Sethnefer – Women And Suicide

sethnefer albumVom ersten Moment an weckt das Album Interesse, ist der erste Titel doch schon unter meinen Favoriten gelandet. Zwar wird hier noch eher „leichter“ Metal geboten, aber keinesfalls klingt der Titel im Vergleich zu den noch Folgenden schwach. Leichte Einlagen aus dem Groove- und Rockbereich machen das Stück zu einer sehr interessanten Spur. Schön gelungen ist hier auch ein kleines Fill, bei dem der E-Bass schön verzerrt zur Front gebeten wird. In vielen Reviews käme häufig jetzt ein Satz wie „Der Kurs wird über das Album weiter beibehalten“, nicht so jedoch hier. Bei „Save Me“ – obwohl Parallelen im Klang zu hören sind – zeigt sich die Band doch mehr von ihrer doomigen Seite. Spätestens ab dem dritten Lied „Chosen Breed“ ist klar, dass hier kein Lied genau wie das Andere klingt, sondern jedes seine eigenen Facetten und Klangspielereien mitbringt. Auch wird hier nicht puristisch nur cleane oder verzerrte Gitarre eingesetzt, sondern auch hin und wieder ein wenig mit Klangeffekten gespielt, dies aber nur am Rande. Auch Freunde von Melodie dürften hier etwas für sich finden, gibt es doch zu den groovigen Rhythmuspassagen öfter eine sauber eingespielte Leadspur. Textlich geht es – wie man an den Titeln teilweise schon erkennen kann – um den Tod, Schmerz/Depression oder auch Egoismus.

Produktionstechnisch ist schon wie beim Vorgängeralbum „Displeased“ alles im Reinen. Sowohl Bässe als auch Gitarren sind klar zu vernehmen, das Schlagzeug setzt sich durch ohne aufdringlich zu sein, die Stimme ist verständlich und trotzdem hört man den roh-kehligen Klang selbiger. Alle Frequenzen scheinen fast schon peinlich genau aufeinander abgestimmt worden zu sein, so dass jedes Instrument seinen Platz hat ohne ein Anderes zu verdrängen.

Das Album ist direkt über die Band zu einem überaus fairen Preis bestellbar. Hierzu eine Mail an „mail@sethnefer.com“ oder die sonstigen Kontaktmöglichkeiten über die Homepage in Betracht ziehen.

Fazit:

Ein grandioses Album. Es gibt kaum Veröffentlichungen, die einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen, wie es Sethnefer mit diesem Output machten. Dieses Machwerk ist zweifelsohne vielseitig ohne dabei fade zu klingen, was sicher nicht jeder Band gelingt, die mehr als einen bestimmten Stil in ihre Musik einfliessen lassen will. Wer Kapellen wie die bereits genannten Sentenced mag, wird hiermit auf jeden Fall keinen Fehlkauf tätigen. Auch Freunde von härterem, melodischen Rock dürfen bedenkenlos zugreifen. Ich hoffe für meinen Teil das von der Band noch viel zu hören sein wird, denn das ganze Album hat es geschafft sich derzeit ständig bei mir im CD-Spieler zu drehen. Dennoch gibt es einige Favoriten die ich Interessierten als Anspieltip nahe legen möchte: Kill, Kill...!!!, Die, Die...!!!, Bad, Bad, Bed Girls, Left Lane Bastards und The Caress Of Sun & Moon.

Tracklist:

01 Kill, Kill...!!!, Die, Die...!!! – 04:49
02 Save Me – 04:30
03 Chosen Breed – 03:19
04 In Nightfall’s Guiding Arms – 06:58
05 Inside Of You – 03:56
06 Bloodless/Divine – 05:48
07 Bad, Bad, Bed Girls – 03:30
08 Left Lane Bastards – 04:04
09 The Word – 05:27
10 Roaming Heart – 04:19
11 The Caress Of Sun & Moon – 09:30

Gesamtwertung: 10 von 10 Punkten (spitze)

 Marius

Links zum Thema:

http://www.sethnefer.com/
http://www.myspace.com/blacknroll