Kinopremiere Schwermetall der Film
(den restlichen Titel sparen wir uns jetzt mal)
17. – 20.06.2010 – Luxor Filmpalast Wiesloch

Nach all den Jahren war es nun am Donnerstag, den 17.06. soweit. Und ja, man kann wahrlich von Jahren reden, fünf Jahre insgesamt, hat es Andy gekostet, seinen Traum zu verwirklichen und auch alle Metalheads wurden das ein oder andere mal vertröstet, bis Schwermetall der Film, endlich über die Leinwand flackerte.

smdf premiere (8)Pünktlich um 18 Uhr trafen wir am Luxor Filmpalast in Wiesloch ein, wo sich auch schon die ein oder andere in langhaarige Gestalt tummelte. So wie sich das Standesgemäß gehört, wurde für die Kuttenfraktion auch schön der rote Teppich ausgerollt. Die Zeit schritt voran, das Voyer füllte sich gemütlich, man kannte sich und unterhielt sich, Gläser und Flaschen leerten und füllten sich wieder, bis Andy den Stareinlauf ankündigte. Dieser ließ aber gut auf sich warten und war auch schneller wieder verschwunden, als er gekommen war. Udo Dirkschneider, Viktor Smolsky von Rage, die Jungs von Gun Barrell, natürlich die Filmemacher Sana und Andy und noch weitere schritten über den Roten Teppich vorbei an der warteten Meute in Richtung VIP-Lounge im Kino. Die Anfangsorganisation mag man sich wohl anders vorgestellt haben, aber es sei Andy verziehen, man bedenke, der Arme rannte, nach 3 Nächten ohne Schlaf eh schon wie ein aufgescheuchter Durazellhase durch die Menge, um auch ja jeden zu Begrüßen und irgendwie im Zeitplan zu bleiben.

Als gegen 20.30 Uhr plötzlich recht laut „Enter Sandman“ den Eingangsbereich des Kinos beschallte und die nichtsahnenden „normalen“ Kinobesucher schockte, öffneten sich dann auch endlich die Schleusen und der 329 Stuhl bemannte Saal „Blue“ füllte sich nach und nach zu einem ansehnlichen Bild, was selbst den ein oder anderen Blockbuster der vergangenen Tage in den Schatten stellte.

smdf premiere (11)In alter Manier, ließen sich Sana und Andy nicht Lumpen und eröffneten die feierliche Premiere mit ein paar Worten und der Vorstellung der restlichen Crew, die noch ein paar eigene Worte einbrachten. Wie sich das zu einem richtigen Metalfilm gehört, wurde einstimmig das Freibier ausgerufen und gleichsam verteilt. Bier und Metal, wenn auch mal auf der Leinwand, dass kann doch nur gut gehen oder?!

Nach ein paar Werbesequenzen – unter anderem gegen illegale Musikdownloads und auch für das neue Buch „Bloodwork“ von Andy K. Iller, in dem es im wesentlichen um die Zensierung von Horrorfilmen geht, ging der Film dann auch schon los. Im Vorspann wird dann noch mal darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Film um ein reines Amateurprojekt handelt. Viele mögen diese Tatsache wohl übersehen und hier eine topproduzierte Doku erwarten. Wer dies denkt und den Film entsprechend bewertet ist hier fehl am Platze.

Der Film ist von Fans für Fans. Andy betonte es im Vorfeld und auch am Premierenabend immer wieder. „Das ist Euer Film.“ In gewisser Weise hat er recht. Schließlich hat er ja im Prinzipt „nur“ gefilmt. Die Hauptrolle haben die Metalheads auf den unzähligen Konzerten und Festivals gespielt. Und irgendwie ist genau dies, was den Film ausmacht. Man könnt glatt meinen man ist „Mittendrin statt nur dabei“. Was sehr positiv ist, ist die Tatsache, dass neben großen Festivals wie dem Rock Hard oder dem Bang Your Head auch sehr viele kleinere Festivals im Film auftauchen. Auch lässt Filmemacher Andy neben etlichen Genregrößen, wie U.D.O, Atrocity, Doro, Gun Barrell, Vader oder Dark Fortress auch viele Undergroundbands wie The Prophecy 23, Slartibartfass, Midnattsol oder Cypecore entweder musikalisch oder in einem Interview smdf premiere (38)im Film erscheinen. Aber neben den Interviews – in denen viele Bands und Musiker über gleiche Fragen die unterschiedlichsten Antworten abgeben – was des öfteren für einige Lacher sorgt, bekommt man auch einen Einblick in den Metal. Sei es im „der Sendung mit der Maus“ – Part, in dem eine Band und die entsprechenden Instrumente vorgestellt werden, bei einer Backstageführung beim Bang Your Head oder wie es unter anderem im Hause von Nuclear Blast ausschaut. Neben vielen lustigen Szenen im Film wird aber auch Platz für ernstere Themen gegeben. So erhält man auch einen Einblick, wie denn das Leben als Metalhead in der DDR gewesen ist. Im ganzen ist Schwermetall – der Film ein sehr unterhaltsamer, stellenweise sehr lustiger aber auch informativer Film oder sagen wir besser Doku, die aber auch Platz für ernstere und kritische Themen lässt.

