klischee, wenn ich sagen würde, dass ich davon Leben möchte, aber letzten Endes steckt ein Teil Wahrheit dahinter. Ich möchte aber nicht nur reine Plattenfirmen-Dienste als Basis für meinen Lebensunterhalt sehen, da gibt es noch eine Menge mehr. Man wird als sehen, was die Zukunft bringt.

Zum Abschluss des Interviews darfst noch ein wenig Werbung in eigener Sache machen.

Ich hoffe, Du führst die entsprechenden Links alle auf, von daher – schaut einfach dort vorbei, das wäre schon mal ein Anfang.

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen dir und Supreme Chaos Records weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen.

Ich bedanke mich für den Support und die endlose Geduld, die Ihr mit mir wegen diesem Interview haben musstet, hehe.

http://www.s-c-r.de
http://www.prevision-music.com
http://www.chaos-metal-nights.de

Oimel