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Samsas Traum 1. 5 + 6 = 218 Was zum Geier haben Samsas Traum beim Sleepless METALzine zu suchen? Ja, diese Frage ist berechtigt. Aber, wenn man den Worten von Samsas Traum Mastermind Alexander Kaschte glauben schenken mag, so soll sich das Album „Heiliges Herz – Das Schwert Deiner Sonne“ in die Abgründe des Black Metals hinab begeben und dem Mainstream einen Arschtritt aller erster Güte verpassen. Wirft man einen Blick auf die Samsas Traum MySpace Seite, so wird man dort folgendes finden: „Einflüsse: Darkthrone, Burzum, Satyricon, Thorns, Dissection“ oder „Klingt wie: Black Metal“ Ein funken Wahrheit oder – mal wieder – maßlose Selbstüberschätzung?
Mit „Liebeslied“ bekommt man – wie schon der Titel erahnen lässt – eine ruhigere Nummer, die im Refrainteil leicht dem Bombast verfällt und einen leichten Hauch von NDH wieder gibt. Geradezu das Pendant bilden „Der Tag stummer Rache“ oder „Hirte der Meere“ in denen Herr Kaschte das krächzen übt und sich Drummer Adrian Erlandsson (Ex- Cradle of filth, Ex - At the gates) in Blastbeatregionen bewegt. „Alte“ Samsas Traum Anhänger dürften sich wohl am meisten über das bereits erwähnte „Liebeslied“ oder „Heiliges Herz“ freuen, da diese – trotz des deutlichen Stilwechsels – am wenigsten vor den Kopf stoßen und eben daher am ehesten ansprechend für die alten Fans klingen dürfte. Bei den synthetischen Klängen die zwar vorhanden, aber dennoch weitgehend gut dosiert daher kommen, werden ansatzweise Erinnerungen an Pain wach. Nach mehrmaligem hören der Platte bleibt der großangekündigte Arschtritt weitgehend aus. Dafür befindet sich zu wenig Druck hinter der Produktion. Zumindest wird bei mir dieser Eindruck erweckt. Auch in Sachen Black Metal sollte sich Herr Kaschte noch einmal mit entsprechender Musik beschäftigen ehe er die Songs dieser Platte als Black Metal der Marke Darkthrone oder Burzum beschreibt. Diese Bands sind zwar mit unter als Einflüsse zu nennen, aber rein subjektiv ist die Scheibe eher im Dark Metal einzusortieren, denn für Death Metal ist es zu lasch, für Black Metal zu untrue und für Gothic Metal wieder rum etwas zu hasserfüllt. Bleibt also nur noch Dark Metal als düsteres Genre übrig. Die verwöhnten Kiddies, die wieder etwas poppigeres erwartet haben, dürften weitgehend erschrocken sein. Auch bisherige Fans, die mit metallischen Klängen nicht sonderlich viel anfangen können, dürften wohl erst mal schlucken. Alle anderen dürften von der neuerlichen Möchtegern-Black-Metal-Einstellung nicht sonderlich geschockt sein. Aber man muss gestehen, dass die Scheibe dennoch überrascht und im großen und ganzen – wenn man die teils etwas grotesk klingenden Texte außer acht lässt - doch zu gefallen weiß. Für engstirnige Metaller – die es leider viel zu häufig gibt – nicht zu empfehlen. Wer sich etwas „open minded“ durch die metallische Musiklandschaft bewegt, darf hier aber durchaus ein Ohr riskieren und sich die Platte einmal zu Gemüte führen. Danach kann man sie ja immer noch zurück ins Verkaufsregal legen. 7 von 10 Oimel |
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