Neben den Licht- gibt es aber auch ein paar Schattenseiten, sprich Kritikpunkte. So hätte man vielleicht manche Parts etwas kürzer, andere vielleicht etwas länger gestalten können. Was von vielen kritisiert wurde, war, dass wenig bis keine Livemitschnitte von Konzerte zu hören sind. Dies hat dann natürlich wieder rechtliche Gründe smdf premiere (20)und so sieht man – leider – „nur“ das Filmmaterial von diversen Konzerten und Festivals. Allerdings wirken die darübergespielten Songs dann wieder etwas unpassend, bzw. sind nicht synkron mit dem zu sehenden Material. Aber das sind irgendwo Kleinigkeiten, über die man getrost hinwegsehen kann. Etwas störender sind hierbei dann die eine oder andere zu dunkel geratene Szene oder Interviews, die auf Grund der Raumakkustik am Drehort teils schwer verständlich sind. Aber he, es ist ein Amateurfilm. Man kann hier keine Highbudget-Produktion erwarten. Wer mit Herz ein Metaller ist, der wird sich sicher über weite Strecken mit dem Film oder zumindest mit dem Gedanken der sich dahinter verbirgt identifizieren können. Wer den Film von Grund auf ablehnt und nur schlecht machen will, bei dem läuft was falsch.

Wie wir später erfahren haben, war unter den Zuschauern auch eine Kinokritikerin, die für verschiedene Kino-Zeitschriften Filmkritiken schrieb und schon etliche Amateurfilmen auf diesem Wege gesehen und kritisiert hatte. Schwermetall – der Film stufte sie selbst als den besten Amateurfilm ein, den sie bisher gesehen hatte. Wenn das jemand – quasi aus dem Mainstream – sagt, der eigentlich kaum was mit Metal am Hut hat, dann hat dies sicherlich einen noch höheren Stellenwert, als wenn jemand den Film kritisiert, der wiederum mit Filmen recht wenig Ahnung hat und einfach nur einen guten Film schlecht machen möchte.

smdf premiere (42)Da die Macher vorher noch nie in irgend einer Weise mit dem Filmemachen zu tun hatten, muss man vor der ganzen Projektbelegschaft einfach den Hut ziehen. Andy und Sana und ihre Mitstreiter haben in den Film sehr viel Herzblut gesteckt, was man dem Film auch anmerkt. Der Film hat letzten Endes sicherlich sehr viele Erwartungen noch weit übertroffen und Lust auf mehr gemacht. Und gut angekommen ist der Film beim Publikum auch.

Nach Ende der Vorstellung gab es minutenlang Applaus und stehende Ovationen von den Besuchern im Kinosaal. Wer Andy kennt, der weiß, dass er immer und gerne viel redet. Doch als er vor der Leinwand stand und die Beifall klatschende Meute vor sich, hat es auch ihm die Sprache verschlagen.

Die Premiere war durchgehend ein tolles Event, auch wenn kurzfristig hier und da Programmänderungen vorgenommen werden mussten. Es bleibt nun nur zu hoffen, dass die DVD nicht allzu lange auf sich warten lässt und man hier mit vielen zusätzlichem Filmmaterial verwöhnt wird. Andy wird als Hauptprodagonist immer mit dem Film in Verbindung gebracht und er wird dadurch auch viel Dank erfahren. Aber man darf eine Person ohne die dieser Film wohl nie realisiert werden konnte nicht vergessen. Nämlich Sana. An dieser Stelle ein Danke von uns an euch beide für diesen klasse Film.

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Eindrücke zum Film von Mitarbeitern des Sleepless Metalzine:

 

Sarah:

„Ich für mich sag einfach mal JA. Schwermetall ist wirklich mal eine Doku der anderen Art. Man bedenke, dass sich da zwei zusammengefunden haben, die niemals zuvor einen Film gemacht haben und zu Beginn nicht einmal wussten, wie man eine Kamera bedient. Von Fans für Fans, nach diesem Motto lebt auch der Film. Ich als alter Filmer, erlaube mir die Kritik, dass es einige Stellen gibt, an denen sich Cutter wohl für andere Stilmittel und Einstellungen entschieden hätten. So ist es auch Schade, dass manche Szenen etwas schwach belichtet sind und man nur schemenhaft erkennen kann, wer da einem aus der Leinwand entgegen spricht. Hier und da ist auch der Ton leider etwas blechern geworden oder hat einen sehr starken Hall, aber hey, wir haben hier keine hochbezahlte Doku, sondern eine zum Großteil selbst getragene Produktion und allein dafür, HUT AB!!! Deswegen will ich das auch außen vor lassen. Es ist sein erster Film und ich weiß aus eigener Erfahrung, am Ende muss man mit dem Material arbeiten, dass man zur Verfügung hat und bei der Masse an Material auch noch das Gute ausfiltern.

Somit bin ich alles in allem wirklich sehr positiv überrascht und meine anfängliche Skepsis beiseite geschoben. Der Film gibt einem viele nette Eindrücke, die man zuvor vllt nicht so wahrgenommen hat. Besonders die Qualität mancher Interviews hat mich überrascht und bei einer Großzahl der Aussagen muss man einfach konform gehen. Weniger gut gefallen, hat mir die Kochszene, da ich damit nicht wirklich viel anfangen konnte. Wobei der Grundgedanke kein schlechter war.

Ja, ich denke es macht keinen großen Sinn, einzelne Szenen hervorzuheben oder zu kritisieren. Als Gesamtkonzept funktioniert es, auch wenn man durch manche Elemente etwas aus dem Flair gerissen wird, so macht es der Witz der nächsten Szene wieder weg.

Und jeder Metalhead, der es aus Überzeugung ist, wird die Messsage und das Herzblut, dass in diesem Film steckt, erkennen und genauso honorieren, wie wir an diesem Abend.

Standing Ovation, bringt auch den härtesten Metaller zum weinen und so musste auch Andy in die Knie gehen. Er konnte seinen Traum verwirklichen und uns daran teilhaben lassen, dafür danke ich dir auf diesem Weg nochmals. Danke Andy, dass war eine geile Aktion und ich freue mich schon auf die DVD und hoffentlich noch einige Std mehr an Material! Wir sehen uns dann zu deiner zweiten Premiere ;)

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: „Esst mehr Biber, rettet die Wälder“ und schaut euch den Film einfach selber an. Mitreden kann nur wer sich eine Meinung bildet. ;)“

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Nicole „littleblack“:

„Hm was bleibt mir denn über den Film besonders in Erinnerung? Er wurde von nur zwei Personen erdacht, gemacht, geschnitten und vermarktet, nämlich von Andy und Sana, zusammen mit einem Team von minimum zehn Leuten. Dass „Schwermetall – Der Film“ ein Amateurfilm ist, erkennt man erstaunlicherweise nur an wenigen Szenen, andere Szenen wirken sehr professionell und sehen eben nach Doku aus. Besonders die technische Umsetzung am Anfang mit dem Schwermetall Logo fand ich sehr eindrucksvoll. Durch den Film zog sich ein roter Faden, vom Casting des Films bis hin zur Kritik am Musikbusiness. Ich wünschte, der Film würde deutschlandweit in den Kinos laufen, damit ihn alle Metalheads zusammen anschauen können. Besonders beeindruckend für mich war die Story, die Gabriele Palmieri von Neverdream in Rom geschildert hat. Er war ja auch bei der Premiere anwesend. Der Film hatte sowohl witzige („Headbangen ist Kopfsache“), als auch ernsthafte Momente (der weiße Wolf), was ich für eine gute Mischung hielt. Den Erzähler fand ich klasse, zumal der beim Prescreening gefehlt hat und ich dadurch den Unterschied kenne. Und dass Andy und Sana zusammen durch den Film geführt haben, war natürlich auch eine klasse Idee. Danke für den tollen Film und den tollen Premierenabend! Ich bin mal gespannt, was Andy in Zukunft noch so vor hat.“

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Manuel „Gorefield“:

„Eine sehr interessante, informative und lustige Dokumentation über das Lebensgefühl Heavy Metal und was noch dazu gehört. Man hat einen guten und nicht so furztrockenen Einblick in die Welt des Metals bekommen. Es wurden natürlich nicht alle Genres oder alle 90 Festivals gezeigt oder vorgestellt dafür bräuchte man doch etwas mehr Zeit. Das war aber auch gar nicht nötig.

Das hier war kein Lehrfilm über die Auswüchse und Subkulturen im Metal sondern eine Reise in das Herz der wahren Metalfans für die es wirklich eine Lebensform und Religion ist. Der Film hat mich innerlich zurück gebracht zu der Zeit als ich mit Metal anfing und wo mich diese Musik so verzaubert hat.

Ob es nun wirklich die geilste Metal Doku der Welt ist kann ich nicht beurteilen, aber es ist ein verdammt geiler Film den man sich gerne öfters reinzieht, und den Spirit auf sich wirken lässt.“

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Anastasia:

Schwermetall-Der Film zu schauen war, für mich als „Hardcore-Horror-Filme-Schauer“, mal etwas ganz anderes. Schon am Anfang merkte man, das es ein lustiger Spass wird. Ein Lacher folgt dem nächsten.

Aber natürlich kommt auch eine gewisse Portion Ernsthaftigkeit nicht zu kurz … bis hin zur Melancholie durchlebte ich beim Schauen dieses Filmes so ziemlich jede Gefühlsart. Sehr beeindruckend war, einmal hinter die Kulissen eines Festivals schauen zu dürfen, sowie zu erfahren wie es bei großen Mailordern so zu geht.

Ein weiterer positiver Aspekt des Filmes ist, das er nicht nur von Metalern zu verstehen sein dürfte. Es wird einiges erklärt, so das man den Film mit Sicherheit auch mal z.B. seinen Eltern vorspielen könnte und diese die gleiche Freude bei dem Film empfinden und noch dazu etwas lernen würden.

Alles in allem ist Schwermetall-Der Film eine überaus gelungene Dokumentation die zu keiner Zeit langweilig wird.

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Stefan „Oimel“

 

„Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt vermutlich von Andy oder Sana gelyncht, massakriert oder gevierteilt werde. Oder gar alles auf einmal. Ich hätte nie gedacht, dass der Film so dermaßen gut wird. Hatte ich und wohl auch so manch anderer gewisse Zweifel, was das Projekt angeht so hat der Film letzten Endes sämtliche Zweifel beiseite gefegt.

Man darf natürlich nicht vergessen, dass der Film von Amateuren gemacht wurde und teils auch nur mit einer Kamera gedreht wurde. Von daher kann man über den einen oder anderen Kritikpunkt hinwegsehen. Das Endprodukt hat überrascht und mich sehr neugierig auf die DVD gemacht. Für mich können die zwei schonmal ein Exemplar reservieren. Da ich neben dem Premierendonnerstag auch noch Samstags den Film mir angeschaut habe, kann ich guten Gewissens euch Kund tun, dass man Schwermetall – der Film auch zwei oder mehrmal sich reinziehen kann ohne dass er langweilig wird. Und bei den vielen lustigen Szenen und Sprüchen die da geklopft werden muss man auch beim zweiten Mal noch immer lachen.

Der Film wird sicherlich (noch) einige Neider haben. Aber genau diese, die wohl auch heute noch ihr Maul über den Film verreisen – ohne von dem Film auch nur ein Stück gesehen zu haben – sollten den Film anschauen. Wenn sie ihn danach immer noch nicht gut finden, dann muss man das akzeptieren. Aber bei Kritik, dann bitte fair und konstruktiv!

Viele verglichen den Film im Vorfeld schon mit „Metal – A Headbangers Journey“. Ich habe nun beide Filme gesehn und ich muss eines sagen, bei „Headbangers Journey“ bin ich eingeschlafen, bei „Schwermetall – Der Film“ nicht! Skandalös.

www.schwermetall-der-film.de

www.myspace.com/reelhardnheavy

Sarah, Nicole, Anastasia, Gorefield, Oimel

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Weitere Bilder gibts auf der Facebook-Seite von Schwermetall - der Film.

Und hier gibt es noch einen weiteren ausführlichen Bericht mit verschiedenen Videoclips zur Premiere.